1. Juni 2014

Wenn Freundschaften zerstörerisch werden

Das Wunschspiel
von Patrick Redmond

England 1954: Jonathan geht auf ein teures Internat. Seine Eltern haben dafür hart gearbeitet. Der Schulalltag macht dem Jungen mehr oder minder Spaß, stehen doch neben dem Unterricht und den Hausaufgaben auch Prügel und Demütigung auf dem Plan. Aber was soll er schon machen? Wenn Jonathan so wie Richard wäre, gelassen, frech und mutig, dann würde sich was ändern. Doch das ist er nicht...noch nicht!

"Das Wunschspiel" von Patrick Redmond fiel mir eher zufällig in die Hände und so wusste ich nicht wirklich, auf was ich mich mit diesem Buch einlasse. Umso begeisterter bin ich von dem Werk des Autors.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet, bleibt aber zum Großteil beim Schüler Jonathan. Man erfährt zunächst Details über den Alltag in einem englischen Internat, lernt die verschiedenen Gruppen von Schülern kennen und welche Dynamik sie untereinander entwickeln. Als Jonathan und Richard sich anfreunden, entwickelt der Roman eine Sogwirkung sondergleichen. Es gibt Geheimnisse, Andeutungen und nun lernt man auch die Sichtweisen von Lehrern, dem Direktor und anderen Schülern kennen.

Gerade diese Andeutungen haben mich in ihren Bann gezogen. Auf der einen Seite versorgt Patrick Redmond seine Leser mit vielen Details, lässt sie andererseits aber an bestimmten Stellen auf dem Trockenen sitzen. Ich bin beim Lesen unruhig geworden, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter all dem steckt. Und je mehr ich mich dem Ende näherte, desto kälter wurde mir.

Fazit: ein geniales Buch, was mich für Stunden gefesselt hat. Eine klare Leseempfehlung.

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