14. September 2014

Feuerprobe nicht bestanden!

Everflame - Feuerprobe
(Everflame - Reihe Band 1)
von Josephine Angelini

Lily ist 17, hat einen Haufen Allergien und ist unsterblich in ihren besten Freund Tristan verliebt. Als dieser sich endlich zu ihr bekennt, könnte sie glücklicher nicht sein. Doch auf einer Party kommt es zur Katastrophe und Lily möchte am liebsten verschwinden. Womit sie nicht gerechnet hat, ist, dass ihr Wunsch ihr erfüllt wird und sie in einer Welt aufwacht, in der alles anders ist. Und das stärkste Stück: sie gibt es zweimal. Und ihre Doppelgängerin ist die mächtigste Hexe in Salem...

"Everflame – Feuerprobe" war mein erstes Buch von Josephine Angelini. Die Autorin ist durch ihre Göttlich-Trilogie bekannt geworden. Dennoch konnte sie mich mit ihrem neusten Buch nicht überzeugen.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet, jedoch bleibt man zum Großteil bei Lily und ihren Erlebnissen. So erlebt man hautnah mit, wie sich die Katastrophe auf der Party anbahnt und wie Lily in der neuen, magischen Welt versucht zurecht zu kommen. Und in dieser magischen Welt gibt es auch von ihrem besten Freund Tristan eine Version, was für Lily alles nur noch komplizierter macht.

Die Story selbst ist sehr gut erzählt, das muss ich zugeben. Dennoch konnte sie mich nicht fesseln.

Zum Einen lag das daran, dass Josephine Angelini schon zu Beginn mit Klischees um sich wirft: das Mädchen ist in ihren gutaussehenden, besten Freund verliebt, der bekennt sich dann zu ihr und macht dann einen großen und auch noch mehr als klischeehaften Fehler. Das Mädchen ist in ihrer Welt sehr verletzlich, schwach und kann sich vor Peinlichkeiten kaum retten, in der neuen magischen Welt ist sie, da sie die Doppelgängerin ist, eine der mächtigsten Hexen, die es gibt und vollbringt Dinge, die andere Begabte in dieser Welt gar nicht vollbringen können. Durch diese Klischees konnte mich die Geschichte gar nicht überraschen.

Auch, dass das Buch zum Großteil aus Verstecken, Flucht und Geheimhaltung besteht, war für mich nun keine Neuerfindung des Rades. Ja, es gibt viele Jugendbücher mit dieser Grundidee, doch Angelini hat für mich keinen guten Weg gefunden, um mir diese bekannte Idee schmackhaft zu machen.

Dass sich dann auch noch eine Dreiecksgeschichte anbahnt, war nur noch das Tüpfelchen auf dem i. Die Autorin wirft alle bekannten Klischees und Grundideen zusammen, rührt einmal kräftig um und heraus kommt eine Geschichte, bei der ich das Gefühl hatte, sie schon ein paar Mal gelesen zu haben.

Zudem blieben die Figuren für mich eher blass. Jeder hatte eine ihm zugewiesene Rolle und füllt diese auch bis zum letzten aus. Dabei böten die Umstände so viele Veränderungsmöglichkeiten.

Der Stil von Josephine Angelini lässt sich allerdings sehr gut und flüssig lesen. Ihre Erzählweise hat durchaus was anziehendes an sich und ich könnte mir vorstellen, dass ein anderes Buch von ihr mich durchaus überzeugen könnte.


Fazit: nein, Everflame hat die Feuerprobe bei mir nicht bestanden. Von mir gibt es keine Empfehlung.

1 Kommentar:

  1. Huhu,
    so unterschiedlich kann ein Buch ankommen! Ich kann dich gut verstehen, auch wenn mich das Buch richtig begeistert hat.
    Ich fand die Art Magie dort sehr interessant, da sind für mich die Klischees mehr in den Hintergrund getreten.
    danke für die Rezi!
    LG Chia

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