26. September 2014

Wie Twilight, nur ohne Vampire

Obsidian - Schattendunkel
(Obsidian-Reihe Band 1)
von Jennifer L. Armentrout

Eine Leseprobe findet ihr hier

Katy ist mit ihrer Mutter aus dem sonnigen Florida nach West Virginia gezogen. Der kleine Ort, den sie nun ihr Zuhause nennen muss, hat nicht mal eine funktionierende Post. Für die leidenschaftliche Buchbloggerin ist das grausam. Noch grausamer für sie ist es allerdings, dass ihre Mutter sie zwingt doch unbedingt mit den Jugendlichen von Nebenan Freundschaft zu schließen. Katy schlurft also rüber, klopft und vor ihr steht auf einmal der Traum jedes Mädchens: Daemon Black. Groß, trainiert und wunderschön. Wenn da nicht sein mehr als fragwürdiger Charakter wäre. Katy freundet sich dennoch mit dessen Schwester Dee an und merkt bald, dass die Geschwister nicht so normal sind, wie sie zunächst wirkten...

"Obsidian – Schattendunkel" von Jennifer L. Armentrout ist ein Jugendroman nach Schema F. Ich kenne mehrere Bücher der Autorin und hatte mich sehr auf dieses hier gefreut. Doch nach dem Lesen bin ich hin- und hergerissen zwischen "eine tolle Geschichte" und "och nee, das kenne ich doch schon!".

Die Geschichte wird von Katy höchstselbst erzählt. Und dabei merkt man schnell, dass sie am liebsten werkelt und sich nicht für die mädchentypischen Themen interessiert. Zudem sind ihre Gedanken nicht von Jungs, Party und ähnlichem beherrscht, sondern von ihren Büchern, der Natur und dem Leben an sich. Das hat mir gefallen, denn damit fällt Katy nicht in eine typische Kategorie.

Auch die Story selbst ist durchaus fesselnd und interessant. Aber dennoch: je mehr ich gelesen habe, desto mehr habe ich mich an Romane wie Twilight erinnert gefühlt. Der dunkle, geheimnisvolle Typ; ein großes Geheimnis, das herauskommt, als die weibliche Hauptfigur in Gefahr ist; Gefühle, die nicht sein dürfen und ganz viel Kampf gegen das Böse, dem sich auch die sterbliche Hauptfigur anschließt, obwohl sie doch einfach nur fliehen soll. Das kennt man und entweder man liebt es oder man hasst es.

Und ich bin mir eben nicht sicher. Denn auf der einen Seite habe ich beim Lesen oft die Augen verdreht und nur noch auf bestimmte Sätze oder Gegebenheiten gewartet, die dann auch eintraten. Auf der anderen Seite sind mir Katy, Daemon, Dee und die anderen dann doch so sympathisch und ans Herz gewachsen, dass mich die Fortsetzung interessiert. Denn die Autorin baut dann doch so einige Unterschiede ein, die mich gereizt haben: Katy gibt sich Daemon nicht sofort hin, es gibt keine Dreiecksgeschichte mit einem anderen Jungen und auch das Geheimnis, welches Daemon und seine Familie umgibt, ist mal was neues. Auch wenn ich darüber bei der Enthüllung lachen musste.

Der Stil von Jennifer L. Armentrout ist sehr gut und leicht zu lesen. Ihre Erzählweise passt zu einer jugendlichen Bloggerin und ist so schwungvoll, dass ich einfach nur dranbleiben wollte. Super!


Fazit: wer von typischen Jugendbüchern noch nicht die Nase voll hat, der wird Obsidian lieben. Wer mal was besonderes lesen möchte, ist hier leider falsch.

Kommentare:

  1. Leichte Unterhaltung wie Twiglight mag ich zwischendurch und Obsidian gibt es gerade gratis auf englisch. Also wunderbar zum Testen :)
    Lg Lara

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    1. Hi Lara,
      danke für den Hinweis. Zum Ausprobieren ist die englische Version bestimmt super geeignet.
      LG
      Denise

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