31. Oktober 2014

Mein Interview mit Ivo Pala


Hallo Ihr Lieben,

wie versprochen, kommt hier mein Interview für den Oktober. Nach meiner Lektüre im Juni von H2O - Das Sterben beginnt wollte ich unbedingt mehr vom Autoren Ivo Pala erfahren. Doch wie das nun mal so ist, gehen Bücherprojekte natürlich vor, so dass Ivo jetzt im Oktober Zeit gefunden hat, mir meine Fragen zu beantworten. Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Interview!

F: Zuerst meine Lieblingsfrage: was liest du gerade?

A: Zur Zeit lese ich „Neverwhere“ von Neil Gaiman; ich mag seine Märchen für Erwachsene sehr.


F: Wie kamst du dazu, ausgerechnet Thriller zu schreiben? Und wie geht das mit deiner Elbenthal-Saga zusammen?

A: Das ist eine gute Frage! Vermutlich hat es damit zu tun, dass ich selbst ausgesprochen gerne Thriller lese. Vor allem aber wahrscheinlich, weil die Themen, die mich beschäftigen, oftmals einfach wirklich erschreckend sind und ich sie teilen will.
Das lässt sich sehr gut mit der „Elbenthal-Saga“ und auch den „Elbenthal-Chroniken“ oder auch mit meinen Kinderbüchern wie „Der Drache hinter dem Spiegel“ vereinbaren; schon allein, weil ich in den fantastischen Welten, von denen ich dort berichte, Erholung finde von den Schrecken, die ich in meinen Thrillern behandle.


F: Es wird ja eine Fortsetzung von "H2O - Das Sterben beginnt" geben. Kannst du mir schon ein paar Details verraten?

A: Ich kann sogar mehr als das, liebe Denise – zumal man es ja auch schon bald in der Vorschau des BLANVALET-Verlages lesen wird.
Der Titel des „H2O“-Nachfolgers lautet „GIFT – Der Tod kommt lautlos“. Der Klappentext fasst den Inhalt des zweiten GTAZ-Thrillers gut zusammen:
„Ein NATO-Stützpunkt an der deutschpolnischen Grenze wird Ziel eines Giftanschlags. Patrizia Hardt und Gernot Löw von der nationalen Terrorabwehr machen Jagd auf die Terroristen und stoßen auf einen furchtbaren Skandal: Aus der Zeit des kalten Krieges schlummern auf ostdeutschem Boden versteckte Depots mit Kampfgiften und biologische Waffen – darunter eine tödliche Seuche. Hardt und Löw folgen der Spur der Terroristen bis nach Leipzig. Da wird der erste Todesfall bekannt. Diagnose: PEST!“


F: Wie kam es zu deinem Pseudonym Richard Hagen?

A: Wir – das heißt der Verlag, meine Agentur und ich – hatten uns entschieden, für die Real-Krimis ein Pseudonym zu verwenden, um sie sowohl für den Handel als auch die Leserschaft klarer von der
Fantasy abzugrenzen. Der Name Richard Hagen sollte dabei eine Hommage sein an Richard Wagner, dessen „Lohengrin“ und auch „Ring des Nibelungen“ Teile der „Elbenthal-Saga“ inspiriert hatte und an die Figur „Hagen“, mit der ich mich schon seit früher Kindheit beschäftige und die ja ebenfalls in Wagners „Ring“ und in meiner „Elbenthal-Saga“ vorkommt.


F: Was machst du eigentlich, wenn du mal nicht an einem Buch arbeitest?

A: Das ist ein vielleicht durchaus wünschenswerter jedoch noch nie eingetretener Zustand. Ich arbeite immer an dem einen oder anderen Buch- oder Drehbuchprojekt. Selbst im Urlaub – man kann eben schlecht Ferien machen vom eigenen Kopf.


F: Was war dein witzigstes Lesungserlebnis?

A: Oh, da gibt es einige! In einem Fall las ich einmal vor „Das Telefon begann zu klingeln.“, und genau in dem Moment klingelte dann das Handy eines Gastes. Die Spannung war natürlich erstmal beim Teufel.
Ein anderes Mal las ich in einem Café „Er röchelte.“, und fast zeitgleich begann dann die Kaffeemaschine in der Ecke des Raums lautstark zu „röcheln“.
Oder einmal habe ich statt „Sensoren auslösen“ „Senioren auslösen“ gelesen; das gab dann auch jede Menge Gelächter. Schwer zu sagen, welches davon das witzigste war.


F: Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? War es dein Kindheitstraum?

A: Im Grunde genommen war es mein Kindheitstraum – neben einigen anderen. Ich wollte auch mal Archäologe werden und Chemiker und Architekt und auch Koch – da war Schriftsteller fast schon die logische Konsequenz, weil ich dabei forschen kann und strukturieren und planen, aber eben auch kreativ sein darf und Dinge entwickeln, die anderen Menschen im übertragenen Sinn „schmecken“.


F: Du bist ja oft in Berlin und Brandenburg mit deinen Büchern unterwegs. Wird man dich auch mal in anderen Teilen der Republik treffen?

A: Ja, in den vergangenen Jahren habe ich viel zu wenig Zeit gehabt, um für Lesungen weiter zu reisen – außer für die Richard Hagen-Krimis, die ich am Ort der Handlung (im Rheingau) präsentiert habe und natürlich die „Elbenthal-Saga“, für die ich desöfteren in Dresden und auch in Meißen sein durfte. So, wie ich auch jetzt Anfang November wieder in Dresden bin auf der Literaturmesse „schriftgut“, auf der ich sowohl die „Elbenthal-Saga“ als auch die „Elbenthal-Chroniken“ sowie „Der Drache hinter dem Spiegel“ vorstellen darf.
Aber für die nähere Zukunft sind durchaus Lesungen auch in anderen Gebieten geplant; sowie auch mehr Besuche auf Messen und Rollenspiel-Cons und Festivals.


F: Gibt es etwas, was du deinen Lesern unbedingt sagen möchtest?

A: Das meiste, was ich sagen möchte, sage ich in meinen Büchern. Aber darüber hinaus gibt es eigentlich nur eines: Danke, liebe Leser! Für das Vertrauen, das Interesse und für die liebe Unterstützung! Herzlichsten Dank!


Vielen Dank Ivo, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich freue mich riesig auf dein neues Buch!

Ein geschlossener Geist birgt Gefahren

(Quelle: www.lovelybooks.de )
Open Minds - Gefährliche Gedanken
(Mindjack - Trilogie Band 1)
von Susan Kaye Quinn

Kira ist eine Null in der Welt der Leser. Während alle um sie herum Gedanken lesen und austauschen können, kann sie weder das eine noch das andere. Damit ist sie für ihre Mitschüler und ihre Umwelt suspekt und rangiert auf der Beliebtheitsskala in der Nähe einer Kakerlake. Einzig ihr bester Freund Raf steht zu ihr. Bei einer gemeinsamen Lernstunde im Chemielabor kommt es dann zu einem Unglück: als Raf versucht Kira zu küssen, knockt sie ihn mental aus. Ist das endlich der heißersehnte Wandel oder doch etwas viel weitreichenderes?

"Open Minds – Gefährliche Gedanken" ist der Auftakt zur Mindjack-Trilogie von Susan Kaye Quinn. Der Jugendroman dreht sich um eine Welt in der Zukunft, in der alle Menschen sich nur noch per Gedankenwellen austauschen und jeder, der dies nicht kann, ausgegrenzt und abschätzig behandelt wird. Kira ist so jemand, bis sie plötzlich Kräfte entwickelt, die nicht nur sie staunen lassen.

Die Geschichte wird von der Hauptfigur höchstselbst erzählt. Zu Beginn ist Kira eher eingeschüchtert, im Laufe des Romans gewinnt sie jedoch immer mehr an Selbstvertrauen. Diese Wandlung hat mir sehr gut gefallen, zudem sie auch sehr gut nachvollziehbar war. Kira war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist ein Mädchen, was sich immer weniger gefallen lässt und dadurch an Stärke gewinnt, die weder übertrieben noch verklärt ist. Toll!

Die Story selbst ist spannend und fesselnd erzählt. An manchen Stellen habe ich zwar leise geschmunzelt, weil die Autorin doch so manches Klischee, wie zum Beispiel eine Dreiecksgeschichte, unbedingt in den Roman einbauen wollte. Aber insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. An einigen Stellen merkt man halt noch, dass dem Buch ein professionelles Lektorat fehlt, aber das tut dem Charme der gesamten Geschichte keinen Abbruch.

Zwischendurch hätte ich mir mehr Details von Susan K. Quinn gewünscht. Warum zum Beispiel alle Gedanken lesen können, wird nur sehr kurz angerissen. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und Rückblicke gewünscht.

Das Ende des ersten Bandes lässt genügend Punkte, die im zweiten Buch behandelt werden können, offen. Jedoch hinterlässt die Autorin keinen miesen Cliffhanger, was ich sehr angenehm finde.

Der Stil von Susan K. Quinn ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise passt sehr gut zu einer Jugendlichen und auch ihre Ausdrucksweise ist weder gestelzt noch übertrieben. Super!

Fazit: "Open Minds" ist ein solider Auftakt zu einer Trilogie. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich auch gern mal an Indie-Autoren versucht.


Ein großes Dankeschön an den Übersetzer Michael Drecker für die Zurverfügungstellung des ebooks!


30. Oktober 2014

Ein Mann, eine Mission

Spycatcher - Ein Tod ist nicht genug
(Spycatcher-Reihe Band 1)
von Matthew Dunn

Eine Leseprobe findet ihr hier

Will Cochrane ist der geheimste Agent des MI6. So geheim, dass nur 2 Menschen in Großbritannien wissen, dass er für die Agentur arbeitet. Er erfüllt seine Missionen präzise, tötet effizient und sauber. Dabei hinterlässt er keine Kollateralschäden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er für eine besonders gefährliche Mission ausgewählt wird: er soll einen hochrangigen, iranischen Terroristen stellen, bevor dieser einen Anschlag ungeahnter Größe verüben kann. Doch Will weiß nicht, dass dieser Fall für ihn schnell eine sehr persönliche Note bekommt...

"Spycatcher – Ein Tod ist nicht genug" ist der erste Teil der Spycatcher – Reihe von Matthew Dunn. Der Autor arbeitete selbst einige Zeit lang beim MI6 und kann somit sehr realitätsnah aus dem Alltag dort berichten. Nach der Lektüre eines Spionagethrillers kann ich sagen, dass Will Cochrane eher was für männliche Leser ist.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet. Dabei wird man direkt in das Geschehen geworfen, ohne zu wissen, wer Will Cochrane ist und wie seine Aufträge lauten. Zu Beginn fand ich dies verwirrend, doch je länger ich gelesen habe, desto mehr passte diese bewusste Desinformation zur Story. Denn welcher Geheimagent verrät sofort alles, wenn man ihn höflich danach fragt?

Der Thriller ist spannend, jedoch an manchen Stellen eher langatmig. Matthew Dunn ergeht sich in vielen Lagebesprechungen, Verfolgungen und Wegbeschreibungen. Was für seine Figuren immens wichtig ist, wirkte auf mich als Leserin schnell eintönig. Wobei ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Fans von Spionagethrillern hier voll auf ihre Kosten kommen, denn man ist fast minutiös bei den verschiedenen Einsätzen dabei.

Das Finale war für mich vorhersehbar, was aber durchaus daran liegen kann, dass der Autor auf eine doch recht beliebte Auflösung zurückgreift. Für die Geschichte selbst ist das Ende passend.

Die Figuren, allen voran der Agent Cochrane, strotzen nur so vor Testosteron und Einsatzwillen. Die männlichen Figuren sind wahre Kampfmaschinen, denen auch ein glatter Durchschuss nichts ausmacht. Und dennoch haben sie alle ein Gewissen, unterscheiden zwischen Gut und Böse und retten die Unschuldigen. Diese Mischung passt perfekt zu der actionreichen, teilweise brutalen und blutigen Story. Hier hat der Autor die perfekten Charaktere für seine Geschichte erschaffen.

Der Stil von Matthew Dunn ist sehr gut zu lesen, wenn man sich mal an die vielen Details und verschlungenen Wege gewöhnt hat. Er macht nicht viel Federlesens um die Emotionen seiner agierenden Figuren, sondern konzentriert sich voll und ganz auf das Geschehen.


Fazit: ein doch gelungener Spionagethriller, der vor allem Fans des Genres Spaß machen wird. Ich selbst kann den Thriller nur eingeschränkt empfehlen.

28. Oktober 2014

Russland von seiner rauen und zugleich schönen Seite

Dunkle Wälder, ferne Sehnsucht
(Wolga-Siedler Band 2)
von Martina Sahler

Eine Leseprobe findet ihr hier

14 Jahre sind vergangen, seit die Weber-Schwestern dem Ruf von Katharina der Großen nach Russland gefolgt sind. Klara fühlt sich mit ihrem Mann Sebastian und ihren Kindern in der Dorfgemeinschaft sehr wohl. Eleonora hat es in die größere Stadt Saratow gezogen, in der sie mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen lebt. Christina hat Karriere in St. Petersburg gemacht und führt ein erfolgreiches Modehaus. Es scheint, als könnten alle drei in Ruhe und Frieden leben. Doch die Veränderungen in Russland und persönliche Verstrickungen und Intrigen zwingen die Schwestern zu immer wieder neuen Kämpfen...

"Dunkle Wälder, ferne Sehnsucht" ist mein erster Roman von Martina Sahler und er hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte der 3 Schwestern ist bereits Band 2 der Reihe. Obwohl ich den ersten Teil nicht kenne, konnte ich mich sofort in das Geschehen und die Figuren hineinversetzen.

Der Roman wird komplett aus der Erzählerperspektive wiedergegeben. Dabei begleitet man abwechselnd die 3 Weber-Schwestern, von denen jede auf ihre Art ihr Glück gefunden zu haben scheint. Dennoch warten Schicksalschläge, Intrigen und vieles mehr auf sie, so dass die Geschichte zugleich etwas fürs Herz ist und für Spannung sorgt.

Die Figuren werden von Martina Sahler sowohl mit guten als auch weniger guten Seiten ausgestattet, so dass man nicht nur Sympathie oder Antipathie empfindet. Gut, es gibt eine spezielle Figur, bei der ich das kalte Grausen bekommen habe, aber ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Aber auch diesen Unsympathen hat die Autorin sehr gut hinbekommen, so dass ich ihn mit Leidenschaft hassen konnte. Das bekommen nicht viele hin.

Die Geschichte selbst wird flüssig und relativ zügig erzählt. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Details und Tiefe gewünscht, dennoch ist die Story alles in allem rund und in sich schlüssig. Das Ende lässt genügend offene Stränge, so dass ich mir mehr als eine Fortsetzung sehr gut vorstellen kann, die nicht erzwungen wirken.

Der Stil von Martina Sahler ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise hat mich direkt gefangen genommen und durch das Personenregister und die Einstreungen während der Geschichte konnte dem Geschehen auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes sehr gut folgen.


Fazit: wer sich gern nach Russland entführen lassen möchte, ist hier genau richtig. Eine klare Leseempfehlung von mir.

27. Oktober 2014

Offizielle Blogger für die LoveLetterConvention 2015 gesucht

Hallo Ihr Lieben,

noch sind es einige Monate hin, aber wie ihr ja schon vor ein paar Wochen lesen konntet, habe ich mir bereits mein Wochenendticket für die LLC 2015 schon geschnappt. Nun suchen die Veranstalter 5 Blogger, die als offizielle Blogger ausgezeichnet werden. Und ich mag das gerne werden!

Warum? werdet ihr euch fragen. Nun zum Einen darf man als offizieller Blogger die Autorinnen und Autoren schon einen Abend vorher treffen, dann darf man Interviews führen, bekommt ein T-Shirt (für mich als Shirt-Junkie das Gimmick schlechthin) und vieles mehr. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann einfach hier klicken.

Bis zur Wahl ist es noch eine Weile hin, dennoch werde ich euch immer wieder mit Beiträgen zur Convention beglücken. Und wenn die Wahl dann ansteht, hoffe ich einfach auf ganz ganz viel Unterstützung von euch.

Liebe Grüße

Eure Denise


26. Oktober 2014

Vermisste Kinder sind seine Aufgabe

Quelle: Droemer - Knaur

Missing. New York
Don Winslow


Eine Leseprobe findet ihr hier

Die 7-jährige Hailey verschwindet aus dem hauseigenen Vorgarten. Die Polizei und Detective Frank Decker suchen verzweifelt nach dem Mädchen. Kurze Zeit später verschwindet ein zweites Mädchen. Dessen Leiche wird bald gefunden und die Polizei will auch Haileys Akte schließen. Decker will das nicht einsehen, kündigt und fahndet auf eigene Faust nach der Kleinen. Hat er Erfolg?

"Missing. New York" war mein erster Thriller von Don Winslow und er hat mir gut gefallen. Der Autor schreibt ohne Schnörkel und erschafft mit Frank Decker einen Ermittler mit einem geradlinigen Charakter. 

Die Geschichte wird vom Ermittler Decker selbst erzählt. Dadurch merkt man schnell, dass er ein Mann mit Überzeugungen und Regeln ist. Das hat mir sehr gut gefallen, denn solchen Menschen begegnet man in Thrillern nur noch sehr selten. Daher ist es auch nur logisch, dass Decker seinen Job aufgibt, um die kleine Hailey zu finden.

Die Story selbst dreht sich um Kindesentführung und das Leben der Reichen und Schönen in New York. Ich habe das Buch während meiner eigenen NY-Reise gelesen. So konnte ich Franks Tour durch die City perfekt nachvollziehen. Auch die Beschreibungen der Stadt sind dem Autoren sehr gut gelungen. Ob er auch die Schickeria der Stadt gut getroffen hat, vermag ich nicht zu sagen, allerdings wirken Deckers Erzählungen glaubwürdig und überzeugend.

Das Finale war spannend, jedoch hat Don Winslow in meinen Augen die offensichtlichste Lösung gewählt. Das fand ich schade, denn der Aufbau des Buches ließ so viel erhoffen und erwarten. Allerdings passt der Schluss zum Thriller insgesamt, so dass ich doch versöhnlich gestimmt bin.

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, manchmal nüchtern, ab und an sogar witzig, aber nie übertrieben oder gar gefühlvoll. Dieser Stil passt in meinen Augen perfekt zur Hauptfigur Decker.

Fazit: ich würde jederzeit wieder ein Buch von Winslow in die Hand nehmen. "Missing. New York" kann ich empfehlen. 

6. Oktober 2014

Tapsis Buchblog macht Urlaub


Hallo Ihr Lieben,

die Sommerferien sind rum, manche von Euch starten schon in die Herbstferien oder fiebern diesen entgegen. Auch ich verabschiede mich heute in meinen Urlaub. 3 Wochen verreise ich und werde in dieser Zeit kaum Aktualisierungen vornehmen. Denn die Reise ist so vollgestopft mit Sehenswürdigkeiten, Touren und ähnlichem, dass ich kaum zum Lesen kommen werde (ob ich das aushalte?).

Ich wünsche Euch allen einen goldenen Oktober, viel Spaß auf der Buchmesse in Frankfurt und Ende Oktober geht es dann hier bei mir weiter. Und ihr dürft gespannt sein, denn das nächste Interview steht dann an.

Bis bald!

Eure Denise

5. Oktober 2014

Es spukt im Herrenhaus

Haus der Geister
von John Boyne

Eine Leseprobe findet ihr hier

England, ausgehendes 19. Jahrhundert: Eliza Caine lebt mit ihrem Vater in London. Die junge Frau arbeitet als Lehrerin und ist mit ihrem Leben recht zufrieden. Doch dann ereilt eine schwere Krankheit ihren Vater, von der er sich auch nicht mehr erholt. Schweren Herzens verlässt Eliza London und geht als Gouvernante nach Norfolk. Als sie dort ankommt, wird sie nicht, wie üblich, vom Hausherrn begrüßt, sondern von den beiden Kindern Isabella und Eustace. Ein Erwachsener ist nicht zugegen. Und das ist nicht die einzige Merkwürdigkeit...

"Das Haus der Geister" ist bereits der 10. Roman von John Boyne, für mich war es aber das erste Werk des Autoren. Vielen Lesern dürfte Boyne als Verfasser des erfolgreichen Romans "Der Junge im gestreiften Pyjama" bekannt sein. Sein 10. Roman beschäftigt sich nun mit Geistern und konnte mich überzeugen.

Die Geschichte wird von Eliza aus der Ich-Perspektive erzählt. Ihr Bericht beginnt vor ihrer Zeit in Norfolk und dadurch lernt man sie besser kennen. Eliza ist keine gewöhnliche Frau des 19. Jahrhunderts. Sie ist überzeugt, dass Männer und Frauen die gleichen Chancen haben sollten und das man sich auch als Frau nicht einer eigenen Meinung schämen muss. Das fand ich erfrischend, da sie sich nicht unterbuttern ließ.

Als die Erzählung sich dann ihrer Zeit als Gouvernante zuwandt, habe ich direkt eine Veränderung bemerkt. Es wirkte, als ob Eliza sich zu Beginn selbst nicht glaubte, was sie erlebt hat. Und je mehr unheimliche Ereignisse hinzukamen, desto wütender wurde sie. Das hat mir gefallen, denn es zeigte, dass sie eine charakterstarke Figur ist. Diese Beständigkeit fand ich sehr gut.

Die Geschichte selbst hat mich gefesselt und kam in einem Gewand einer klassischen Geistergeschichte daher. Es gibt keinerlei Horrorelemente, sondern lediglich Beschreibungen von kalten Luftzügen, klammernden Händen oder unerklärlich verschlossenen Türen. John Boyne konzentriert sich auf die alte Art des Gruselns. Toll!

Zudem erfährt man auch eine Menge Hintergründe und Details zu der Familie, für die Eliza arbeitet. So erforscht man gemeinsam mit ihr mehr und mehr, was es mit dem Spuk im Herrenhaus auf sich hat. Leider bleiben dadurch die beiden Kinder Isabella und Eustace blass. Hier hätte ich mir mehr Raum für die beiden gewünscht.

Der Stil von John Boyne ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise passt zu einer jungen Frau und er lässt sich auch mal heftig für ihre Meinung eintreten. Zudem bedient er sich einer eher modernen Sprache, so dass Eliza verständlich bleibt. Diese Entscheidung des Autors fand ich sehr gut.


Fazit: wer sich ein wenig gruseln möchte, sollte "Haus der Geister" lesen. Und keine Bange, man kann danach noch beruhigt im Dunkeln schlafen.


Ein großes Dankeschön an den Piper-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches!

4. Oktober 2014

Krebs ist noch lange kein Grund schlapp zu machen

Du und ich für immer
von Pamela Ribon

Eine Leseprobe findet ihr hier

Danielle und ihre beste Freundin Smidge gönnen sich jedes Jahr einen Mädelsurlaub. Auch dieses Jahr freut sich Danielle wie wahnsinnig auf die freien Tage mit ihrer Freundin. Doch es kommt anders als gedacht: Smidge gesteht ihr nämlich, dass sie an Krebs erkrankt ist und nicht kämpfen wird. Von dieser Nachricht geschockt, stimmt Danielle dem letzten Wunsch ihrer besten Freundin zu: sie soll das Leben von Smidge übernehmen, wenn Smidge nicht mehr ist. Aber wie soll das funktionieren?

"Du und ich für immer" ist das Romandebüt von Pamela Ribon. Die Autorin hat sich vorher schon als Drehbuchautorin und Bloggerin einen Namen in den USA gemacht. Mir selbst war sie bis zu diesem Roman unbekannt. Und ihr Buch hat mich anders erwischt, als ich es erwartet hatte.

Von der Covergestaltung her hatte ich ein Buch fürs Herz und eher leichte, seichte Unterhaltung erwartet. Doch die Geschichte ist alles andere als leicht und herzerwärmend. Denn die Autorin greift zu einem heißen Eisen: Lungenkrebs und wie man damit umgeht. Und ihre Figur Smidge geht den härtesten Weg, den man sich freiwillig aussuchen kann, in dem sie jede Art von Behandlung und Hilfe ablehnt. Nicht mal ihre Familie weiß, was mit ihr los ist. Nur eine Frau wird eingeweiht, ihre beste Freundin Danielle. Und für diese ist es härter, als sie sich es vorstellen konnte.

Die Geschichte wird von Danielle selbst erzählt. Jedoch berichtet sie über ihre Gedanken, Gefühle und Zweifel nicht dem Leser, sondern Smidges Tochter Jennifer. Sie rechtfertigt sich in diesem Roman für so manche Entscheidung, die sie getroffen hat und versucht gleichzeitig, Jenny begreiflich zu machen, was das besondere an ihrer Mutter war.

Danach musste ich auch lang suchen, denn Smidge ist kontrollsüchtig, bösartig offen und akzeptiert keine andere Meinung als ihre. Selbst Danielle muss sich ihren Befehlen beugen. Das hat mich verwundert, ich hätte es mit dieser Frau keine 3 Minuten in einem Raum ausgehalten. Doch Danielle und Smidge verbindet eine tiefe Freundschaft, da Smidge für Danielle da war, als es niemand anderen gab. Und auch wenn ich die fiese, kleine Smidge mit Genußgehasst habe, so wurde mir am Ende bewusst, warum sie so ist, wie sie ist. Pamela Ribon stößt ihren Leser jedoch nicht mit der Nase drauf, sondern entwickelt Gedankengänge mit Danielle, die den Leser stutzen und überlegen lassen. Das hat mir gut gefallen.

Im Klappentext wird eine Liebesgeschichte angedeutet, die im Roman jedoch kaum Beachtung findet. Im Mittelpunkt stehen ganz klar Smidge und ihr Plan ihr Leben Danielle zu übergeben. Wer also auf Romantik gehofft hat, ist bei dem Buch falsch.

Das Ende hat mich in dem Sinne nicht überrascht. Es war einfach passend und der Roman hat auf dieses Finale hingearbeitet.

Der Stil von Pamela Ribon hat mir sehr gut gefallen. Ihre Erzählweise ist locker, manchmal überzeichnet, aber nie kitschig oder seicht. Das fand ich super.


Fazit: ein großartiges Buch für einen Nachmittag, das nicht so leicht ist, wie es anmutet. Dennoch kann ich den Roman empfehlen.



Ein großes Dankeschön an den Blanvalet-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches.

3. Oktober 2014

6000 Besucher zum Tag der deutschen Einheit



Nein, ich rede nicht von einem Volksfest :) Ihr habt meinen Blog bereits über 6000 Mal besucht. Danke danke danke schön! Ich bin immer noch total baff, dass mein junger Blog, der ja quasi noch ein Baby ist, bei euch so viel Anklang findet!

freudige Grüße
Eure Denise

Die Bombe und der Dom

Amen
von Rudi Jagusch

Eine Leseprobe findet ihr hier

Nach seinem Herzinfarkt im Dienst lässt es der Polizist Martin Landgräf ruhiger angehen. Immer noch dienstunfähig, besucht er jeden Morgen den Kölner Dom. Er genießt die Ruhe und Andächtigkeit dort. Daher ist es auch verwunderlich, dass an einem Morgen der Domschweizer rufend an ihm vorbeirennt. Kennt der denn keinen Respekt vor dem Gotteshaus? Doch Sekunden später wird Landgräf klar, vor was der Domschweizer geflohen ist: vor dem Altar steht Nero, ein gesuchter Verbrecher, und droht damit, sich und den gesamten Dom in die Luft zu sprengen, wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden. Und Landgräf muss als Verbindungsmann herhalten...

"Amen" ist das Thriller-Debüt von Rudi Jagusch. Vor diesem Roman hat der Autor schon einige Regionalkrimis geschrieben. "Amen" ist mein erstes Buch von ihm und ich bin sehr zufrieden.

Die Geschichte beginnt sofort mit einem Paukenschlag, nämlich mit der Flucht des Domschweizers aus dem Kölner Dom. Danach geht es Schlag auf Schlag und mittendrin befindet sich Landgräf, der eigentlich noch gar nicht für diese Aufregung bereit ist. Aus der Erzählerperspektive erlebt man hautnah mit, wie Nero seine Drohung ausstößt und sogar mit weiteren Anschlägen droht, wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden. Neben den aktuellen Geschehnissen wirft der Autor auch immer wieder mal einen Blick in die Vergangenheit, um den Leser klar zu machen, wie es zu dieser Situation kommen konnte.

Dabei legt Rudi Jagusch ein besonderes Augenmerk auf den Täter und nicht auf die Ermittler. Über die ermittelnden Kollegen erfährt man sogar recht wenig, ihre Charakterisierungen bleiben knapp und knackig. Über Nero hingegen erfährt man so einige Details, die zeigen, dass der Mann nicht erst seit seinem Vorhaben im Kölner Dom zur Gewalt neigt. Diese Abweichung vom Standard-Thriller, in dem die Ermittler die Hauptrolle spielen, hat mir sehr gut gefallen.

Das Ende hat mich nur teilweise überrascht. Ein Komplize von Nero war mir relativ schnell klar, aber der Rest blieb für mich bis zum Schluss im Dunkeln. Auch die Lösung, die Rudi Jagusch gefunden hat, hat mir sehr gut gefallen. Denn er weicht wieder mal vom Altbekannten ab. Toll!

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise hat mich von Beginn an gefesselt, wobei ich, je weiter der Thriller fortgeschritten ist, immer tiefer ins Buch gekrochen bin, weil ich einfach wissen wollte, wie es denn nun ausgeht.


Fazit: das Thriller-Debüt ist dem Autoren gelungen. Ich kann es empfehlen!

2. Oktober 2014

Wenn das Schicksal zuschlägt

Hirngespenster
von Ivonne Keller

Eine Leseprobe findet ihr hier

Silvie und Anna sind Schwestern und so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Silvie geht fröhlich durchs Leben, während Anna alles negativ sieht. Doch dann verändert sich alles von einem Tag auf den anderen: Silvie wird auf einmal von Sabina, der Jugendliebe ihres Mannes Johannes gepflegt und Anna taucht, so scheint es, gar nicht mehr auf. Was steckt dahinter?

"Hirngespenster" ist das Debüt von Ivonne Keller und wurde, bevor es als Printbook erschien, 2012 bereits als ebook veröffentlicht. Die Autorin führt ihre Leser in das Leben zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch in so vielen Dingen gleichen.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Zeiten erzählt. Zum Einen erzählt Silvie aus der Ich-Perspektive sowohl über ihren jetztigen Zustand als auch über ihre Vergangenheit. Aus der Erzählersicht erfährt man, wie es Silvies Schwester Anna und Johannes' Jugendliebe Sabina ergeht. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen, denn die Spannung wächst dadurch von Seite zu Seite und ich erkannte beim Lesen, dass selbst enge Familienmitglieder nur das sehen, was sie sehen wollen.

Die Story selbst ist sehr fesselnd und einfühlsam erzählt. Ivonne Keller betrachtet 2 Familien, die ihre ganz eigenen Probleme haben und lässt ihre Leser sehr tief in die Problematiken eintauchen. Da ist zum einen die Ehe von Silvie, die schon von Beginn an auf der Kippe steht. Auf der anderen Seite ist Anna, die ihrem Mann Matthias fast hörig ist und versucht, durch Ticks und Tabletten ihr Leben in Ordnung zu halten. Obwohl sich viele dramatische Begebenheiten auf diese 2 Familien konzentrieren, wirkten die Szenen realitätsnah und sehr gut recherchiert.

Ich konnte mich sowohl in Silvie als auch teilweise in Anna hineinversetzen. Die Figuren, die von der Autorin erschaffen worden sind, sind keine Sympathieträger oder lassen sich in Gut und Böse einteilen. Jede Person hat ihre Grautöne und seien sie noch so dunkel oder hell. Manche Figur konnte ich mit Vorliebe sehr unsympathisch finden, bei anderen kam nur Mitleid oder Mitgefühl hoch. Und da gab es noch die eine Figur, die ich am liebsten erwürgt hätte. Solche Emotionen gegenüber den handelnden Figuren lösen nur wenige Autoren bei mir aus.

Einen Kritikpunkt habe ich an der Geschichte und das ist das Ende. Der gesamte Roman ist so realitätsnah und wirklich, da wirkte das Ende auf mich fast kitschig und herbeigezaubert. Dennoch hatte ich beim Lesen Spaß und habe das ein oder andere Mal schwer schlucken müssen.

Der Stil von Ivonne Keller ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise hat mich von Beginn an gefangen genommen und mich erst am Ende wieder losgelassen.


Fazit: ein tolles Debüt, welches Aufmerksamkeit verdient. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Dramen lieben.

1. Oktober 2014

Da sind wa dabei, das ist priiihiiima!



Wuuuhuu, ich renne hier gerade vor Freude im Kreis! Der Vorverkauf zur LoveLetter Convention 2015 hat heute um 18 Uhr begonnen und ich saß schon ewig Zeiten vorher am Laptop. Und ich habe 2 Tickets. Ich freue mich riesig auf das Event!!

Wer auch hin will, sollte schnell www.loveletterconvention.com vorbei surfen!

Ich freue mich schon jetzt drauf! Berlin, ich komme!!

2 Tote, eine Legende

Der König und die Totenleserin
(Totenleserin - Reihe Band 3)
von Ariana Franklin

Eine Leseprobe findet ihr hier

Die Totenleserin Adelia wird vom englischen König Henry II. mit einem besonderen Auftrag betraut: sie soll nach Glastonbury reisen und sich dort die Skelette zweier Menschen anschauen. Denn die dortige Abtei glaubt, dass es die sterblichen Überreste König Artus seien, die im geweihten Boden gefunden wurden. Adelia macht sich mit ihren Freunden auf den Weg und muss bei ihrer Ankunft feststellen, dass nicht jeder mit dieser Untersuchung einverstanden ist...

"Der König und die Totenleserin" ist bereits der 3. Band der Totenleserin – Reihe von Ariana Franklin. Für mich war es aber das erste Buch der Autorin. Der Roman hat mich unterhalten, allerdings hatte ich etwas anderes erwartet.

Zuerst möchte ich anmerken, dass es durchaus sinnvoll ist, die Reihe chronologisch zu lesen. Im 3. Band wird bereits viel Vorwissen vorausgesetzt, welches mir fehlte. Dennoch kam ich nach einer Eingewöhnung mit dem Buch sehr gut klar.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben, man folgt aber zum Großteil Adelia und ihren Wegen. Und Adelia ist eine weit gereiste, mutige und manchmal auch sehr dickköpfige Frau. Sie darf sich in England nicht als Pathologin und Ärztin outen, da ihr niemand glauben würde oder sie sogar als Hexe verunglimpft wird. So muss ihr arabischer Begleiter Mansur als Strohfigur herhalten. Dieses Arrangement erscheint mir durchaus realitätsnah.

Wer nun allerdings, so wie ich, gehofft hat, mehr über die Pathologie des Mittelalters zu erfahren, wird enttäuscht. Die medizinischen Details und die Untersuchungen nehmen nur einen geringen Teil der Geschichte ein. Im Großen und Ganzen geht es um Intrigen, Betrügereien und die Gefahr um Leib und Leben. Somit unterscheidet sich die Totenleserin nicht viel von anderen Romanen, die zu der Zeit spielen. Das finde ich sehr schade, denn Adelia bietet so einiges Potenzial.

Obwohl ich enttäuscht ob der wenigen medizinischen Details war, empfand ich das Lesen als kurzweilig und durchaus spannend. Ariana Franklin wartet mit der ein oder anderen Überraschung auf und macht so der Zuordnung "historischer Krimi" alle Ehre. Auch geht es erfrischenderweise mal nicht alle 10 Seiten um Liebesspiele, wie es mir schon in anderen "historischen" Romanen begegnet ist. Toll.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist vergleichsweise modern, wenn man bedenkt, dass ihr Roman im 12. Jahrhundert spielt. Allerdings streut sie auch die ein oder andere lateinische oder französische Vokabel ein, so dass zumindest der Anstrich der Realitätsnähe gewahrt bleibt.


Fazit: ein gute Geschichte, die aber dennoch Luft nach oben hatte. Wer leichte, geschichtlich angehauchte Bücher mag, kann zugreifen.