3. November 2014

Blutige Feiertage

Rattenfänger
(Mark-Heckenburg-Reihe Band 2)
von Paul Finch

Eine Leseprobe findet ihr hier

Mark "Heck" Heckenburg hat gerade auf eher unkonventionelle Art einen Fall gelöst, als seine Abteilung für Serienverbrechen an einen neuen Fall gesetzt wird: ein Mörder geht um, der seine Opfer an bestimmten Feiertagen bestialisch zur Schau stellt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, muss sich das Sonderdezernat doch beweisen. Und tatsächlich hat das Team bald eine handfeste Spur: die DNA, die bei einem Opfer gefunden wurde, ist polizeibekannt. Doch der vermeintliche Täter weckt bei Heck Zweifel...

"Rattenfänger" ist der 2. Band der Mark-Heckenburg-Reihe von Paul Finch. Der erste Teil konnte mich nur teilweise überzeugen, mit seinem zweiten Thriller hat mich der Autor aber nun begeistert.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben. Dabei folgt man dem Ermittlerteam und zum Großteil dabei Heck bei seinen Nachforschungen. Nachdem Heck im ersten Teil vieles auf eigene Faust gemacht hat, zeigt er im zweiten Buch nun, dass er auch als Teamplayer brillieren kann. Das hat mir sehr gut gefallen.

Der Thriller beginnt sehr spannend und hat mich von Seite 1 an gefesselt. Leider wird im inneren Klappentext schon sehr viel über den Verlauf verraten. Wer sich also die Spannung erhalten möchte, überspringt diesen einfach. Paul Finch konzentriert sich sehr stark auf die Arbeit des Sonderdezernats und zeigt, wie schweißtreibend und langwierig die Jagd nach Verbrechern sein kann, insbesondere dann, wenn die Taten in verschiedenen Teilen Großbritanniens stattfinden. Das Tolle ist aber, dass sich der Autor nicht viel mit der Politik und dem Strippenziehen hinter den Kulissen beschäftigt, sondern seine Ermittler in den Mittelpunkt stellt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Zudem konnte ich mich im 2. Band auch mehr mit Heck anfreunden. Er blüht in der Teamarbeit richtig auf und zeigt sein ermittlerisches Geschick und seine Spürnase. Dabei wirkt er aber nicht übertrieben schlau oder gerissen, sondern er hat einfach nur das richtige Gespür für das Verbrechen. Und Paul Finch stellt auch ganz klar raus, dass die Ermittlungen eine reine Teamarbeit sind. Das kam mir sehr entgegen, da der Autor keinen strahlenden Helden erschafft, wie es gerade bei amerikanischen Autoren sehr beliebt ist.

Die Lösung der Fälle war für mich überraschend, aber rund. Der Autor führt seine Gedanken konsequent zu Ende und überfällt den Leser nicht mit einem unmöglichen Täter. Das hat mir gefallen.

Der Stil von Paul Finch ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, wenig emotionsgeladen, aber dennoch nicht distanziert oder kalt. Mit seinem Blick für Details und seiner eigenen Art darauf hinzuweisen, hat mich Finch in seinen Bann gezogen.


Fazit: der 2. Teil ist eine enorme Steigerung zum Debüt. Ich kann diesen Thriller nur empfehlen.


Ein großes Dankeschön an den Piper-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches.

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