Donnerstag, 6. November 2014

Die dunklen Mächte geben nicht auf

Dark Heroine - Autumn Rose
(Dark-Heroine-Reihe Band 2)
von Abigail Gibbs

Eine Leseprobe findet ihr hier

Autumn Rose ist die Wächterin einer Schule in England. Ihr Dasein als Sage inklusive ihrer Narben machen sie, trotz oder gerade wegen ihrer Kräfte, zu einer Außenseiterin. Sie hat sich mit dieser Rolle abgefunden, bis Prinz Fallon nach England kommt um mit ihr gemeinsam die Schule zu beschützen. Doch warum? Autumn erfährt den Grund nicht und was für sie noch viel schlimmer ist: Fallon und der Hof wissen, warum ihre Großmutter getötet wurde und geben das Geheimnis nicht preis. Jedoch: Autumn wäre nicht Autumn, wenn sie nicht um das Wissen kämpfen würde...

"Dark Heroine – Autumn Rose" ist der 2. Band der Dark-Heroine-Reihe von Abigail Gibbs. Leider konnte mich der zweite Teil nicht so begeistern, wie es das Debüt konnte. Das lag vor allem daran, dass ich lange Zeit gar nicht wusste, wohin Abigail Gibbs mit mir wollte.

Die Geschichte wird aus 2 Perspektiven erzählt: aus der von Autumn und aus der von Fallon. Dabei bestreitet Autumn allerdings den Löwenanteil. Die junge Sage hatte schon einen kurzen Auftritt im ersten Band, als es um Violet und den Vampir Kaspar ging. Jetzt lernt man sie endlich besser kennen und erlebt hautnah mit, wie es ist, wenn man anders als die anderen ist. Autumn wird zudem von Depressionen heimgesucht, seit sie ihre Großmutter verloren hat. Und dieser Schmerz und auch die düsteren Gedanken kommen sehr gut herüber.

Allerdings, und das ist mein Hauptkritikpunkt, wird lange nicht ersichtlich, dass die Geschichte von Autumn Rose mitnichten nach den Ereignissen aus Band 1 stattfindet, sondern ungefähr zur gleichen Zeit wie der erste Teil. Bis kurz vor Schluss erlebt man also gewisse Ereignisse doppelt und die Hauptstory wird kaum vorangetrieben. Das war für mich verwirrend und ich hatte zwischendrin an meinem Gedächtnis gezweifelt, bis ich endlich auf den Trichter kam, wo genau in der Zeit wir uns befinden. Hier wären genauere Hinweise beziehungsweise ein aussagekräftigerer Klappentext sehr hilfreich gewesen.

Die Hauptgeschichte wird erst auf den letzten 100 Seiten fortgeschrieben und da dann teilweise im Zeitraffer. Hier hätte ich mir wiederum mehr Gelassenheit gewünscht, denn ich fühlte mich teilweise durch die Ereignisse getrieben.

Der Schluss lässt auf einen 3. Band schließen und ich hoffe, dass dieser sich an die Ereignisse anschließt und nicht zum dritten Mal eine teilweise bekannte Geschichte erzählt.

Der Stil von Abigail Gibbs ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise passt sehr gut zu ihren jugendlichen Protagonisten.


Fazit: der 2. Band hat mich erst zum Schluß einigermaßen zufrieden gestellt. Daher kann ich ihn nur eingeschränkt empfehlen.


Ein großes Dankeschön an den Piper-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches!

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