18. November 2014

Wenn dir das Schicksal noch eine Chance gibt...

Eine himmlische Begegnung
von Guillaume Musso

Eine Leseprobe findet ihr hier

Juliette Beaumont steht kurz vor ihrer Abreise aus New York. Sie hat es im Big Apple nicht geschafft Fuß zu fassen und will nun wieder in ihre Heimat Frankreich zurückkehren. Ein letzter Besuch auf dem Time Square verändert jedoch ihr Leben: sie begegnet Sam, einem verwitweten Kinderarzt, und erlebt mit ihm einen traumhaften Abend und ebenso traumhafte Nächte. Am Flughafen verabschieden sich die beiden, obwohl sie fühlen, dass sie füreinander bestimmt sind. Juliette steigt in den Flieger und Sam erfährt Stunden später, dass der Flieger abgestürzt ist! Doch das Schicksal gewährt den beiden einen Aufschub...

"Eine himmlische Begegnung" war mein erster Roman von Guillaume Musso und er hat mich begeistert. Ich hatte zunächst eine einfache Geschichte fürs Herz erwartet und habe etwas ganz zauberhaftes bekommen.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben, jedoch hat man beim Lesen das Gefühl, als schwebe man über den Dingen, wie ein unsichtbarer Beobachter, der die Zukunft schon kennt, aber nur Andeutungen von sich gibt. Diese Art der Erzählung hat mir sehr gut gefallen, denn ich fühlte mich wie ein guter Geist, der Juliette und Sam begleitet hat.

Der Roman selbst beginnt stürmisch, herzlich und herrlich kitschig. Dennoch wandert Guillaume Musso perfekt auf dem Grat zwischen romantischer Erzählung und übertriebener Schnulze. Ich habe direkt mit Sam und Juliette mitgefühlt, mitgefiebert und mich gefreut, als es zwischen den beiden gefunkt hat.

Im Verlaufe der Geschichte wird aus dem Liebesroman eine Begebenheit, die zeigt, wie stark die Liebe auf den ersten Blick sein kann und was Menschen bereit sind zu tun, um ihrer großen Liebe nahe zu sein. Dabei bedient sich der Autor sogar himmlischen Boten, die nichts engelhaftes an sich haben, aber einfach perfekt zur Story passen.

Bis zum Ende hält der Zauber von Musso an und mit dem Finale hat er mich nochmals verzaubert und berührt.

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise hat etwas leicht neckisches an sich, aber er wird nie schmalzig oder übertrieben schnulzig. Das hat mir sehr gut gefallen.


Fazit: "Eine himmlische Begegnung" eignet sich perfekt für verschneite Wintertage. Wer mal wieder etwas fürs Herz lesen möchte, ist hier genau richtig.


Ein großes Dankeschön an den Piper-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches.

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