Mittwoch, 31. Dezember 2014

Wenn die Sorgen von sinnlichen Gedanken überlagert werden...

VerkehrsVerbot
von Linda Calore

Eine Leseprobe findet ihr hier

Isabella führt mit ihren Freunden Lydia, Marlene und Marco eine kleine Gemeinschaftspraxis, in der sie psychologische Gespräche, Channeling, Yoga und Massagen anbieten. Diese Gemeinschaft klappt hervorragend, bis ihnen eine Anzeige wegen Kurpfuscherei und sexueller Belästigung ins Haus flattert. Alle vier sind geschockt. Und für Isabella ist es noch schlimmer, da sie erst ihren Freund Stefan, den sie abgöttisch liebt, beim Cybersex mit einer anderen erwischt. Wie sollen die 4 Freunde ihr Leben nur wieder auf die Reihe bekommen?

"Verkehrsverbot" ist das Debüt von Linda Calore und lässt mich zwiegespalten zurück. Die Autorin hat ein tolles Talent zum Erzählen, jedoch kann mich die Geschichte nicht vollends überzeugen.

Die Story wird von den vier Freunden selbst erzählt. Sie wechseln sich kapitelweise ab und erzählen aus ihrem Alltag, ihren Erlebnissen und auch ihren erotischen Fantasien. Dabei nimmt die Erotik einen sehr großen Teil der Schilderungen ein. Dadurch gerät die eigentliche Geschichte in den Hintergrund.

Und da bin ich auch schon an dem Punkt, der mir nicht gefallen hat und mich schlußendlich dazu brachte, die letzten 100 Seiten nur noch querzulesen: obwohl Linda Calore einen ansprechenden Stil hat, fließen die erotischen Szenen nicht einfach in die Geschichte ein, sondern werden mit der Holzhammermethode reingepresst.
Egal, in welcher Situation sich die Figuren befinden, überall schwingt die Erotik mit. Mal nur als Andeutung, doch meist wirklich als alles überdeckendes Bild. Dabei kommt es höchst selten zum Verkehr an sich. Viel mehr hungern die Charaktere nach Lust und Erotik und lassen dabei ihren Gedanken freien Lauf. Das finde ich an sich nicht schlecht, ist es doch spannend zu erfahren, was Isabella, Lydia, Marlene und Marco denken. Doch ihre Gedanken scheinen nur von diesem Thema beherrscht zu werden. Das ist schade.

Die Hintergrundgeschichte gerät dadurch fast in Vergessenheit. Das ist echt schade, denn sie bietet viel Potenzial. Zudem hat Linda Calore allen Figuren ein feuriges Temprament mitgegeben, das sie auch in Form von Anschreien und Ausflippen sehr gut ausleben. Auch hier wäre weniger manchmal mehr gewesen. Alles in allem wirkt der Roman wie eine in Papier gepresste Form von "Darf ich bei Ihnen ein Rohr verlegen?"

Was ich aber unbedingt positiv hervorheben möchte, ist der toll zu lesende Stil der Autorin. Linda Calore haucht ihren Figuren durch ihre freche und unkomplizierte Erzählweise glaubwürdig Leben ein. Besonders Isabella ist mir dadurch sympathisch geworden, denn sie spricht so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Toll!


Fazit: auch wenn mich "Verkehrsverbot" nicht direkt gefangen nehmen konnte, kann ich mir gut vorstellen, eine andere Geschichte der Autorin zu lesen.

Montag, 29. Dezember 2014

Blogger Weihnachtswichteln

(Quelle: www.lilstar.de)

Hallo Ihr Lieben,

ich habe bei der lieben Nicole von About Books beim Blogger Wienachtswichteln mitgemacht. Nicht nur zu Weihnachten, sondern generell LIEBE ich Geschenke. Daher konnte ich es auch kaum erwarten, mein Päckchen auszupacken. Aber zunächst:

Danke liebe Tine von buchstabengeflüster!

Tine war meine Wichtelmama und hat mir mit ihrem Paket eine sehr sehr große Freude gemacht. Wollt ihr wissen, was drin war?

In Tirol ist die Welt noch in Ordnung...eigentlich

Veilchens Winter
(Valerie-Mauser-Krimis Band 1)
von Joe Fischler

Eine Leseprobe findet ihr hier

Valerie Mauser, von ihrem besten Freund auch Veilchen genannt, übernimmt die Leitung eines Teams in Innsbruck. Raus aus Wien und nach Tirol versetzt erhofft sie sich mehr Ruhe und wenig Stress. Doch schon ihr erster Fall zeigt Valerie die hässlichen Seiten Tirols: Landeshauptmann Freudenschuß bittet sie um diskrete Ermittlungen in einem Entführungsfall. Die kleine Tochter eines russischen Oligarchen wurde gekidnappt und nun fordern die Täter mehrere Millionen. Die Polizei soll dabei nicht hinzugezogen werden. Valerie macht sich an die Arbeit und muss schon bald erkennen, dass auch die Schönen und Reichen nur mit Wasser kochen...

"Veilchens Winter" ist das Krimidebüt von Joe Fischler. Der Autor bloggte zwar schon eine ganze Weile und schreibt auch Sachbücher und der Krimi ist sein Debüt als Romanautor. Und das hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet, jedoch folgt man zum Großteil der Ermittlerin Valerie Mauser, deren erster Fall sie direkt in die High-Society von Tirol führt. Dabei muss Veilchen schnell lernen, dass in solchen Kreisen nichts geheim bleibt, was Ermittlungen angeht, aber alles verschwiegen wird, was zur Lösung des Falls beitragen könnte. Doch Valerie wäre nicht Valerie, wenn sie sich davon unterkriegen lassen würde.

Durch ihren Kampfgeist, ihr Selbstbewusstsein und auch ihre leichte Selbstironie ist mir Veilchen direkt ans Herz gewachsen. Joe Fischler gibt seinen Lesern auch einen kleinen Einblick in das Privatleben seiner Ermittlerin, die sich mit einer verwitweten Mutter und einer hochmoralischen Schwester rumplagen muss. Diese Einblicke machten mich neugierig und ich hoffe, dass man in den Folgebänden mehr über Valeries Familie erfährt.

Neben Veilchen hat es auch eine andere Figur geschafft, sich in mein Herz zu schleichen: Valeries bester Freund Stolwerk. Diesen Hünen von Mann mit einem Herz aus Gold muss man einfach lieb haben, auch wenn die Gags, die er reißt, schon von den Ägyptern wieder aus den Steintafeln entfernt wurden.

Auch die Geschichte selbst ist spannend und fesselnd. Joe Fischler übertreibt es nicht mit Action, sondern lässt Veilchen einfach ihre Arbeit tun, was für mich mal eine angenehme Abwechslung war. Zudem wirkten dadurch die Ermittlungen realitätsnah und der Zauber Tirols konnte richtig gut zur Geltung kommen.

Das Finale war für mich rund und stimmig. Der Fall wird gelöst und dennoch gibt es so einige offenen Fragen zu Valerie Mauser selbst und ihrem Team, dass ich schon gespannt auf einen weiteren Teil bin.

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist unaufgeregt, entspannt und mit leichtem Humor. Ich habe bei der Lektüre sowohl gelacht als auch mit den Figuren gebangt. So muss das sein.


Fazit: ein toller Krimi, der hoffenltich noch ganz viele Nachfolger bekommt. Eine klare Leseempfehlung!

P.S.: beim Schreiben der Rezension habe ich den Songs gelauscht, die Joe Fischler auch noch selbst geschrieben und gesungen hat. Ein Multitalent der Gute. Wer auch mal reinhören will, bitte hier klicken.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Geheimtipps aus meinem Bücherregal


Hallo Ihr Lieben,

im Voting habt ihr für "Geheimtipps aus meinem Bücherregal" gestimmt. Und die möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Im Bild seht ihr meine 3 Geheimtipps, also Bücher, von denen ich glaube, dass sie unberechtigt zu wenig Beachtung erfahren.

Das neue Buch Genesis von Bernard Beckett
Dieses Buch hatte ich nur aufgrund einer Empfehlung überhaupt näher angeschaut. Bei den nur knapp 180 Seiten dachte ich mir auch, ich kann nichts falsch machen. Allerdings hat mich die Geschichte so geflasht, dass ich danach erstmal nichts anderes lesen konnte und lange über das Buch nachgedacht habe. Ich war und bin immer noch erstaunt, wie der Autor es auf so wenig Seiten geschafft hat mich vollkommen umzuhauen.

Books & Braun: Das Zeichen des Phönix von Pip Ballantine und Tee Morris
Mit diesem Steampunk-Roman hat meine Liebe zu dem Genre angefangen. Während Braun sich bombend durchs Leben schlägt, ist Books mehr der verschrobene und hoch akkurate Buchhalter. Die Mischung dieser beiden Charaktere sorgt für mächtig Spannung und Witz. Wer also einfach mal lachen will und gleichzeitig London erkunden möchte, sollte hier zugreifen.

Du und ich für immer von Pamela Ribon
Ein relativ aktuelles Buch, das mich vom Cover gar nicht interessiert hätte. Aber der Klappentext hat mich gereizt. Ich meine, wer ist denn bitte so verrückt und bittet seine beste Freundin darum, das eigene Leben zu übernehmen? Und auch wenn die Aufmachung eher an leichte Frauenlektüre erinnert, geht der Inhalt in meinen Augen sehr viel tiefer. Also lasst Euch nicht vom Cover in die Irre führen!

So und nun seid ihr dran: kennt ihr eines der Bücher? Wollt ihr künftig mehr Geheimtipps haben?

Liebe Grüße
Eure Denise

Vielleicht kein gutes Buch...

Dunkelsprung
von Leonie Swann

Eine Leseprobe findet ihr hier

Julius besitzt einen Flohzirkus. Und eine seltsame Erinnerung. Er soll eine Nixe retten, doch weiß er weder wie noch woraus er sie retten soll. Aber vielleicht kann ihm Elizabeth Thorne helfen, auch wenn sie zwei Hörner hat.
Green ist Privatdetektiv. Kein besonders guter, wie es scheint, schließlich kann er nicht mal einen Leguan wiederfinden. Und doch wird er von einem kleinen Mädchen und ihrem Bodyguard beauftragt, eine ältere Dame zu finden. Was tut man nicht alles für Geld...

"Dunkelsprung" ist das neuste Werk von Leonie Swann. Die Autorin ist durch ihre Schafkrimis "Glennkill" und "Garou" bei uns bekannt geworden. "Dunkelsprung" klang für mich nach einem spannenden, leicht skurrilen Märchen. Beim Lesen habe ich dann gemerkt, dass das Werk nur eines war: Verwirrend.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben. Man folgt verschiedenen Figuren und bekommt somit Einblicke in ihren Alltag. So dressiert man mit Julius Flöhe, ermittelt mit Green oder ist sogar mal als Floh unterwegs. Die Idee fand ich gar nicht übel, denn wer kann von sich schon behaupten, die Ansichten eines Flohs zu kennen? Das war für mich auch schon das Highlight des Romans.

Denn die Story selbst beginnt verwirrend, geht verworren weiter und endet genau so, wie sie angefangen hat: mit einem dicken Fragezeichen. Bis weit über die Hälfte des Buches wusste ich gar nicht, was manche Personen wollten und warum sie so sind, wie sie sind. Ich mag Übersinnliches und auch leicht abgedrehtes, doch in "Dunkelsprung" war es einfach zu viel.

Leonie Swann führt sehr viele Figuren ein, manche nur kurz, manche darf man länger begleiten, aber keine wird in meinen Augen wirklich gut beleuchtet. Ich konnte zwar zu Green eine Beziehung aufbauen, weil er einen größeren Abschnitt lang die Hauptperson war, aber auch diese Beziehung endete, als er auf Julius und seine Begleiter traf. Für mich waren es einfach zu viele und dazu zu außergewöhnliche Figuren. Hier hätte es der Geschichte gut getan, wenn sich die Autorin auf wenige beschränkt hätte. So hätte der Zauber auch auf mich überspringen können. Denn dass Swann kreativ ist, hat sie ja bewiesen.

Ich habe durchaus schon Bücher gelesen, bei denen es keinen roten Faden kam und mich dennoch sehr gut unterhalten gefühlt. Hier war das leider nicht der Fall. Die Autorin erzählt mit sehr viel Liebe zum Detail und auch sehr fantasiereich. Und stellt sich somit selbst ein Bein. Denn was nützt die märchenhafteste Sprache, wenn es zu viel von ihr gibt?

Statt ihren Zauber durch kleinere Dosen wirken zu lassen, wird man während des ganzen Romans mit Fantasie und Magie überschüttet, so dass man gar nicht weiß, wohin man zuerst schauen soll. Für mich war das nervend und zum Schluss hin war ich nur einfach froh, dass ich mich dem Ende genähert habe. Hätte ich das Buch nicht zusammen mit anderen gelesen, wäre es schon nach der Hälfte in die Ecke geflogen.

Fazit: Leonie Swann und ich, das wird in diesem Leben nichts mehr. Ich kann das Buch leider nicht empfehlen.

Wir blubbern durch die Weihnachtszeit #7

(Quelle: Ankas Geblubber)

Hallo Ihr Lieben,

und schon ist er da, der letzte Blubbertag. Ich bin ein wenig traurig, dass die Woche schon vorbei ist, denn es hat mir riesigen Spaß gemacht. Aber nun schaue ich mal, was Anka sich für den Sonntag ausgedacht hat:

Sonntag, 28.12.2014
  • Drehe eine Abschiedsrunde und statte mindestens 10 Blogs von der Teilnehmerliste einen Besuch ab. (check)
  • Wie hat dir unsere Communitywoche gefallen? Wie viele Bücher hast du gelesen? Verfasse ein Fazit.
  • Lies heute, am letzten Tag der Woche, mehr Seiten, als du am ersten Tag der Woche geschafft hast.
  • Sollte es ein aktuelles Gewinnspiel, eine Aktion oder eine Challenge auf deinem Blog geben, für die du Teilnehmer/Mitstreiter suchst, nutze die Möglichkeit, um sie heute noch mal lautstark zu bewerben. 

Samstag, 27. Dezember 2014

Wir blubbern durch die Weihnachtszeit #6

(Quelle: Ankas Geblubber)

Hallo Ihr Lieben,

schon ist der 6. Tag bei Ankas Aktion angebrochen. Da werde ich fast ein wenig wehmütig, dass es morgen schon vorbei ist. Denn bisher hatte ich sehr viel Spaß und habe viele neue Blogs kennengelernt. Die heutigen Aufgaben lauten:

Samstag, 27.12.2014
  • Statte mindestens 5 Blogs von der Teilnehmerliste einen Besuch ab und hinterlasse je einen Kommentar unter einem Beitrag, der nichts mit dieser Aktionswoche zu tun hat. (check)
  • Lies 1 Stunde am Stück. Wie viele Seiten schaffst du? (check)
  • Verfasse den Gewinner-Blogbeitrag aus deinem Voting und veröffentliche diesen heute oder morgen (check)
  • ab 21:00 Uhr wollen wir gemeinsam lesen. Wenn du Zeit und Lust hast, geselle dich im Facebook-Event oder bei Twitter mit dem Hashtag #blubberxmas zu uns. (check)

Freitag, 26. Dezember 2014

Wir blubbern durch die Weihnachtszeit #5

(Quelle: Ankas Geblubber)

Hallo Ihr Lieben,

schon ist der 5. Tag des Blubberns angebrochen. Die Zeit rast. Hier kommen die Aufgaben, die es diesmal echt in sich haben:

Freitag, 26.12.2014
  • Statte wieder 5 Blogs von der Teilnehmerliste einen Besuch ab, auf denen du bisher noch nicht vorbeigeschaut hast und hinterlasse einen Kommentar. (check)
  • Lesechallenge: Beende dein aktuelles Buch!
  • Liste 5 Ideen auf, über die du einen Blogbeitrag schreiben würdest (Neuzugänge, Jahresrückblick, Rezension,...) und lass uns heute abstimmen, über welches dieser Themen du am Wochenende einen Post veröffentlichst. (check)

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Dein Leben ist nicht sicher...

Denn du gehörst mir
von Jane Lythell

Eine Leseprobe findet ihr hier

Kathy könnte nicht glücklicher sein: sie ist gerade Mutter eines kleinen Jungen geworden, glücklich verheiratet und zudem Chefredakteurin bei einem Architekturmagazin. Ihre Arbeit macht ihr Spaß und sie versteht sich mit allen aus ihrem Team. Naja, bis auf Heja. Die kühle Finnin betrachtet Kathy mit Missgunst und Verachtung. Dabei ahnt Kathy nicht, wie weit diese Gefühle bei Heja wirklich reichen...

"Denn du gehörst mir" ist das Debüt von Jane Lythell. Bevor sie mit dem Schreiben anfing, war sie beim Fernsehen beschäftigt. Ihren Roman fand ich beängstigend und ich hatte beim Lesen so manches Mal große Augen vor Entsetzen.

Die Geschichte wird abwechselnd von Kathy und Heja erzählt. Während man mit Kathy versucht, den Alltag zu meistern und dabei auch noch eine gute Mutter und Ehefrau zu sein, stalkt man mit Heja die junge Mutter und vergreift sich mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit an ihrer Privatsphäre.

Jedes Kapitel zeigt sehr deutlich, wie unterschiedlich die beiden Frauen sind. Bei Heja spricht aus jedem Satz Kälte, Missgunst, Verachtung und das Wissen, etwas besseres zu sein. Kathy hingegen ist geplagt von Ängsten und macht so viele Gefühle durch, dass einem als Leser manchmal der Kopf schwirrt. Jane Lythell hat hier 2 Figuren erschaffen, die sehr gegensätzlich sind und bringt diese Zwei gekonnt zusammen. Ich hatte beim Lesen oft ein beklemmendes Gefühl, da Heja bei jeder ihrer Aktionen so ungerührt ist, während sie genau weiß, was sie damit in Kathys Leben anrichten kann.

Die Story selbst gönnt sich im Mittelteil eine Verschnaufpause. Das fand ich schade, denn der Anfang hat mich direkt begeistert und auch das Ende war für mich sehr gut gewählt. Zudem überzeugten mich die Handlungen der 2 Personen. Ich konnte beide verstehen, was mir bei Heja ein wenig Angst bereitet hat. Die Autorin übertreibt die Aktionen ihrer Figuren nicht und führt den Leser behutsam an jede Steigerung heran. Umso schockierender sind dann auch deren Ausführungen.

Der Stil von Jane Lythell ist sehr gut und flüssig zu lesen. Sie versetzt sich gekonnt in die gefühlsbetonte Kathy sowie in die eiskalte Heja. Ich finde es erstaunlich, wie ein und die gleiche Autorin zwei so unterschiedliche Frauen erschaffen und überzeugend erzählen lassen kann.


Fazit: ein Roman, der durch seine Ruhe und Selbstverständlichkeit erschreckt. Eine klare Leseempfehlung.


Ein großes Dankeschön an den Piper-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches.

Wir blubbern durch die Weihnachtszeit #4

(Quelle: Ankas Geblubber)

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr hattet alle einen schönen und ruhigen Heiligabend mit Euren Lieben. Bei mir ging es bis in die Nacht hinein. Und es war toll! Aber damit ich nicht aus der Übung komme, sind hier auch schon die nächsten Aufgaben von Anka:

Donnerstag, 25.12.2014
  • Zeig uns bzw. erzähle uns von deinen Weihnachtsgeschenken. Was lag gestern für dich unterm Weihnachtsbaum? (check)
  • Statte 5 Blogs von der Teilnehmerliste einen Besuch ab, auf denen du bisher noch nicht vorbeigeschaut hast und hinterlasse einen Kommentar. (check)
  • Heute soll wieder bewusst gelesen, aber nicht unbedingt für dich. Findest du jemanden, dem du vorlesen kannst? Eine weihnachtliche Geschichte oder den Beginn eines neuen Buches? Wenn nicht, dann gönn du dir eine Stunde bewusste Lesezeit ohne Ablenkung. (check)

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Zauberhafte Geschichte um die Herkunft des Weihnachtsmannes

Wunder einer Winternacht
von Marko Leino

Eine Leseprobe findet ihr hier

Nikolas lebt mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Ada auf einer winzigen Insel vor der Küste. In einer stürmigen Nacht erkrankt Ada und die Eltern entschließen sich, mit der Kleinen ins Dorf zu fahren. Nikolas soll allein in der Hütte bleiben und das Feuer hüten. Das tut der älteste Sohn auch. Tagelang. Bis 2 Männer kommen und ihm die traurige Nachricht überbringen, dass seine Eltern und Ada verunglückt sind. Zum Waisen geworden, wird Nikolas mit ins Dorf genommen. Und dort entscheidet man sich, dass er von nun an jedes Jahr in einer anderen Familie leben soll. Sein Umzug findet immer Weihnachten statt. Und damit wird der Beginn einer wunderschönen Tradition eingeläutet...

"Wunder einer Winternacht" ist ein Roman von Marko Leino, der zugleich auch verfilmt worden ist. Mir waren bis zur Lektüre weder Film noch Buch bekannt. Und dennoch hat mich die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen.

Aus der Erzählersicht begleitet man Nikolas durch die Jahre. Man erlebt, wie der 5-Jährige seine Eltern verliert, wie er in den folgenden Jahren im Dorf herumgereicht wird und schließlich mit 13 zu einem mürrischen Tischler in die Lehre geht. Dabei erlebt man auch die Trauer Nikolas', seine Freude und Herzensgüte sowie die Reifung seiner Idee, den Kindern im Dorf jedes Jahr eine Freude zu bereiten. Gefühlvoll und langsam führt die Erzählung zu dem entscheidenden Punkt, an dem aus Nikolas der Weihnachtsmann wird.

Die Geschichte ist so wunderschön und märchenhaft erzählt, dass sie nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene verzaubern kann. Sicherlich hat sich jeder von uns schon mal gefragt, woher der Weihnachtsmann kommt und was er gemacht hat, als er noch nicht so alt war? Marko Leino greift eine Möglichkeit auf, die für mich schlüssig klingt. Am Ende des Buches konnte ich nur sagen: Ja, so muss es gewesen sein. Und gibt es was schöneres?

Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten und jedes ist, wie ein Adventskalendertürchen, mit Nummern überschrieben. So kann einen das Buch auch über die gesamte Adventszeit begleiten und als Kalender in Buchform fungieren. Eine feine Idee.

Der Stil von Marko Leino ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise hat mich von Beginn an verzaubert und er erzählt mit so viel Liebe zum Detail, dass ich teilweise das Klingen der Glöckchen hören konnte. So muss das sein!


Fazit: ein wundervoll weihnachtliches Buch. Ich kann es nur empfehlen. HO HO HO!

Wir blubbern durch die Weihnachtszeit #3

(Quelle: Ankas Geblubber )

Hallo Ihr Lieben,

erst einmal: Frohe Weihnachten!
Heute ist Tag 3 der Blubberei (welch ein Reim ;) ) und Anka stellt diesmal nur 2 Aufgaben. Schließlich ist Weihnachten.

Mittwoch, 24.12.2014
  • Erzähle uns kurz, wie du den heutigen Tag verbringen wirst. Wie feierst du Weihnachten? Wie läuft der Tag traditionell bei dir ab? Was gibt es zu essen? (check)
  • Hinterlasse auf 5 teilnehmenden Blogs liebe Weihnachtsgrüße (check)

Updates
14.25 Uhr: Mittagschlaf ist erledigt, jetzt schnarchen hier die beiden Miezen wieder. Ich merke schon, ihr mögt die Baumgeschichte. Was wären wir ohne diese kleinen Anekdoten, so wie damals als Onkel Hubert....na lassen wir das ;) Das von euch gevotete Buch "Denn du gehörst mir" gefällt mir bisher sehr gut und ich will jetzt unbedingt weiter lesen.

10.15 Uhr: Ich habe Mitleid mit den Zustellern, die heute noch raus müssen. Aber muss man mich deswegen aus dem Bett klingeln? *grummel* Jetzt hocke ich hier, halbwach und kann nicht mehr schlafen. Dafür habe ich schon die Süßigkeiten rausgeholt und blubbere jetzt durch das Internet. Meine weihnachtlichen Grüße habe ich heute bei Nicole von about books, Denise (immer noch ein toller Name :D ) von Little Dragon's Library, Jana von Zauberhafte Welt der Bücher, Jacqueline von Booknaerrisch und Nicole von Goldkindchen da gelassen. Vielleicht kommen im Laufe des Tage noch weitere dazu. 

2.20 Uhr: Es ist Heiligabend und eigentlich sollte ich schon längst im Bett sein. Aber im Internet ist es einfach zu spannend *kicher* Tja, wie läuft Weihnachten bei mir ab?
Eigentlich sehr ruhig und unaufgeregt. Ich renne nicht zur Christmett, sondern genieße den Abend im Kreise meiner Lieben. Mein Tannenbaum steht auch schon. Zum zweiten Mal -.- Denn einer meiner Stubentiger (ich vermute stark, die Katze) war der Meinung, dass es total genial ist, den voll geschmückten Baum umzuwerfen. Als ich das Chaos morgens entdeckte, wusste ich nicht, ob ich schreien, weinen oder lachen soll. Ich war sogar kurz davor, aus der Katze einen Muff zu machen. Das Positive: die Katze lebt noch und schnarcht sich durch die Weihnachtszeit.
Das Negative: mein Baum hat nun nur noch Lichter und ein paar Zuckerstangen. Meinen Schmuck habe ich für dieses Jahr bereits wieder weggeräumt.
Zu essen gibt es heute abend traditionell Kartoffelsalat mit Wiener. Das große Fressen beginnt erst morgen.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Was tun, wenn Luzifer zurückkehrt?

Teufel
von Markus Tillmanns

Eine Leseprobe findet ihr hier

Ein Komet rast auf die Erde zu. Doch kurz bevor es zum Einschlag kommt, stoppt der Komet und verändert seine Richtung. Sein Ziel ist Köln. Abfangjäger können nichts ausrichten. Über dem Domplatz in Köln kommt die mysteriöse Erscheinung zum Stehen. Menschenmassen sammeln sich. Und das Objekt gibt sein Geheimnis preis. Langsam senkt sich ein wunderschöner Engel auf den Platz hinab. Die Massen sind begeistert, jubeln und knien nieder. Bis auf einen: Tabarie, seines Zeichens Journalist, sieht gar nicht, vor dem Wesen niederzuknien. Im Gegenteil, er befragt den Engel. Er will seinen Namen wissen. Die Antwort überrascht nicht nur ihn. Der Name des Engels lautet Luzifer...

"Teufel" ist mein erstes Buch von Mark Tillmanns und es hat mir sehr gut gefallen. Der junge Autor hat sich dem Thema Engel und übersinnliche Wesen angenommen und stellt sich die Frage: Was würde passieren, wenn wir tatsächlich Besuch von einem himmlischen Wesen bekämen?

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben. Dabei folgt man in jedem Kapitel mal Tabarie, mal Luzifer. Wobei dieser höchst selten selbst in Erscheinung tritt. Meist lässt er seine menschlichen Stellvertreter für sich agieren. Tabarie hingegen ist sehr präsent, kann er doch nicht glauben, dass Luzifer nur gutes im Sinn hat. Ganz Journalist ermittelt und recherchiert er, auch wenn weder seine Chefin noch der Rest der Republik daran ein Interesse zu haben scheint.

Die Story selbst ist unaufgeregt, dadurch aber nicht weniger spannend. Mark Tillmanns zeichnet ein durchaus realitätsnahes Bild der Gesellschaft und ihrem Willen, an Übernatürliches oder Göttliches zu glauben. Nur einer Figur erlaubt er Widerstand zu leisten. Und genau das macht den Roman so spannend. Wie verteidigt man seine eigene Meinung, wenn die gesamte Welt etwas anderes glaubt?

Die Hauptfigur Tabarie war mir von Beginn an sympathisch. Der Journalist wirkte auf mich direkt menschlich, voller Emotionen und mit einem scharfen Verstand gesegnet. Dennoch hat auch er seine Fehler, was ihn nur lebensnäher macht.

Mark Tillmanns verzichtet auf große Spezialeffekte oder Actionszenen. Zwar gibt es in "Teufel" die ein oder andere durchaus hollywoodreife Szene, diese sind aber passend zum Roman rar gesät und gut dargestellt.

Das Ende hat mich verblüfft. So hatte ich gar nicht auf die Geschichte geschaut und im Nachgang deckte sich für mich so einiges auf. Toll!

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist ruhig, sachlich, aber dennoch so fesselnd, dass ich nach jedem Kapitel wissen wollte, wie es weitergeht.


Fazit: ein teuflisch gutes Buch, dass für mich aus der Masse heraussticht. Wer mal eine andere Art von Fantasy lesen möchte, sollte zugreifen.

Wir blubbern durch die Weihnachtszeit #2

(Quelle: Ankas Geblubber )

Hallo Ihr Lieben,

und schon beginnt Tag 2 bei der fröhlichen Blubberei durch die Weihnachtszeit. Und weil Geduld noch nie meine Stärke war, starte ich schon jetzt mit den neuen Aufgaben.

Dienstag, 23.12.2014
  • Lies heute mindestens 100 Seiten. (check)
  • Besuche 5 Blogs, die du auf der Teilnehmerliste findest und hinterlasse jeweils 1 Kommentar (check)
  • Bereite ein SuB-Voting vor. Zeig uns mindestens 3 Bücher, die du als nächstes lesen möchtest und lass uns per Vote in den Kommentaren (oder auch gern in den Social Medias) entscheiden, welche deine nächste Lektüre sein wird (check)

Montag, 22. Dezember 2014

Wir blubbern durch die Weihnachtszeit

(Quelle: Ankas Geblubber )

Hallo Ihr Lieben,

die Zeit rast nur so dahin und schon ist es fast Weihnachten. Aus diesem Anlass hat sich Anka von Ankas Geblubber eine kleine feine Aktion für die Weihnachtswoche ausgedacht. Und bei Aktionen bin ich immer gern dabei. Jeden Tag wird es nun kleine Aufgaben geben, die Spaß bringen sollen. Diese werde ich hier posten und berichten, wie es mir damit ergangen ist.

Montag, 22. Dezember 2014
  • Veröffentliche eine Blogbeitrag, in dem du deine Updates festhalten kannst (check)
  • Gönne dir mindestens 1 Stunde bewusste Lesezeit (check)
  • Besuche 5 Blogs, die du auf der Teilnehmerliste findest und hinterlasse jeweils 1 Kommentar (kein SPAM bitte, aber das versteht sich von selbst, oder?) (check)
Updates
irgendwann am Vormittag:
So, Aufgabe 3 gefällt mir schon mal. Daher habe ich folgende Blogs besucht:
- Sarah von Lesebonbons
- Uwe von Uwes Leselounge
- Grinsemietz von Grinsemietz
- Diner von The Nerd's Heart
- Denise (eine Namensvetterin wie schön :) ) von Little Dragon's Library

Der schwächste Strobel

Das Dorf
von Arno Strobel

Eine Leseprobe findet ihr hier

Bastian bekommt einen panischen Anruf seiner Ex-Freundin. Anna stammelt etwas von Entführung, einem kleinen Dorf in der Müritz und dass Bastian sie retten müsse. Noch bevor er begreifen kann, was los ist, ist Anna weg. Kurze Zeit später klingelt sein Handy wieder und eine männliche Stimme teilt ihm mit, dass er Anna vergessen soll. Das kann Bastian nicht und verständigt die Polizei. Diese kann aber nichts weiter finden. Und so macht sich Bastian mit seinem besten Freund Safi selbst auf die Suche nach Anna. Dabei geraten die beiden in ein Dorf, das in der Zeit stehen geblieben zu sein schien. Und auch die Bewohner sind mehr als merkwürdig...

"Das Dorf" ist der neuste Thriller von Arno Strobel. Einige seiner Werke liegen noch auf meinem Zu-Lesen-Stapel. Und "Das Skript" fand ich toll. Doch mit seinem neusten Buch konnte er mich so gar nicht begeistern. Vielleicht waren aber auch nur meine Erwartungen zu hoch?!

Die Geschichte wird zwar aus der Erzählerperspektive wiedergegeben, jedoch folgt man nur der Hauptfigur Bastian. Dieser macht sich nach dem panischen Anruf seiner Ex, mit der er 4 Wochen zusammen war, auf die Suche nach ihr und landet dabei in einem Dorf, das ihn das Fürchten lehrt. Abgeschnitten von der Außenwelt passieren dort Dinge, die sich Bastian nicht erklären kann. Und er trifft dort auf Ablehnung, Angst und eine geheimnisvolle Sekte, die Rituale vollzieht.

Diese Grundideen klingen durchaus interessant, sind aber von Arno Strobel nicht gut umgesetzt.

Zum Einen mochte bei mir nicht die unheimliche und gruselige Stimmung aufkommen, die der Autor mit seinen Erzählungen durchaus beabsichtigt hatte. Zwar lief es mir ab und an schon kalt den Rücken runter, aber eine durchgängige Gruselatmosphäre wollte nicht aufkommen. Das mag auch daran liegen, dass mir die Figur von Bastian den gesamten Roman über fremd blieb. Ich konnte keine Bindung zu dem Mann aufbauen. Und dadurch war mir sein Schicksal auch gleichgültig.

Zum Anderen gab es mir in der Geschichte selbst zu viele Ungereimtheiten. Ich möchte nicht alle aufzählen, da manche erst im Laufe der Story relevant werden. Dennoch hier eine kleine Auswahl:

  • Bastian erreicht die Polizei nicht, da er kein Netz hat. In einem dünn besiedelten Gebiet nicht ungewöhnlich. Allerdings funktioniert der Notruf auch ohne Netzabdeckung.
  • Die Hauptfigur will seine Ex-Freundin retten, obwohl er mit ihr nur 4 Wochen zusammen war und sie ihn verlassen hat. Dadurch, dass ich Bastian nicht nahe kommen konnte, wirkte dieses Verhalten auf mich unlogisch.
  • Als Bastian merkt, dass er die Polizei nicht erreichen kann, macht er sich zu Fuß auf dem Weg zur nächsten Hauptverkehrsstraße, sondern bleibt im Dorf und vertraut fast blind einer Bewohnerin. Und das, obwohl er dem gesamten Dorf skeptisch gegenüber steht.
  • Im Verlauf der Geschichte gibt es immer wieder Dinge, die sich Bastian nicht erklären kann. Und er akzeptiert dann die Lösung, die ihm präsentiert wird, obwohl diese doch abstrus klingt. Da hätte ich etwas anderes von ihm erwartet.

Das Ende hat mich überrascht und reißt somit meinen Gesamteindruck ein wenig heraus. Allerdings gibt es auch dort Erklärungen, die mir zu einfach erscheinen. Hier hätten mehr Details nicht nur Sinn ergeben, sondern wären in meinen Augen auch dringend notwendig gewesen. Denn so bleibe ich ratlos und enttäuscht zurück.

Der Stil von Arno Strobel ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist ruhig und unaufgeregt. Und obwohl ich zwischendrin das Interesse verloren hatte, wollte ich doch wissen, wie es mit Bastian zu Ende geht.


Fazit: "Das Dorf" ist der für mich schwächste Strobel. Aus der Geschichte hätte man so viel machen können. Schade!

Sonntag, 21. Dezember 2014

Ein sinnlicher Neubeginn

Beautiful Stranger
(Beautiful - Reihe Band 2)
von Christina Lauren

Eine Leseprobe findet ihr hier

Sara verlässt Hals über Kopf Chicago um in New York neu anzufangen. Ihre Freundin Chloe hat zum Glück noch einen Job für sie, so dass sie direkt mit ihrer Karriere starten kann. In einem Club begegnet sie Max, der für sie zu diesem Zeitpunkt einfach nur ein wunderschöner Fremder zum Vögeln ist. Umso schockierender ist es für Sara, als sie Max in der Firma wiedersieht. Es entwickelt sich eine Affäre zwischen den beiden. Doch kann diese Bestand haben?

"Beautiful Stranger" ist der 2. Band der Beautiful-Reihe von Christina Lauren. Hinter diesem Pseudonym verbergen sich die Autorinnen Christina Hobbs und Lauren Billings. Der Einfachheit halber werde ich aber von der Autorin sprechen, sonst komme ich komplett durcheinander.

Obwohl ich Band 1 mit dem Titel "Beautiful Bastard" nicht gelesen habe, hatte ich mit dem zweiten Teil keine Probleme. Vorwissen ist also nicht notwendig.

Die Geschichte wird kapitelweise von Sara und Max erzählt. Dabei beschreiben die beiden nicht eine Szene aus 2 Perspektiven, sondern treiben die Story weiter voran. Diese Idee des Erzählens hat mir sehr gut gefallen, da ich mich dadurch sowohl in Sara als auch in Max versetzen konnte.

Der Roman selbst sprüht vor Erotik und Sex. Max und Sara gehen schon auf den ersten Seiten direkt in die Vollen. Wer hier auf Romantik und keusches Annähern gehofft hatte, ist komplett falsch. Die beiden leben ihre Fantasien gemeinsam aus. Und diese Fantasien sind keinesfalls jugendfrei. Und dennoch bleibt Christina Lauren bei den Beschreibungen geschmackvoll und ästhetisch. Das hat mir gefallen.

Auch die Sprache der Figuren bleibt zum Großteil geschmackvoll und oberhalb der Gürtellinie. Wenn sie doch mal in das schmutzige Fach der Ausdrucksweise greifen, dann passiert es nicht, um zu provozieren, sondern dem Gegenüber klarzumachen, dass es nicht um Blümchensex, sondern um hemmungsloses Gebalge geht. Diese Abgrenzung fand ich gelungen und ich fühlte mich zu keinem Zeitpunkt angeekelt oder überfordert.

Die Geschichte ist bis zur Hälfte sehr intensiv, so dass ich empfehle, sie nicht am Stück zu lesen. Denn jeder Szene gebührt Aufmerksamkeit. Es geht nicht nur einfach um den Akt an sich, sondern auch darum, wie sich zwei Menschen, die sich unkomplizierten Geschlechtsverkehr versprochen haben, einander annähern. Ja, zum Schluss wird etwas arg auf die Tränendrüse gedrückt, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Der Stil von Christina Lauren ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzälweise ist ansprechend und sie bekommt den Unterschied zwischen Saras weiblichen Gedanken und Max' fast rohen Vorstellungen sehr gut hin.


Fazit: ein hocherotisches Buch, das Lust auf noch mehr Teile macht. Ich kann dieses Werk klar empfehlen.


Ein großes Dankeschön geht an den Verlag Mira
und Blogg dein Buch für die Zur-
verfügungstellung des Buches.

Ihr wollt die Geschichte von Sara und Max selbst genießen? Dann klickt hier!

Samstag, 20. Dezember 2014

Ist ein Cyborg mit Gefühlen der Untergang?

Hope - Unsere einzige Hoffnung
von Christin Thomas

Eine Leseprobe findet ihr hier

Die Menschheit hat die Erde atomar verseucht. Nur knapp 1000 Menschen konnten vom blauen Planeten fliehen und haben einen neuen Planeten gefunden: Hope. Dort leben die Menschen nun in zwei Guppen: Jäger und Techniker. Während die Jäger im Einklang mit der Natur und den außerirdischen Magiern leben, entwickeln die Techniker immer wieder neue Errungenschaften. So kommt es, dass der Wissenschaftler Robert Stanson einen Cyborg mit Gefühlen erschafft. Dieser Cyborg mit Namen Sky soll seinen Sohn Sam beschützen. Doch Robert hat die Rechnung ohne den Stadtrat gemacht und schon bald befinden sich Sam, Sky und Robert auf der Flucht. Können sie sich in Sicherheit bringen?

"Hope – Unsere einzige Hoffnung" ist das Debüt von Christin Thomas und hat mir sehr gut gefallen. Der Roman richtet sich an Jugendliche, die sich für Roboter, Zukunft und der Frage "Ab wann ist Leben Leben?" interessieren. Doch nicht nur für Jugendliche ist das Buch etwas.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben. Man folgt zum Großteil Sam, den 17-jährigen Sohn von Robert Stanson, der sich vor allem für die Geschichte der Erde und wenig für die Fortschritte seines Vaters interessiert. Das ändert sich erst, als sein Vater ihm Sky vorstellt. Sam muss erkennen, dass Sky nicht wie alle anderen Cyborgs ist. Sie fühlt, sie kann Schmerzen spüren und lernt mit viel Wissbegierde. Schonbald stellt der 17-jährige fest, dass die Cyborg zum Teil seiner Familie wird. Und das, obwohl sie nur aus Schaltkreisen besteht.

Die Story selbst beginnt mit sehr viel Ruhe und Erklärungen. Das fand ich gut, da ich mir so die Welt von Hope sehr gut vorstellen konnte. Ab und an hätte ich mir hier schon mehr Schwung gewünscht, im weiteren Verlauf wird aber deutlich, warum Christin Thomas diesen Weg gewählt hat. Je mehr der Roman fortschreitet, desto spannender wird es und desto mehr kommt auch der Leser in Bedrängnis.
Wie würde man selbst entscheiden, wenn man es in der Hand hätte, Frieden zu stiften? Würde man das Leben einer einzelnen über das Leben von Tausenden stellen? Diese Fragen haben mich während der Lektüre und darüber hinaus beschäftigt.

Die Figuren in "Hope" nehmen verschiedene Positionen ein. Während die einen gegen Cyborgs sind, wollen die anderen sie mit aller Macht verteidigen. Und dann gibt es noch die, die einfach nur in Frieden leben wollen. Und jede Einstellung konnte ich sehr gut nachvollziehen. So schaffte es die Autorin, mich mit in die herrschenden Konflikte zu ziehen, anstatt ich nur am Rande als Zuschauerin fungierte. Das fand ich großartig.

Die sich entwickelnde Beziehung zwischen Sam und Sky kommt in meinen Augen ein wenig kurz. Ich hätte mir hier mehr Szenen mit den beiden gewünscht, damit noch deutlicher wird, dass die beiden mehr verbindet als nur die Beziehung Mensch – Cyborg.

Das Ende war für mich rund und sehr gut gewählt. Durch den Epilog wird das Buch zwar abgeschlossen, jedoch könnte ich mir einen zweiten Teil oder sogar ein Prequel sehr gut vorstellen.

Der Stil von Christin Thomas ist sehr gut und flüssig zu lesen. Zu Beginn musste ich mich erst daran gewöhnen, dass die Autorin in den Kapiteln gern mal die Perspektive in den Gedanken wechselt, aber je mehr ich gelesen habe, desto einfacher wurde es für mich.


Fazit: ein toller und zugleich nachdenklich stimmender Jugendroman. Ich kann ihn empfehlen.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Ein Mops kam in dein Leben...

Ex & Mops
von Tina Voß

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Kay ist eher unglücklich an einen veganen Sportliebhaber vergeben. Von seinen mehr oder minder geistreichen Einfällen und der überwachungswütigen Schwiegermutter genervt, ergreift Kay die erste Chance zum Auszug: sie hütet für ein Jahr Wohnung und Mops ihrer Freundin Klara. Mops Bernd und Kay verbindet direkt eine Freundschaft, die sich auf Streicheleinheiten und Leberwurst aufbaut. Bis der Mops eines Tages etwas verschluckt und die Leihhundbesitzerin beim Tierarzt tausend Tode stirbt. Nach einer kurzen Behandlung geht es Bernd wieder gut und auch Kay und der Tierarzt kommen sich näher. Doch kann das gut gehen?

"Ex & Mops" ist der Debütroman von Tina Voß und hat mich unterhalten. Die Autorin hat bisher Kurzgeschichten geschrieben, bevor sie Kay und Bernd zusammengebrachte. Der Roman ist witzig, an manchen Stellen flacht er allerdings ab. Insgesamt hat er mir aber gefallen.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben, jedoch erfährt man nur Kays Sicht auf die Dinge. Sowohl ihre Erlebnisse als auch ihre Gedanken werden erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich so direkt mit der Hauptfigur mitfühlen konnte. Und Mitgefühl braucht die Gute auch: eine nervige Schwiegermutter, ein sportgetriebener Ex-Freund, ein attraktiver Tierarzt und ein kleiner Mops schütteln ihr Leben gehörig durcheinander. Kays Erlebnisse sind sehr witzig, manchmal überzeichnet und doch irgendwie aus dem Leben gegriffen.

An manchen Stellen habe ich allerdings den Kopf geschüttelt, da Kay für eine erwachsene Frau doch eher naiv und tollpatschig gehandelt hat. In solchen Situationen wirkte sie leicht dümmlich auf mich. Das hätte nicht sein müssen, denn die Mopsbesitzerin ist an sich eine sehr sympathische Figur.

Der Roman an sich verliert gegen Ende hin ein wenig an Puste, nur um zum Finale nochmal voll aufzudrehen. Die Story ist locker-leicht, amüsant und genau das richtige, wenn man abends heim kommt und einfach nur abschalten will. Ich hoffe, dass Tina Voß noch eine Fortsetzung plant, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr, Bernd und allen anderen weitergeht.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist locker, humorvoll und passt sehr gut zu Kay. Die Beschreibungen von Bernd und seinen Abenteuern passen zu meinen Erfahrungen, die ich schon mit einem Mops machen durfte. Toll!


Fazit: ein kurzweiliges Buch, das zu einem entspannten Nachmittag oder Abend passt. Wer was leichtes sucht, ist hier goldrichtig.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Pubertät kann so nachdenklich sein

Das mit dir und mir
von Sabine Bartsch

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Skinny ist 15 und ein Zwilling. Eigentlich heißt sie Beverly, doch sie ignoriert jeden, der sie mit ihrem Geburtsnamen ruft. Ihre Schwester Vicky ist die einzige, die Skinny noch mit ihrem echten Namen ansprechen darf. Und das hat einen besonderen Grund...
Pascal wird bald 16 und liebt sein Klavierspiel. Bis seine Mutter verstirbt. Seitdem ist seine Welt nicht mehr dieselbe. Er verkriecht sich und starrt die Wand an. Allerdings gibt es einen Lichtblick: Skinny!

"Das mit dir und mir" ist mein erster Jugendroman von Sabine Bartsch und er hat mir gut gefallen. In diesem Buch ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen und schon gar nicht hochromantisch und gerade deswegen berührte es mich.

Skinny und Pascal erzählen abwechselnd ihre Sicht der Dinge und berichten über ihren Alltag, ihre Aufeinandertreffen und ihre Gedanken. Während Pascal dies sehr ruhig und bedächtig tut, rebelliert Skinny in jedem ihrer Sätze. Gerade diese Unterschiede machen den Zauber der Geschichte aus.

Die Story selbst ist interessant, zum Ende hin aber einfach zu schnell fertig. Hier hätte ich mir noch gut 100 Seiten mehr gewünscht. Denn die Geheimnisse, die Skinny und Pascal voreinander haben, werden zwar sehr gut vorbereitet und doch so schnell enthüllt. Auch die Gefühle, die die beiden bei der Enthüllung haben, kommen in meinen Augen zu kurz.

Die beiden Figuren Pascal und Skinny sind mir durch ihre Erzählungen sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte beide Seiten sofort nachvollziehen und hätte ab und an beide schütteln können. Einfach, weil sie es sich unnötig und dennoch so lebensnah schwer gemacht haben.

Der Stil von Sabine Bartsch ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise passt zu den beiden Jugendlichen, ist nachdenklich und bodenständig. Das hat mir sehr gut gefallen, ist es doch Gegenentwurf zu den vielen, hochromantischen Jugendbüchern.


Fazit: ein schöner, nachdenklich stimmender Roman. Ich kann ihn empfehlen.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Das Wissen von Jahrtausenden in einem Kopf

Die Bibliothek der schwarzen Magie - Die Wissende
(Bookworm - Reihe Band 1)
von Christopher Nuttall

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Elaine ist magisch begabt, doch als Waisenkind und ohne wirkliche Abstammung kann sie gerade mal als Bibliothekarin arbeiten. Die Arbeit macht ihr großen Spaß, sind doch die Bücher neben ihrer Mitbewohnerin Daria die einzigen Freunde, die sie hat. Eines Tages kümmert sie sich um den Nachlass eines verstorbenen Adligen, der der Bibliothek seine Bücher hinterlassen hat. Bei einem Werk trifft Elaine sprichwörtlich der Schlag. Sie erwacht im Krankenhaus und muss feststellen, dass das Wissen aller Bücher der Bibliothek nun in ihrem Kopf stecken. Wie konnte das passieren?

"Die Bibliothek der schwarzen Magie – Die Wissende" ist der erste Band der Bookworm-Reihe von Christopher Nuttall. Der Fantasy-Roman konnte mich fesseln und das, obwohl der Autor gerade zu Beginn eher leise Töne anschlägt.

Die Geschichte wird zwar aus der Erzählerperspektive wiedergegeben, jedoch folgt man die gesamte Zeit über der Hauptfigur Elaine. Die junge Frau ist zwar magisch begabt, hat jedoch aufgrund ihrer unbekannten Herkunft kaum eine Chance in der Gesellschaft aufzusteigen. Als ihr dann auch noch durch einen Fluch das gesamte Wissen der Bibliothek in den Kopf gepflanzt wird, lebt sie nur noch gefährlich. Ihre Entwicklung von einer sehr zurückhaltenden Bibliothekarin, die nur schon errötet, wenn sie über Männer nachdenkt hin zu einer Frau, die um ihr Leben kämpft, hat mir sehr gut gefallen. Die Wandlung ist glaubwürdig und nachvollziehbar.

Der Roman selbst ist gerade zu Beginn geprägt von Erklärungen der Welt, in der Elaine lebt. Dabei geht Christopher Nuttall nicht zu sehr ins Detail, was ich mir an mancher Stelle allerdings gewünscht hätte. Die Welt, die der Autor erschafft, wirkte auf mich in sich logisch.

Nach dem leisen Beginn steigert sich das Werk jedoch zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Wer allerdings blutige Schlachten mit Orks, Zwergen und Elfen erwartet, ist hier falsch. Die Kämpfe werden viel subtiler geführt und die Geschichte ist mehr was für Leser, die es gern sehen, wenn die Figuren mit ihren Köpfen und nicht mit Fäusten kämpfen.

Das Ende ist zwar in sich geschlossen, bietet aber genug Potenzial für eine Fortsetzung. Im Englischen gibt es bereits den 2. und 3. Teil der Bookworm-Reihe. Ich bin gespannt, wann es auf Deutsch weitergehen wird.

Der Stil von Christopher Nuttall ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist anmutig, an manchen Stellen ausschweifend, jedoch nie überbordend oder schwülstig. Für mich passt sein Stil perfekt zur Geschichte.


Fazit: ein toller Auftakt zu einer fantasievollen Reihe. Wer Bücher und Fantasy liebt, sollte zuschlagen.


Ein großes Dankeschön geht an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Buches.

Montag, 15. Dezember 2014

9000 Besucher

Hallo Ihr Lieben,

da krabbele ich bei miesen Wetter total verschlafen aus dem Bett und was sehe ich? Genau das!

Ihr seid der Wahnsinn!! Bei 10.000 Besuchern lasse ich mir was einfallen für Euch. Versprochen!

Liebe weihnachtliche Grüße
Eure Denise

Was uns nicht umbringt, macht uns neurotischer...

Wenn alle Stricke reißen
von Jennifer Bentz

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Vivien klaut sehr gern und braucht Antidepressiva. Lea moderiert ein Fernsehmagazin und hat ihre Wut nicht unter Kontrolle. Und Tine ist der Inbegriff der Phobikerin, pflegt ihre Hypochondrie mit Liebe und ist Expertin für Therapien. Diese drei Frauen treffen im Wartezimmer ihres Therapeuten aufeinander. Und müssen erkennen, dass sie mehr gemeinsam haben als vermutet. Schnell steht die Idee, dass die Damen eine WG gründen. Und was dann passiert, ist einfach nur der ganz normale Wahnsinn...

"Wenn alle Stricke reißen" ist mein erster Roman von Jennifer Bentz und ich habe das Lesen sehr genossen. Die Autorin beschreibt auf humorvolle Art und Weise das Zusammenleben von drei Frauen, die psychisch nicht ganz auf der Höhe sind.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet. Dabei folgt man Tine, Lea und Vivien in ihrem täglichen Kampf gegen den ganz normalen Wahnsinn. Ihre Erlebnisse sind dabei zwar ab und an haarsträubend, aber dennoch lebensnah. So fühlte ich mich allen dreien auch sehr nah, denn wer kann sich nicht vorstellen, wie das ist, wenn man sich von Kollegen nicht ernst genommen fühlt, der Ehemann einen betrügt oder das ganze Leben eine einzige Prüfung zu sein scheint?

Vivien, Lea und Tine sind mir sofort sympathisch gewesen. Dabei werden ihre Krankheiten nicht ins Lächerliche gezogen, sondern einfach nur mit einem Augenzwinkern beschrieben. Und wer mal mit Menschen zu tun hatte, die unter bestimmten Störungen leiden, wird erkennen, dass Jennifer Bentz sehr nah an der Realität dran ist. Obwohl ich viel gelacht habe, habe ich genauso mit dem Trio mitgefühlt und mitgekämpft.

Die Geschichte ist wunderbar locker und zugleich fesselnd erzählt. Nach jedem Kapitel wollte ich einfach nur wissen, wie es mit den Dreien weitergeht und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Jennifer Bentz erzählt mit viel Witz und dem richtigen Blick fürs Detail. Dabei wirken ihre Erzählungen zu keinem Zeitpunkt überzeichnet. Ich habe mit den Figuren und nicht über sie gelacht. Und das finde ich bei einem doch sensiblen Thema wie psychische Krankheiten sehr wichtig.


Fazit: ein Gute-Laune-Buch, das einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Das wird nicht mein letztes Buch von Jennifer Bentz gewesen sein. Ich kann es klar empfehlen.  

Sonntag, 14. Dezember 2014

Der Gewinner steht fest!

Hallo Ihr Lieben,

mein zweites Gewinnspiel ist gestern abend zu Ende gegangen. Es haben sich 7 Leute beworben und da die Fee heute eher mit sich selbst putzen beschäftigt ist, habe ich den Zufallsgenerator bemüht.
Gewonnen hat das Kommentar Nummer 1.
Lieber Udo, bitte lass mir deine Adresse per Mail oder Facebook zukommen
und schon macht sich das Buch auf den Weg zu dir.

Danke an alle, die mitgemacht haben. Das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt.

Liebe Grüße und einen schönen 3. Advent
Eure Denise

Samstag, 13. Dezember 2014

Wenn das Leben dir den Mittelfinger zeigt...

Fuck you Leben!
von N. Pratt

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Hannah ist 15, liebt das Jungsein und lässt sich ihren Spaß nicht nehmen. Bis sie feststellt, dass sie schwanger ist. Nach dem ersten überwundenen Schock weiß sie eins mit Sicherheit: wer der Vater ist. Und sie weiß auch, dass sie seinen Namen nicht preisgeben darf.
Aaron ist 16, an Hannahs Schule und auch noch der Sohn eines Lehrers. Dennoch schließt er schnell ein paar Kontakte. Hannah ist für ihn eher Nebensache, bis klar wird, dass sie schwanger ist. Da unterstützt er sie. Und gerät damit in Bedrängnis, denn ihn umgibt ein schreckliches Geheimnis.

"Fuck you Leben!" ist der doch recht provokante Titel von N. Pratts Debütroman. Und mir hat das Buch sehr gut gefallen. Obwohl die Autorin ein sehr bekanntes Thema aufgreift, geht sie es anders an als viele andere.

Die Geschichte wird abwechselnd von Aaron und Hannah erzählt. Mal sind ihre Schilderungen mehrere Seiten lang, mal nur einen halben Abschnitt kurz. Doch die schnellen Wechsel machen genau den Reiz des Romans aus. So bekommt man beide Sichtweisen auf ein und dieselbe Situation mit und begleitet die beiden ebenso in ihrem Alltag. Das hat mir gefallen.

Zu Beginn hatte ich die Befürchtung, dass N. Pratt eine Story erzählen möchte, die schon sehr oft durchgekaut wurde: Mädchen wird schwanger und weiß nicht, wohin mit sich. Sie lernt einen Jungen kennen und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. Doch so läuft es zum Glück in "Fuck you Leben!" nicht. Die Autorin bedient sich zwar einiger bekannter Klischees, streut diese aber nur wenig ein und geht mit ihrem Buch einen für mich neuen Weg.

Denn sie wird weder unnötig romantisch noch dramatisch, sondern erzählt fast brutal ehrlich, wie das Leben laufen kann. Es gibt keine Glücksfälle, keine komischen Zufälle und auch keine auf wundersame Weise erreichten Einsichten. Für mich war das einfach grandios. Ich habe mit Aaron und Hannah bis zum Schluss mitgelitten, mitgelernt und auch mitgekämpft. Und so war es fast logisch, dass ich am Ende nur noch mit Tränen in den Augen die letzten Seiten lesen konnte.

Der Stil von N. Pratt ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise passt zu ihren beiden Figuren und sie bekommt es sehr gut hin, Hannah und Aaron unterschiedliche Stimmen zu verleihen. Auch lässt sie die beiden kein Blatt vor den Mund nehmen, was mir sehr gut gefallen hat.


Fazit: ein tolles Debüt und eine sehr gut erzählte Geschichte. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

Freitag, 12. Dezember 2014

Mein Interview mit Erin McCarthy



Hallo Ihr Lieben,

ich hatte das große Glück und durfte die Autorin Erin McCarthy interviewen. Erin wird auch nächstes Jahr auch auf der LoveLetterConvention dabei sein. Darauf freue ich mich schon riesig. Aber nun erstmal das Interview.

Viel Spaß dabei!


Q: At first: which book do you read at the moment?
F: Als erstes: welches Buch liest du gerade?

A: I just read Dangerously Bound by Eden Bradley.  So sexy!
A: Ich lese gerade Dangerously Bound von Eden Bradley. Sehr sexy!


Q: You write New Adult and stories with Vampires, too. What were the reasons that you choose these genres?
F: Du schreibst New Adult-Bücher und Geschichten mit Vampiren. Was waren deine Gründe, als du diese Genres ausgewählt hast?

A: I wrote the vampire books because I loved the idea of creating characters who know they will live forever.  How do you fall in love knowing that they will die and you won't?  I started writing New Adult because I was ready to write something a little different.  I like that the characters have 'messy' lives and make decisions that will impact the rest of their lives. 
A: Ich schreibe Vampir-Bücher, weil ich es grandios finde, Charaktere zu erschaffen, die wissen, dass sie für immer leben. Wie willst du dich verlieben, wenn du weißt, dass sie sterben und du nicht?
Mit New Adult habe ich angefangen, weil ich bereit war,  mal über etwas anderes zu schreiben. Ich mag es, dass  meine Figuren ein "lotterliches" Leben haben und Entscheidungen treffen, die ihr gesamtes künftiges Leben beeinflussen. 


Q: Where do you get your ideas?
F: Woher bekommst du deine Ideen?

A: Oh, everywhere!  When I hear people talk, things I read on the Internet, a random comment from a friend, news stories.  I'm never out of ideas, I just don't have time to write them all!
A: Oh, von überall! Wenn ich Menschen bei ihren Unterhaltungen zuhöre, Dinge, die ich im Internet lese, ein Kommentar von einem Freund oder einfach Nachrichten. Mir gehen die Ideen nie aus, ich habe nur keine Zeit über alle zu schreiben.


Q: In germany, the second book your True-Believers-serie will appear. How many books will this serie have?
F: In Deutschland ist das 2. Buch deiner True-Believers-Reihe erschienen. Wie viele Bücher wird die Serie haben?

A: There are four books in the series. True, Sweet, Believe, and Shatter.  The series ends with a wedding, though I won't say whose wedding. ;)
A: Es wird 4 Bücher geben. True, Sweet, Believe und Shatter. Die Reihe wird mit einer Hochzeit enden, aber ich verrate nicht, wer heiratet ;)


Q: Will there be more books from you appear in germany?
F: Werden noch mehr Bücher von dir in Deutschland erscheinen?

A: The True Believers series will all be in Germany, along with my Harlequin Blaze books, Close Up and Double Exposure.  Hopefully many more as we go forward.
A: Die True-Believers-Reihe wird komplett in Deutschland erscheinen. Ebenso meine Harlequin Blaze Bücher (Close up und Double Exposure). Ich hoffe, dass noch viel mehr erscheinen werden.


Q: You will visit the Loveletter Convention 2015 in Berlin. Will this be your first visit in Germany?
F: Du wirst die LoveletterConvention 2015 in Berlin besuchen. Wird das dein erster Besuch von Deutschland sein?

A: This is not my first visit to Germany.  I attended LoveLetter in 2013 and I spent a few extra days in Berlin, then took the train to Munich.  I really enjoyed Berlin.  I liked the blend of old and new architecture and the fact that it seems very youthful and artistic.
A: Nein, das ist nicht mein erster Besuch. Ich war schon auf der LoveLetter 2013 dabei und war dann ein paar Tage noch in Berlin, bevor ich den Zug nach München genommen habe. Berlin habe ich sehr genossen. Ich mochte die Mischung als alter und neuer Architektur und Berlin wirkte auf mich sehr jung und künstlerisch.


Q:What do you do, when you don't work on a book?
F: Was machst du, wenn du mal nicht an einem Buch arbeitest?

A: I love live music, dancing, gardening, going to the beach, and traveling.  And of course, reading!
A: Ich liebe Live Musik, tanzen, im Garten arbeiten, am Strand entspannen und reisen. Achso, und natürlich lesen.


Q: What do you want to be, when you were a child?
F: Was wolltest du werden, als du noch ein Kind warst?

A: A writer!  Seriously, I did.  Then when I went to university I didn't think it was practical so I decided to go to law school.  I'm a much better writer than I would have been a lawyer.
A: Autorin. Wirklich wahr! Als ich dann an die Uni ging, dachte ich, dass es nicht händelbar ist und so entschied ich mich Jura zu studieren. Allerdings bin ich eine bessere Autorin als ich je als Anwältin hätte sein können.


Q: And at last: is there anything, you want to tell your german readers?
F: Und zu guter Letzt: gibt es noch was, was du deinen deutschen Lesern sagen möchtest?

A: Thank you for reading my books and I look forward to seeing some of you at LoveLetter.  For updates on my latest news, sign up for my newsletter at:
http://www.erinmccarthy.net/newsletter-2/
A: Ich danke euch, dass ihr meine Bücher lest und ich freue mich schon darauf, einige von euch auf der LoveLetter kennenzulernen. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich für meinen Newsletter eintragen!


Liebe Erin, es war mir ein Vergnügen dich interviewen zu dürfen und ich freue mich schon sehr auf ein persönliches Gespräch auf der LLC 2015!

Ein Reiter, der Schrecken und Hoffnung verbreitet

Der Pestreiter
von Deana Zinßmeister

Eine Leseprobe findet ihr hier

Trier, 1652: der 30-jährige Krieg ist vorbei und die Menschen versuchen sich wieder einen Alltag aufzubauen. Susanna und ihr Geliebter Urs leben bei Urs' Eltern im Hause. Urs möchte unbedingt Heiler werden, sein Vater Jaggi will hingegen, dass er Soldat wird. Wie kann der Konflikt gelöst werden?
Zur gleichen Zeit macht ein wundersamer Mann als Pestreiter von sich reden. Die einen verehren ihn, die anderen fürchten ihn. Der Reiter will, dass die Pestkranken von den Gesunden getrennt werden um so die Krankheit einzudämmen. Wer ist der Reiter? Und in wessen Auftrag handelt er?

"Der Pestreiter" ist mein erster Roman von Deana Zinßmeister und er hat mir gut gefallen. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher verfasst und auch das vorliegende Buch ist der 2. Teil einer Reihe. Der Vorgänger heißt "Das Pestzeichen", welches mir auch schon öfter ins Auge gefallen ist.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben und man begleitet sowohl Susanna als auch Urs. Zudem folgt man dem Pestreiter sowie Urs' Vater Jaggi. Die verschiedenen Erzählstränge haben mir keine Probleme bereitet. Deana Zinßmeister trennt diese sehr akkurat und durch ihre Erzählweise.

Die Figuren von Susanna und Urs waren mir direkt sympathisch. Auch Jaggi und der Pestreiter, so schwer sein Werk auch sein mag, habe ich ins Herz geschlossen. Insgesamt sind die handelnden Personen sehr toll und eingängig beschrieben, auch wenn sie manches Mal naiv handeln. Aber das trägt auch zum Fortlauf der Geschichte bei.

Der Roman selbst ist nicht spannungs- sondern handlungsgetrieben. Ab und an merkte ich, dass mir das Vorwissen aus dem ersten Band fehlt. Zudem habe ich nach Beenden des Buches das Gefühl, dass noch ein weiterere Band kommt, denn mir fehlen so manche Lösungen und zu vieles bleibt offen und ungesagt. Schade fand ich, dass die Autorin sehr spät auf die Fortschritte bei der Erforschung der Pest eingegangen ist. Und auch hier ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen. Dennoch hat mir das Lesen Freude bereitet.

Der Stil von Deana Zinßmeister ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Beschreibungen des 17. Jahrhunderts und auch die Details, die sie eingewoben hat, machen den Roman glaubwürdig und interessant.


Fazit: ein toller, historischer Roman. Allerdings sollte man vorher Band 1 gelesen haben. Dennoch kann ich das Buch empfehlen.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ein dunkles Buch mit finsteren Geheimnissen

Das Buch der Finsternis
von Richard Dübell

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Quirin ist Gehilfe bei einem Buchdrucker. Lesen oder Schreiben kann er nicht und auch sonst ist er eher Lakai für seinen Meister als ein Mensch. Bei einem Auftrag für ein Kloster bekommt Quirin auf einmal eine ganz neue Aufgabe: sein Meister drückt ihm in großer Hast eine Truhe in die Hand. Sein Auftrag: die Truhe zum Bischof von Salzburg bringen. Der Inhalt: das Buch der Finsternis, in dem alle Seelen stehen, die dem Teufel verpfändet wurden. Noch ehe der Gehilfe verstehen kann, was mit ihm geschieht, springt der Meister in einen Fluß und ertrinkt. Nun sind die Reiter des Klosters hinter ihm her. Quirin rennt um sein Leben, nicht ahnend, dass alles noch viel schlimmer kommen wird...

"Das Buch der Finsternis" ist mein erster Roman von Richard Dübell. Der Autor ist mir zwar schon öfters beim Stöbern ins Auge gefallen, jedoch habe ich noch nie zu einem seiner Bücher gegriffen. Nach der Lektüre seines Jugendbuches frage ich mich allerdings, warum nicht?

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben, wobei man zum größten Teil Quirin und seiner Begleiterin Anna folgt. Die beiden haben sich aus der Not heraus zusammengeschlossen und flüchten nun gemeinsam nach Salzburg. Während Quirin fast naiv durchs Leben stolpert, hat Anna eine gewisse Bauernschläue an sich, auch wenn sie das ein oder andere Mal ihren Mund zu weit aufreißt. Die beiden Jugendlichen sind mir während des Lesens ans Herz gewachsen, auch wenn sie nicht die Tiefe haben, die ich mir für sie gewünscht hätte. Hier wären mehr Details toll gewesen.

Der Roman selbst ist spannend und durchaus unterhaltsam geschrieben. Blutige Szenen, wie Kämpfe oder Überfälle, werden relativ kurz abgehandelt. Ich hätte mir mehr gewünscht, allerdings kann ich diese Entscheidung im Hinblick auf die bevorzugte Zielgruppe (Jugendliche ab 14 Jahren) durchaus nachvollziehen. Auch der Fortgang der Story ist manches Mal sehr zügig, wo ich mir mehr Ruhe gewünscht hätte. Alles in allem ist die Geschichte um Quirin und Anna aber rund und bietet Spannung, Ritter und Intrigen. Eine tolle Mischung.

Der Stil von Richard Dübell ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Sprache ist einfach gehalten, wirkt aber nicht zu kindlich.


Fazit: ein rundes Buch für Jugendliche. Ich werde mich demnächst mal an Dübells Büchern für Erwachsene versuchen.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Wir sind lose Blätter im Wind!

Kein Wille geschehe
von Guido Kniesel

In Berlin werden kurz hintereinander ein pensionierter Richter und ein Staatsanwalt ermordert. Die Leichen bleiben in der Öffentlichkeit liegen und der Täter schert sich wenig darum, ob und wann sie entdeckt werden. Im Zuge der Ermittlungen wird auch der forensische Psychiater Hendrik Jansen befragt. Ausgerechnet dann, als er mit seiner Frau und seinem Sohn in den Urlaub will. Notgedrungen schickt er die beiden vor und hält sich für die Polizei zur Verfügung. Als er dann den beiden nachreisen möchte, muss er mit Entsetzen feststellen, dass seine Frau und sein Sohn nie im Urlaubshotel angekommen sind. Noch bevor er einen klaren Gedanken fassen kann, kontaktiert ihn der Entführer. Und das ist der Beginn eines perfiden Spiels...

"Kein Wille geschehe" ist mein erster Thriller von Guido Kniesel und ich bin mehr als begeistert. Der Roman ist sehr spannend und mitreißend erzählt und mit seinem Ideenreichtum kann es der Autor locker mit den Großen der Szene aufnehmen.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben und man folgt verschiedenen Personen. So ist man zum Einen an der Seite von Dr. Jansen, zum Anderen wird man mit seiner Frau Diana entführt und begleitet auch den Entführer selbst. Das hat mir sehr gut gefallen. Es gibt ganz wenige Thriller, in denen der Täter von Anfang an bekannt ist und die dennoch spannend bleiben. Guido Kniesels Werk gehört zu den wenigen.

Der Thriller selbst ist hochspannend und hat mich von Seite 1 an gefesselt. Die Wechsel zwischen den Figuren und besonders die Interaktionen zwischen dem Täter und Dr. Jansen haben mir so manches Mal das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und über allem stand eine Frage: wie frei ist der Wille des Menschen? Der Autor selbst liefert dafür mehrere Antwortmöglichkeiten, lässt es aber dem Leser offen, für was er sich entscheidet. Dieses Vorgehen fand ich grandios, denn so entwickelte ich ungewollt sogar Verständnis für den Täter.

Die Arbeit der Polizei kommt nur am Rande zur Sprache. Das hat mich aber gar nicht gestört, denn das Schicksal von Hendrik Jansen und seiner Frau Diana war so spannend, dass ich so manches Mal geflucht habe, als sich der Autor wieder der Polizeiarbeit zugewandt hat.

Das Ende war für mich sehr rund und passt perfekt zum gesamten Buch. Ich war fassungslos, glücklich und schockiert. Und das alles im gleichen Moment. Einfach nur genial.

Der Stil von Guido Kniesel ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist sehr einnehmend und er lässt seinen Leser, obwohl er so viele Details liefert, doch so weit im Dunkeln, dass man noch miträtseln und -fiebern kann. Toll!


Fazit: das wird nicht mein letzter Thriller des Autoren gewesen sein. Ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen.