19. Januar 2015

Mein Abend mit Petra Hammesfahr

Hallo Ihr Lieben,

Lesungen und ich, das ist immer was ganz besonderes. Ich bin immer aufgeregt wie ein kleines Kind und freue mich jedes Mal, wenn ich den Autor oder die Autorin das erste Mal live erleben darf. So ging es mir auch im Rahmen der Winterlese mit Petra Hammesfahr.

 Die Lesung fand im Hotel Thomahof in Hinterzarten statt. Das Hotel hatte extra seine sehr gemütliche Bar umgeräumt, damit auch alle Besucher Platz finden konnten. Ich konnte in einem gemütlichen roten Ohrensessel Platz nehmen und gespannt auf den Beginn warten. Und es schien, als ob die Autorin genau gespannt war wie ihre Leser, denn Petra Hammesfahr saß schon auf ihrem Platz, als ich 20 Minuten vor Beginn rein kam. Das war mal eine neue Erfahrung für mich.

Doch bevor Frau Hammesfahr loslegen durfte, wurde die Runde von der Organisatorin Inge Baeuchle begrüßt.
Ich war schon leicht unruhig, wollte ich doch unbedingt wissen, was die Autorin zu erzählen hatte. Und Petra Hammesfahr machte auch gar nicht viele Worte um sich, sondern legte direkt mit einer Stelle aus ihrem neusten Werk "An einem Tag im November" los. 

Mit sehr sympathischer und fesselnder Stimme las sie aus ihrem Buch vor, machte neugierig und in mir wuchs die Erkenntnis: "Mist, du musst dieses Buch haben, JETZT!" Gut, dass die Buchhandlung auch einen Büchertisch aufgebaut hatte, den ich dann nach der Lesung nochmals besuchte.

Aber es wurde nicht nur gelesen, sondern auch erzählt. Denn nicht nur das Buch, welches sie vorgestellt hat, sondern auch ihr Leben bietet genug Stoff um ganze Abende zu füllen. 
So berichtete Petra, dass sie ganze 10 Jahre auf ihre erste Zusage warten musste. Und dann erschien ihre Kurzgeschichte auch noch im Playboy. Ja genau, das Magazin mit den Damen, die sich nichts zum Anziehen leisten können. Wer liest denn da noch die Kurzgeschichten?

Anscheinend doch jemand, denn kurz darauf kam der erste Vertrag und ihr Traum vom Schreiben wurde wahr. Dabei, so gab Hammesfahr zu, macht sie nicht viel als einfach mitzutippen, wenn ihre Figuren sie mit der Geschichte überfallen. Das kann schon mal beim Auto fahren oder Zähne putzen passieren. Dann heißt es: Stift schnappen und los notiert. Wobei es ihr auch schon passiert ist, dass sie beim Notieren merkte "Ach herrje, so schnell komme ich nicht hinterher". In solchen Momenten wirft sie die Technik an und schreibt am PC weiter mit. So entstehen Romane. Klingt doch recht einfach, oder?

Der Nachteil daran ist, dass Frau Hammesfahr weder Namen noch Orte noch Begebenheiten ändern kann. Ihre Figuren reagieren darauf sehr ungehalten, erzählte sie. Allerdings, und darauf besteht Petra Hammesfahr, muss eines in weiten Teilen stimmen: die Polizeiarbeit. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie mit den Kollegen in Grün beziehungsweise Blau zusammenarbeitet, bevor ein neues Werk veröffentlicht wird.

Auch sie selbst liest gern. Aktuelle Lektüre bildet "Der Anschlag" von Stephen King, wobei sie den unterbrochen hat. Zu viele Schleifen, lautet ihr Urteil. Ich kenne den Roman, habe ihn selbst gelesen und ihr bei der Signierrunde empfohlen, es doch nochmal in die Hand zu nehmen. Ich bin gespannt, ob sie es tut.

Beim Signieren selbst fand die Autorin für jeden ein paar persönliche Worte und plauderte angeregt mit den Gästen. Auch ich habe es mir nicht nehmen lassen, eine Signatur zu schnappen.

In gemütlicher Runde klang der Abend dann aus und ich bin nun um 2 Bücher reicher (armer SUB) und vermute, dass, sobald ich mal mit Petra Hammesfahr angefangen habe, viele weitere dazu kommen werden.

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