Montag, 16. Februar 2015

Liebe? Ich doch nicht!

Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?
(Tangled - Reihe Band 1)
von Emma Chase

Eine Leseprobe findet ihr hier

Andrew Evans, Drew gerufen, hält sich für ein Geschenk der Götter an die Frauen. Ein Lächeln, ein netter Spruch und schon hat er die nächste Frau im Bett. Er und Liebe? Niemals. Daher kann es auch gar nicht sein, dass er aus Liebeskummer daheim vergeht. Nein, er hat die Grippe....redet er sich ein. Und doch muss er erkennen: Kate Brooks hat ihm den Kopf verdreht. Gehörig!

"Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?" ist das Debüt von Emma Chase und es hat mich begeistert. Die Autorin erzählt eine Geschichte, die man zwar schon öfters gelesen hat, aus der Sicht des Mannes. Endlich erfahren wir mal, wie es den Männern geht, wenn wir Frauen uns den Kopf heiß reden, was wir nur mit dem attraktiven Typen aus dem Büro gegenüber anfangen sollen.

Die Geschichte wird von Drew selbst erzählt. Der Mann, der sich als Gott schlechthin ansieht, berichtet mit viel Witz, Selbstironie und einer dicken Portion Selbstvertrauen von seinem Leben vor und nach Kate. So durfte ich Drew kennenlernen, als er sich gerade typisch männlich seiner "Grippe" hingegeben hat. Und da war ich froh, dass Bücher keine Gerüche transportieren können. Denn so selbstbewusst der Investmentbanker gegenüber Frauen ist, so männlich – wehleidig ist er, wenn er verliert.

Im Verlauf des Romans lernte ich Drew genauer kennen. Und obwohl sein Verhalten sehr einem Mistkerl gleicht, war er immer ehrlich und offen zu seinen Lesern. Das hat mir gefallen. Denn er ist schonungslos direkt, wenn es um seine Errungenschaften geht. Und er stellt auch von Beginn an klar, um was es ihm geht. Diese Eigenschaften haben mich für ihn eingenommen und ich konnte so mit ihm lachen, leiden und erobern. Und ja, Drew hat mich auch zu Tränen gerührt.

Die Story selbst ist nicht wirklich neu: Mann schwört sich, nie zu lieben, verguckt sich dann in eine Frau, die zwar will, aber nicht kann und schon beginnt das Chaos. Zwar kennt man solche Begebenheiten in vertauschten Rollen, aber das Schema ist das gleiche. Und obwohl man weiß, worauf es hinausläuft, ist es so wunderbar witzig und auch neugierig machend, wie ein Mann mit so einer Situation umgeht. Denn wie wir Frauen das machen, wissen wir aus sehr vielen Romanen und unserem eigenen Alltag.

Der Stil von Emma Chase ist sehr gut und flüssig zu lesen. Der Witz und auch die Art, wie sie schreibt, passt in meinen Augen sehr gut zu einem Mann wie Drew. Während des Lesens hatte ich nicht das Gefühl, hier eine Frau zu lesen, sondern ich konnte mich voll und ganz darauf einlassen, dass ein Mann seine Geschichte zum besten gibt.

Fazit: ein humorvolles und erst später romantisches Buch. Ich kann es sehr empfehlen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen