Samstag, 7. März 2015

Spannender Krimi, ruhiger Erzähler

Ostfriesenwut
(Ann-Kathrin-Klaasen-Krimi Band 8)
von Klaus-Peter Wolf

Eine Hörprobe findet ihr hier

In Ostfriesland wird die Leiche einer jungen Frau aus einem Gewässer gezogen. Ann Kathrin Klaasen, Ermittlerin und verheiratet mit ihrem Kollegen Frank Weller, übernimmt den Fall. Erste Station ist der Freund der Toten. In dessen Wohnung finden sie aber nur die Putzfrau vor. Es gibt keinerlei Hinweise auf den Bewohner. Auch die Nachforschungen laufen ins Leere. Wie kann das sein? Ann Kathrin Klaasen begibt sich auf Spurensuche und verstrickt sich dabei in Machenschaften, denen sie kaum gewachsen ist...

Obwohl "Ostfriesenwut" bereits der 8. Fall für die Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen ist, ist dieser Krimi mein erster von Klaus-Peter Wolf. Und zudem habe ich das Buch nicht gelesen, sondern mir direkt vom Autoren selbst per Hörbuch vorlesen lassen.

Der Krimi selbst ist spannend und straff erzählt. Obwohl ich die vorherigen Fälle nicht kenne, kam ich recht schnell mit dem angestammten Figuren – Ensemble klar. Lediglich die Namen machten mir bis weit zur Hälfte des Hörbuches Probleme. Denn Klaus-Peter Wolf wählt für seine Charaktere, egal ob sie schon mehrere Fälle zusammenarbeiten oder nur für diesen Fall wichtig sind, ähnlich klingende Namen. Was mir beim Lesen kaum Schwierigkeiten bereitet hätte, stellte sich beim Hören als echte Hürde heraus.

Der Fall in "Ostfriesenwut" ist sehr komplex, was mir gut gefallen hat. Stück für Stück werden neue Puzzleteile aufgedeckt und gerade, wenn man denkt, jetzt hat man den entscheidenen Hinweis gefunden, passiert wieder was neues. So mag ich Krimis.

Dennoch konnte ich das Buch nicht so genießen, wie ich es von Hörbüchern gewohnt bin. Woran lag das?
Zum Einen hat der Autor eine sehr ruhige, angenehme, aber für einen Krimi zu gelassene Stimme. Würde Klaus-Peter Wolf mir Märchen vorlesen, wäre ich begeistert. Für seinen eigenen Krimi hätte ich mir einen Sprecher mit mehr Kraft und Spannung in der Stimme gewünscht. Für mich ging durch das Ruhige sehr viel an Spannung, die in der Geschichte vorhanden ist, verloren. Schade!

Zum Anderen hatte ich gerade bei CD 1 das Gefühl, dass die Streichungen von gewissenen Passagen (das Hörbuch ist eine geschnittene Lesung) Löcher in die Story gerissen haben. Die Sprünge im Krimi waren deutlich hörbar und ich konnte ab und an gar nicht mehr folgen. Das fand ich sehr schade.

Und es gibt noch einen Fakt, den ich erwähnenswert finde: am Ende der CD gibt es keinen Hinweis, dass man den Tonträger wechseln muss. Das finde ich gerade für Autofahrten, wo ich meist Bücher höre, ungünstig, denn ich wechsle die CDs selbst und finde solche Ansagen mehr als praktisch.


Fazit: das Hörbuch konnte mich nicht restlos überzeugen. Dennoch werde ich mir die Bücher von Klaus-Peter Wolf merken und bei Gelegenheit lesen.

Ihr seid neugierig geworden und wollt das Hörbuch haben? Dann schaut mal hier vorbei!


Ein großes Dankeschön für das Hörbuch geht an

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