25. Juni 2015

Bin mal kurz belanglos

Bin mal kurz tot
von Lance Rubin

Eine Leseprobe findet ihr hier
Dieses Buch kann Lesen verursachen

Denton wird jung sterben. Dies ist keine krude Vorhersage, sondern exakte Wissenschaft. Daher will der Jugendliche seine letzten Tage so normal wie möglich verbringen. Doch dann schläft er nicht nur mit der Schwester seines besten Freundes, nein, er entwickelt auch einen Hautausschlag, der sich seines gesamten Körpers bemächtigt. Ist das schon der Vorbote des Todes?

"Bin mal kurz tot" ist der erste Roman aus der Feder von Lance Rubin und er lässt mich unbeeindruckt zurück. Der Autor nähert sich dem Thema Tod und Sterben auf eine durchaus humorvolle Weise, doch nach der Lektüre weiß ich immer noch nicht, was mir Rubin eigentlich sagen wollte.

Die Geschichte wird von der Hauptfigur Denton höchstselbst erzählt. Der Jugendliche begeht seine letzten Tage auf Erden und zieht dadurch auch so jedes Ding durch, das er schon immer mal mache wollte. Er kifft, säuft, schläft mit Mädchen und will doch eigentlich nur weiterleben. Aber seinem Todesdatum kann man nicht entfliehen! Schon gar nicht, wenn man von einem purpurnen Ausschlag befallen wird.

Die Idee hinter diesem Jugendbuch ist durchaus witzig und auch durchdacht. Was wäre, wenn wir alle unsere Todesdaten kennen würden? Würden wir anders leben? Bewusster? Glücklicher? Diese Fragen versucht Lance Rubin aus der Sicht eines Jugendlichen zu beantworten. Und das durchaus mit Humor und Witz.

Die Story an sich indes konnte mich nicht überzeugen. Man folgt Denton in seinen letzten Stunden und oft hatte ich das Gefühl, dass der Autor so planlos war wie sein Protagonist. Auch werden Hintergründe, wie zum Beispiel die Entstehung der Todesdatenforschung oder warum Denton von gewissen Leuten verfolgt wird, in meinen Augen nur unzureichend erklärt. Lance Rubin versucht durch Wortspiele, Witze und allgemeiner Heiterkeit dem Thema Tod den Schrecken zu nehmen und vergisst dabei, eine plausible oder zumindest fesselnde Geschichte abzuliefern. Schade!

Auch das Ende war mir zu holterdipolter. Es lässt mich unbefriedigt und ratlos zurück. Und so habe ich das Buch mit einem Schulterzucken abgeschlossen. Denn mehr konnte der Roman nicht in mir hervorrufen.

Der Stil des Autors ist gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist charmant, humorvoll und eingängig. Passend zu seinem Protagonisten.


Fazit: dieses Werk hat nichts in mir hervorgerufen, keine Regung. Ich war quasi kurz tot. Schade!

Kommentare:

  1. Hallo Denise,

    mir ging es bei diesem Buch ähnlich wie dir und auch bei mir hinterließ das Buch ein paar Fragezeichen. Als ich das Cover sah und den Klappentext gelesen hatte, freute ich mich auf eine Geschichte mit schwarzem Humor usw., aber das war leider nicht der Fall - schade!

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hi Uwe,

      ja schwarzen Humor hatte ich mir auch erhofft. Witz war ja da, aber ohne stimmige Geschichte zünden auch die Gags nicht richtig.

      LG
      Denise

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