Freitag, 30. Oktober 2015

Lesung Sebastian Fitzek - Ein Event mit Bucheindrücken


Hallo Ihr Lieben,

am 28.10.2015 stellte Sebastian Fitzek sein neustes Werk im Berliner Ensemble vor. Damit ich dabei sein konnte, habe ich meine komplette Reiseplanung über den Haufen geworfen. Dafür durfte ich den Meister des Thrills sogar interviewen *-* Doch bevor ich Euch in den nächsten Tagen zeige, was Sebastian mir hinter den Kulissen verraten hat, kommt hier erstmal mein Bericht zur Lesung. 
Viel Spaß!
Ich war bereits vor einigen Jahren auf einer Lesung von Sebastian. Und schon da war mir klar: Einfach kann der gute Mann nicht. So war es auch an dem Abend. Fitzek hat in das Berliner Ensemble eingeladen, welches normalerweise die Stücke von Brecht aufführt. Und weil der Autor nicht anders kann als verrückte Ideen umzusetzen, hat er sich eine Vorgruppe...also einen Vor-Autor gegönnt.


Dieser Autor heißt Yigit Muk, ist 27 Jahre alt und hat das geschafft, von dem man fast nicht glauben mag, dass so etwas möglich ist: von der Hauptschule mit einem Schnitt von 4,9 abgegangen hat er Jahre später ein Abitur mit 0,9 hingelegt!
Sebastian Fitzek betonte immer wieder, dass, wenn er diese Geschichte geschrieben hätte, sein Verlag ihn mit den Worten "zu unglaubwürdig" abgelehnt hätte. Doch Yigit hat es durchgezogen und auch aus seinem, wie ich finde sehr humorvollen Buch, vorgelesen.
Dass der junge Muslim nun studiert und eine jüdische Freundin hat, passt einfach nur in das unglaubliche Bild seines Lebens. Wahnsinn!!

Nachdem Yigit seinen Auftritt gemeistert hat, machte er Platz für den Gastgeber des Abends. Meine Damen und Herren, please welcome...Sebastian Fitzek
Doch er war nicht allein. Ich hatte ja schon erwähnt, dass der Autor auf verrückte Ideen steht. Und so hat er sich einen guten Freund zur Hilfe geholt, der ihn analysieren und interviewen sollte. Andreas Kurtz begann dann direkt mit einem Brecht-Zitat:
Und spätestens da wurde allen im Saal klar, dass der Abend keine staubtrockene Lesung eines grandiosen Thrillers wird, sondern wir uns auf ein paar vergnügliche Stunden einrichten konnten.

Überschrieben wurde dieser Teil des Abends mit "Die Fitzek-Diagnose" und einer zentralen Frage:

Mit viel Humor, Unterstützung von Freunden und Begleitern Fitzeks analysierte Andreas witzig und gekonnt drauf los, entlockte Sebastian die ein oder andere Antwort zu seinen Recherchen (Sebastian zieht seine Ideen allein aus dem Alltag....beängstigend irgendwie, oder?) und verleitete den Autoren sogar zum Lesen.
Und in diesen Momenten habe ich mich wieder gefragt, warum Sebastian Fitzek seine Bücher nicht selbst als Hörbücher einliest. Er liest mit so viel Elan, Freude und Überzeugung. Das Publikum war gebannt und meine Sitznachbarn beugten sich sogar nach vorn vor Spannung. Toll!

Natürlich kam Andreas auch auf Max Rhode zu sprechen. Schließlich steht der mäßig erfolgreiche Thriller-Autor im Mittelpunkt von Fitzeks Thriller "Das Joshua-Profil" und hat mit "Die Blutschule" selbst ein  Buch zum Abend beigesteuert. Überraschend für Fitzek und die Zuschauer war dann, dass Max Rhode per Videochat zur Lesung hinzugeschalten wurde....

Und Max beschwerte sich direkt lautstark, warum er keine Einladung bekommen habe. Immerhin sei ER doch die Hauptfigur des Abends. Und wenn schon Hinz und Kunz eingeladen werden, dann wohl auch er!

Sebastian diskutierte mit seinem Alter Ego munter drauf los und ließ es sich nicht nehmen, ihm direkt zu begegnen.
Die beiden standen sich gegenüber, stritten und es ging sogar so weit, dass Max Sebastian per Handschellen fesselte und nicht mehr weglassen wollte. Dies sollte alles ein Beweis sein, dass nicht Max, sondern Sebastian eine Ausgeburt der Fantasie ist. Es war herrlich zu sehen, wie der Autor mit seinem zweiten Ich stritt, diskutierte und zum  Schluss dann doch wieder allein auf der Bühne stand!

Der Abend war mehr als gelungen, ich habe viel gelacht, gestaunt und kann nur sagen: wer noch nie auf einer Lesung von Sebastian Fitzek war, sollte dies schleunigst nachholen!!

Kommentare:

  1. Hallo Denise,

    ein wunderbarer Bericht zu dieser Lesung von Sebastian Fitzek. Wir (meine Frau und ich) durften Ihn letztes Jahr bei seiner Tour zu "Noah" bei uns in Darmstadt begrüßen und die Show war einfach genial. Leider sind die Termine für seine neue Tour so bescheiden, dass wir es dieses Mal nicht sehen werden :(

    Dafür freue ich mich auf seine beiden Bücher um so mehr.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Uwe

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  2. Deinen Bericht mit den vielen Fotos finde ich klasse! Bin immernoch sehr neidisch, vorallem weil ich für drei verschiedene Städte in meiner Nähe keine Karte/n mehr bekommen habe, nicht mal mit Presseausweis -.-

    Nächstes Jahr ist er fällig! :D

    Die Idee mit dem Video zum Aufeinandertreffen von Max Rhode und Sebastian find ich ja genial. Er hat es einfach drauf. Kennst du das Buchmessevideo von ihm? Auch sehr witzig.

    Viele liebe Grüße
    Denise

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    1. Hi Denise,

      danke für dein Lob :) Es ist auch Hammer gewesen an Karten zu kommen. Aber das klappt auch bei dir!
      Liebe Grüße
      Denise

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