Donnerstag, 17. Dezember 2015

Der Zweck heiligt die Mittel

(Quelle: dotbooks)
Das Todes-Memorandum
von Turhan Boydak

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Jason Bradley erlebt einen Höhepunkt seiner Karriere: er wird für seinen Artikel zu den Janus-Protokollen mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Ausgelassen feiert er unter anderem mit seinem besten Freund Michael Robards. Bis dieser im vollbesetzten Madison Square Garden entführt wird. Warum wird Robards gekidnappt? Wie haben die Täter es geschafft? Bradley stürzt sich in die Rettung und kommt einem Fall auf die Spur, der größer ist, als er zunächst scheint...

"Das Todes-Memorandum" ist bereits der 3. Thriller aus der Feder Turhan Boydaks, aber mein erster Roman von ihm. Obwohl ich die beiden Vorgänger nicht kenne, kam ich mit dem Thriller sehr gut zurecht und konnte kaum von dem ebook lassen!

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man sowohl dem investigativ tätigen Reporter Jason Bradley, als auch dem Entführer und einem weiteren, unbekannten Mann. Diese Mischung hat mich in den Bann gezogen. Denn obwohl ich zu Beginn erst einmal mit den vielen Personen klar kommen musste, war ich schnell in der Story und konnte mich kaum noch davon lösen.

Die Figuren sind toll ausgearbeitet, auch wenn Turhan Boydak sehr viel Bezug auf seine Vorgänger nimmt um seine agierenden Charaktere zu beschreiben. Ich denke, dass es daher besser ist, die vorhergehenden Bände zu kennen. Zwingend ist es nicht. Besonders gefallen haben mir Jason Bradley und die Hackerin Helen Miller. Während die junge Frau bodenständig, selbstbewusst, aber nicht arrogant wirkt, beeindruckte mich Jason durch seine Überlegtheit und Menschlichkeit. Der Autor hat seine Figuren sehr realitätsnah angelegt und sie auch mit Fehlern bedacht. So konnte ich besser mit ihnen mitfühlen und hatte nicht das Gefühl, einen schlechten Actionfilm zu lesen. Toll!

Die Story an sich ist von Seite 1 an spannend und fesselnd erzählt. Turhan Boydak spielt mit Zeiten, Orten und Personen sehr gekonnt und treibt den Leser über den halben Globus. Geschickt legt er falsche Spuren, denen ich auch aufgesessen bin und versäumt es dabei nicht, eine wichtige Botschaft zu vermitteln, auch wenn er dies in seiner Danksagung klein redet. Ich persönlich finde aber, dass er sie sehr gut und vor allem glaubwürdig rüber bringt, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben!

Der Stil von Turhan Boydak ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist rasant, aber nicht gehetzt und mit Details wartet er dann auf, wenn es notwendig ist. Sehr gut!

Fazit: ein spannender Thriller um Entführungen und Weltgeschehen. Lesen!



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