Samstag, 28. Februar 2015

Im Seniorenheim geht es nicht mit rechten Dingen zu

Endstation - Gerda und Otto Königs dritter Fall
von Sabine Wierlemann


Kommissar Haller führt in Bärlingen ein ruhiges Leben. Was soll in der schwäbischen Kleinstadt auch groß passieren? Dann jedoch erreicht ihn ein anonymer Anruf: in einem Kühltransporter werden angeblich Leichen weggeschafft. Haller macht sich mehr aus Pflichtgefühl als mit wirklicher Motivation auf den Weg, nur um festzustellen, dass die Anruferin recht hatte. Und damit nicht genug: je mehr Haller und seine Kollegin Lisa-Marie nachforschen, desto mehr ungeheuerliche Dinge kommen ans Licht. Denn die Leichen stammen aus dem Seniorenwohnheim "Gertrudenstift". Und in diesem Wohnheim ist auch Georg Hallers Mutter untergebracht...

"Endstation" ist bereits der dritte Fall für Georg Haller und seine Unterstützer, das Ehepaar König. Für mich war es jedoch der erste Krimi aus der Feder von Sabine Wierlemann. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, bleibt in meinen Augen an manchen Stellen hinter seinem Potenzial.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet und man folgt dabei sowohl dem Ermittler Georg Haller als auch seinen "Oldies" und dem Friseurehepaar König. Die "Oldies" sind Hallers Nachbarn, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters ihn gern bei seinen Ermittlungen unterstützen. Auch das Ehepaar König, das ihn schon bei den ersten beiden Fällen geholfen hat, steht ihm hilfsbereit zur Seite. Und so kommt es, dass man auf einmal mit mehr Ermittlern konfrontiert ist, als man es erwartet. Ich fand das sympathisch, da ich mir die älteren Herrschaften sehr gut als verdeckte Ermittler und Detektive a la Miss Marple vorstellen konnte.

Allerdings komme ich auch schon zum ersten Kritikpunkt: ich konnte die ganzen Personen gar nicht richtig kennelernen. Ob es nun daran lag, dass ich die vorigen Bände nicht kenne, kann ich nicht beurteilen. Nichtsdestotrotz hätte ich so gern das Ehepaar König sowie die "Oldies" näher kennengelernt. Was treibt sie an, was machen sie, wenn sie die Polizei nicht unterstützen und welche Gespräche führen sie genau? Denn viele Erkenntnisse erfährt man nur aus den Berichten der "Oldies" und nicht live. Das fand ich schade.

Der Krimi selbst ist durchaus spannend. Allein schon das Umfeld des Seniorenwohnheims hatte etwas leicht gruseliges an sich, zudem werden die Ermittlungen immer wieder sabotiert. Das fand ich großartig, denn Sabine Wierlemann macht es ihrem Kommissar nicht zu leicht.

Und hier komme ich zu meinem zweiten Kritikpunkt: der Krimi war mir zu kurz. Die Autorin hätte bei dieser Geschichte und vor allem diesem Thema sehr gut doppelt so viele Seiten schreiben können, ohne dass es langweilig geworden wäre. So allerdings waren es mir persönlich zu wenig Details, zu schnelle Sprünge in den Erfolgen und auch die Beweggründe der handelnden Personen werden zwar beleuchtet, aber nur streiflichtartig wiedergegeben. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Denn all die Figuren und auch die Story selbst boten so viel Potenzial, das leider nicht genutzt wurde.

Der Stil von Sabine Wierlemann ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise hat was heimatliches, warmes, so dass der Krimi um Kommissar Haller nicht kühl, sondern angenehm persönlich wirkt.


Fazit: ein schöner Krimi für zwischendurch. Ich hoffe, dass die Autorin sich beim nächsten Buch mehr Zeit für Details lässt.


Ein großes Dankeschön geht an den Klarant Verlag für das Buch!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Tattoos als Weg zur Hölle

Todesurteil
(Maarten-S-Sneijder-Reihe Band 2)
von Andreas Gruber

Eine Leseprobe findet ihr hier

In Wien taucht nach einem Jahr die zehnjährige Clara wieder auf. Sie ist körperlich ausgezehrt, verstummt und auf ihrem Rücken wurde ein Motiv aus Dantes "Inferno" tätowiert. Staatsanwältin Melanie Dietz übernimmt den Fall und muss sich mit Schrecken fragen, ob Clara nur eines von mehreren Opfern ist.
In Wiesbaden kommt Sabine Nemez endlich ihrem Traum ein Stück näher: sie darf an der BKA-Akademie für hochbegabten Nachwuchs studieren. Einer ihrer Dozenten ist niemand anderes als Maarten S. Sneijder, den sie schon von einem anderen Fall kennt. Sneijder bespricht mit seinen Studenten nur ungelöste Fälle und schon bald fällt Sabine ein Zusammenhang zwischen 3 Fällen auf. Doch der Profiler hört ihr nicht zu. Warum?

"Todesurteil" war mein erster Thriller von Andreas Gruber. Für seinen Profiler Maarten S. Sneijder ist es bereits der zweite Fall. Auch ohne den Vorgänger zu kennen, konnte ich direkt in den Roman abtauchen und habe erst wieder Luft geholt, als ich die letzte Seite umgeschlagen habe.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet. Dabei folgt man kapitelweise der Staatsanwältin Melanie Dietz, die sich in Wien um den Fall der misshandelten Clara kümmert und der BKA-Anwärterin Sabine Nemez, die sich im Kurs von Sneijder mit ungelösten Mordfällen befasst und dabei etwas erkennt, was der Profiler als unmöglich erachtet. Diese wechselnden Orte und Geschehnisse haben mir sehr gut gefallen, denn so konnte ich beide Fälle sehr gut verfolgen und mitermitteln. Die Kapitel sind kompakt gehalten, was sehr zum Spannungsaufbau beigetragen hat.

Maarten S. Sneijder ist für mich der Dr. House unter den Fallanalytikern. Verachtend, arrogant und nur auf sich selbst bedacht vollbringt der Niederländer Höchstleistungen wie kein anderer. Dass er dabei so manche Regel bricht und Menschen vor den Kopf stößt, ist ihm herzlich egal. Auch wenn Sneijder ein Kotzbrocken ist, habe ich ihn sofort ins Herz geschlossen. Für mich ist er ein liebenswertes Ekel.

Auch die beiden Frauen, die gewissenhaft und fast schon verbissen ihre Ermittlungen führen, fand ich Seite um Seite sympathischer. Zwar haben beide ihre Ecken und Kanten und so manche Entscheidung, die sie vermeintlich im Sinne der Ermittlungen treffen, habe ich mit einem Zähneknirschen zur Kenntnis genommen, aber insgesamt haben es mir Melanie Dietz und Sabine Nemez angetan und ich würde mich freuen, die beiden bald wiederzusehen.

Der Thriller selbst ist von der ersten bis zur letzten Seite spannungsgeladen. Andreas Gruber gönnt seinen Lesern kaum eine Verschnaufpause und wenn man gerade denkt, man weiß, wie alles zusammenhängt, fällt das schöne Kartenhaus in sich zusammen und man grübelt wieder von neuem. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich lese recht viele Thriller und bin schon enttäuscht, wenn ich den Täter nach knapp 100 Seiten erkannt habe. Bei "Todesurteil" tappte ich sehr lange im Dunkeln. Toll!

Der Stil von Andreas Gruber ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, schnörkellos und so fesselnd, dass ich teilweise gar nicht mehr vom Sofa weg wollte.


Fazit: Wer Thriller mag, wird Gruber lieben. Ich kann das Buch nur empfehlen.

Dienstag, 24. Februar 2015

Eine Reise in die Freiheit?

Egal wohin
von Franziska Moll


Johanna zählt die Tage bis zu ihrem 18. Geburtstag. Endlich frei sein, endlich alle Entscheidungen alleine treffen, ohne sich zu rechtfertigen. Jo, so nennt sich Johanna, will mit ihrem Kumpel Koch nach Kreta gehen um dort ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Doch kurz vor der Abreise verschwindet Koch spurlos. Jo kann es nicht fassen. Sie waren doch so gut befreundet. Wie kann es da sein, dass der Spüler Amar da schon mehr über Koch weiß, als Jo je gewusst hat?

"Egal wohin" war mein erstes Jugendbuch von Franziska Moll und es hat mir sehr gut gefallen. Hatte ich aufgrund des Klappentextes ein witziges Roadmovie erwartet, hat mich die Autorin mit einer Hauptfigur überrascht, die sich selbst und ihre Umwelt kaum noch wichtig nimmt.

Die Geschichte wird von Jo selbst erzählt. Die Jugendliche wird von ihren Eltern zur Psychotherapie gezwungen, hat die Schule abgebrochen und jobbt in einem Restaurant. Und obwohl sie aus einem gut situierten Haushalt kommt, will Johanna einfach nur noch weg. Weg aus ihrem Leben, aus ihrer Vergangenheit und weg von ihrem toten Bruder. Sie will mit ihrem Kumpel Koch nach Kreta fliehen. Obwohl sie den viel älteren Mann kaum zu kennen scheint, hängt sie sehr an ihm und hat seine Meinung übernommen. Als Koch spurlos verschwindet, weiß Jo zunächst nicht, was sie tun soll.

Johanna ist für mich keine Sympathieträgerin. Sie ist frech, zeigt sich an ihrer Umwelt uninteressiert und trifft bei Kollegen und ihren Eltern zielsicher die Punkte, die weh tun. Jede Hilfe wird von ihr rundheraus abgelehnt und so manches Mal wollte ich das Mädel einfach nur schütteln und ihr klarmachen, dass nicht nur sie unter dem Tod ihres Bruders leidet.

Jo zeigt sich teenagertypisch egozentrisch und hat vor allem sich selbst im Kopf. Gefühle lässt sie kaum zu und zeigt sich gegenüber jedem als Ekelpaket. Warum sie das tut? Nun, das kann man nur spekulieren, denn Jo erklärt sich nicht. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, denn so wirkt die Figur authentisch und lebensnah.

Der Roman selbst ist nicht spannend oder gar freudebringend. Im Gegenteil: "Egal wohin" zieht einen runter, denn man muss beim Lesen erkennen, dass auch Jugendliche nicht vor Lebensenergie sprühen, Eltern meist mit sich selbst beschäftigt sind und man sich kaum auf andere verlassen kann. Dennoch habe ich ihn gern gelesen, denn mir hat das Zusammenspiel von Jo, Koch und Amar sehr gut gefallen und auch die Gedanken, die Johanna wiedergibt, regen zum Nachdenken an.

Der Stil von Franziska Moll ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist geprägt von kurzen Sätzen, wenig Emotionen und einigem Gedankenchaos. Das hat in meinen Augen sehr gut zur Hauptfigur und ihrem Leben gepasst.

Fazit: ein Jugendbuch, das mich auf eine andere Art berührt hat. Wer nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen lesen mag, sollte zugreifen.



Montag, 23. Februar 2015

Schreibe den Toten um die Lebenden zu verstehen

(Quelle: cbt Verlag )

Eine Leseprobe findet ihr hier

Laurel bekommt in ihrem Englisch-Kurs eine Aufgabe, die bald größer wird, als sie sich je gedacht hat: sie soll einen Brief an eine verstorbene Person schreiben. So weit, so gut. Laurel entscheidet sich für Kurt Cobain, da ihre verstorbene Schwester May ihn und seine Band Nirvana so toll fand. Doch bei einem Brief bleibt es nicht und bald schreibt sich das Mädchen ihren Frust, ihren Schmerz und ihre Hoffnungen von der Seele. Wird ihr das helfen, sich der Wahrheit über Mays Tod zu stellen?

"Love Letters to the Dead" ist das Debüt von Ava Dellaira und hat mich sehr berührt. In Briefform erzählt die Autorin über das Leben eines jungen Mädchens, das ihre große Schwester und somit auch ihr Vorbild verloren hat.

Die Briefe von Laurel sind immer an tote Prominente gerichtet. So schreibt sie nicht nur Kurt Cobain, sondern auch Judy Garland und Heath Ledger. Da sie immer wieder die Toten wechselt, an die sie schreibt, werden manche Begebenheiten wiederholt. Gerade zu Beginn ist mir das sehr aufgefallen und ich bin froh, dass es sich im Laufe des Romans gegeben hat. Denn ansonsten hätte ich mich schnell gelangweilt.

Laurel erzählt den Toten aus ihrem Leben, ihrem Alltag, aber auch von ihrer Gefühlswelt. Die Erzählungen wirken jedoch weder fröhlich noch traurig, sondern einfach stumpf und wie durch einen Schleier wahrgenommen. Dies fand ich persönlich sehr passend, denn Laurel wirkte auf mich wie betäubt nach dem Tod ihrer großen Schwester, auch wenn deren Tod schon einige Monate zurückliegt.

Je mehr das Mädchen erzählt, desto mehr konnte ich verstehen, wie sie so betäubt und gleichgültig werden konnte. Sie hat ihre große Schwester May angehimmelt, ja geradzu vergöttert und muss langsam erkennen, dass auch May ihre Probleme hatte. Dieser Prozess ist für Laurel mehr als schmerzhaft und so wandeln sich auch ihre Briefe. Das fand ich sehr passend.

Die Geschichte selbst spielt sich in einem eher engen Zeitrahmen ab. Es passiert nicht mal wirklich was, denn Ava Dellaira legt ihr Hauptaugenmerk klar auf Laurel und ihre Entwicklung nach dem Tod von May. Das hat mir sehr gut gefallen, denn durch diesen genauen Blick auf das Mädchen konnte ich mit ihm mitfühlen, mitweinen und auch mitwüten.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise passt perfekt zu einem trauernden Mädchen, das seinen Gefühlen in Form von Briefen freien Lauf lässt. Zu Beginn noch eher auf die Außenwirkung bedacht, wird Laurel zum Ende hin immer poetischer und nachdenklicher. Und das spiegelt sich auch im Stil wider. Toll!


Fazit: kein einfaches, aber für mich dennoch wichtiges Jugendbuch. Ich kann es empfehlen.

Sonntag, 22. Februar 2015

Einfach danke - Wahl zum offiziellen Blogger für die LLC 2015

Hallo Ihr Lieben,

bis gestern konntet Ihr ja Eure Stimme bei der Wahl zum offiziellen Blogger für die LLC 2015 abgeben. Mehr aus Neugierde habe ich heute auf die Seite geschaut und war freudig überrascht...ach was sag ich, ich war überwältigt.



Dank Eurer Stimmen ist mein Blog auf Platz 2 gelandet.  Ich bin einfach nur sprachlos. Tausend Dank für so viel Unterstützung. Jetzt müssen nur noch die Stimmen der Sponsoren, teilnehmenden Autoren und der Veranstalter ausgewertet werden.

Am 28.2. werden dann die Blogger informiert. Also ist weiterhin Daumen drücken angesagt. Aber schon jetzt bin ich einfach nur stolz auf Euch und Euren Support. Tausend Dank!!

Eure glückliche Denise

Samstag, 21. Februar 2015

Wer tot ist, kann nicht sterben

(Quelle: Svea Kerling)
Schwarz oder Weiß: Borderliner kennen kein Grau
von Svea Kerling


Psychische Krankheiten sind perfide, denn von außen kann kein Mensch sehen, das man krank ist. Hat man einen gebrochenen Arm oder geht an Krücken, ist es offensichtlich, dass man nicht gesund ist. Doch bei geistigen Schmerzen sehen sich die Betroffenen oft Aussagen wie "Stell dich nicht so an!" oder "Anderen geht es noch schlechter" ausgesetzt. In ihrer autobiografischen Erzählung "Schwarz oder Weiß: Borderliner kennen kein Grau" versucht Svea Kerling ihren Lesern einen Einblick in ihre Welt zu geben.

Und dieser Einblick ist schonungslos und offen. Die Autorin versucht nicht, das Bild von ihr und ihrer Krankheit irgendwie zu verschleiern oder besser darzustellen. Sie erzählt einfach Begebenheiten aus ihrem Alltag, wobei sie sich dabei nicht auf den Alltag an sich, sondern auf ihre Gedanken konzentriert. Das fand ich sehr gut, denn so kann auch ein Außenstehender versuchen zu begreifen, was im Kopf einer Borderlinerin vorgeht.

In den einzelnen Kapiteln schwankt die Laune von Svea Kerling zwischen "Ja, ich schaffe das" und "Himmel, warum lebe ich noch!" Diese extremen Stimmungsschwankungen finden teilweise in wenigen Sätzen statt. Das hat mich erschrocken, aber auch für die Autorin eingenommen. Ich kenne solche Schwankungen aus eigener Erfahrung sehr gut, so extrem hatte ich sie aber bisher noch nicht. Durch ihre ehrliche und offene Erzählweise gibt Svea Kerling ihren Lesern die Chance diese Schwankungen nachzuvollziehen.

Was ich besonders erwähnenswert finde: die Autorin rechtfertigt sich nicht. Sie entschuldigt sich nicht oder zieht sich hinter ihrer Krankheit zurück. Sie beschreibt einfach nur, wie es ihr geht, welche Gedanken sie quälen und wie sie mit dem Druck ihrer Umwelt umzugehen versucht. Dabei erklärt sie weder objektiv, was Borderline genau ist, noch gibt sie einen Einblick in ihre Therapien. Das unterscheidet diese Erzählung so sehr von anderen Büchern, die ich von Betroffenen gelesen habe. Svea Kerling bittet weder um Verständnis noch um Mitleid. Sie will einfach nur zeigen, wie es im Kopf einer Borderlinerin aussieht. Toll!

Der Stil der Autorin ist dabei sehr gut zu lesen. Zwar wirken ihre Erzählungen ab und an hektisch und durcheinander, doch wie sonst sollte man das Chaos in seinem eigenen Kopf zu Papier bringen? Und obwohl es manchmal chaotisch zuging, konnte ich Kerling jederzeit folgen und verstehen.

Fazit: wer sich mit Borderline auseinandersetzen möchte und fernab von jedem Medizinjargon wissen will, wie es Betroffenen geht, sollte zugreifen.


Freitag, 20. Februar 2015

Hattusa bewegt bis heute

Die Stadt der schweigenden Berge
von Carmen Lobato

Eine Leseprobe findet ihr hier

Berlin 1931: die junge Amarna studiert Altorientalik und beschäftigt sich für ihre Abschlussarbeit mit dem Gilgamesch-Epos. Doch je mehr sie in die Geschichte eintaucht, desto mehr verspürt sie den Drang etwas über das wenig erforschte Volk der Hethiter zu lernen. Ihr Vater und ihr Patenonkel sind strikt dagegen, obwohl beide auf diesem Gebiet große Errungenschaften vorzuweisen haben. Warum verweigern sie Amarna weitere Forschungen? Und was hat der schöne unbekannte Jüngling, den die junge Frau im Pergamon-Museum trifft, im Sinn?

Mit "Die Stadt der schweigenden Berge" entführt Carmen Lobato ihre Leser in die Zeit der 30er Jahre und in die aufblühende Türkei. Die Autorin beschäftigt sich dabei aber nicht nur mit den Ausgrabungen von Hattusa, sondern zeigt auch, welches Schicksal die Armenier zu Beginn des 20. Jahrhunderts aushalten mussten. Der gesamte Roman hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet. Dabei folgt man zum Einen Amarna und ihrem Drang, ihre Vergangenheit und Hattusa zu erforschen. Zum Anderen darf man die spannende und zugleich anrührende Geschichte des alten Hattusa verfolgen, in der es um Liebe, Verbundenheit und harte Entscheidungen geht. Diese Mischung aus 2 verschiedenen Zeitebenen hat mir sehr gut gefallen, denn Carmen Lobato führt die beiden Schienen gekonnt zusammen.

Die handelnden Personen, allen voran Amarna, sind mit sehr viel Liebe zum Detail beschrieben und auch mit genügend Zeit zum Kennenlernen ausgestattet. Innerhalb des Romans schwankte meine Sympathie bei jeder Figur, so dass ich mich mit ihnen noch mehr verbunden fühlte. Denn keine Figur ist nur gut oder böse, nur tragisch oder glücklich. Jeder, auch die kleinste Randfigur, hat Ecken und Kanten, Ausraster und lichte Momente. Und auch wenn ich über einige Reaktionen von Amarna oder ihrem Verlobten Paul den Kopf geschüttelt habe, so konnte ich sie doch nachvollziehen.

Der Roman ist ruhig, unaufgeregt und mit sehr vielen wissenswerten Details gespickt. Wer hier einen rasend spannenden Archäologie-Thriller erwartet, ist falsch gewickelt. Carmen Lobato legt ihr Hauptaugenmerk nicht auf das Abenteuer, das ihre Figuren bestehen müssen, sondern auf die Erkenntnisse und Entdeckungen, die sie dabei machen. Hattusa war mir bisher gar kein Begriff, doch durch den Roman bin ich auf den Geschmack gekommen mehr darüber zu erfahren. Auch der Genozid an den Armeniern macht die Autorin zum Thema. Dieses tut sie mit sehr viel Fingerspitzengefühl, dem nötigen Feingefühl und dem richtigen Blick für Details und wo sie lieber verschwiegen werden. Ich finde es grandios, dass Lobato sich diesem leider immer wieder vergessenen Thema angenommen hat.

Und etwas ist sehr auffällig an diesem wundervollen Buch: ich merkte bei jeder Zeile, wie viel Herzblut und Recherche die Autorin in ihr Werk gelegt hat. Alle Details wirken sehr fundiert und gut rausgearbeitet, nirgendwo bleibt eine offene Lücke. So wünsche ich mir einen Roman, der sich mit dem Thema Archäologie beschäftigt.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist gefühlvoll, manchmal poetisch und sie hat mich mit ihren tollen, bildhaften Vergleichen immer wieder verzaubert. Normalerweise mag ich den geradlinigen, schnörkellosen Stil, aber für Hattusa wäre dieser nicht angemessen gewesen. Carmen Lobato beweist das richtige Gespür für Sprache um ihrer Geschichte gerecht zu werden.


Fazit: ein Buch, das zum Träumen und Forschen einlädt. Ich kann es nur empfehlen.

Montag, 16. Februar 2015

Liebe? Ich doch nicht!

Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?
(Tangled - Reihe Band 1)
von Emma Chase

Eine Leseprobe findet ihr hier

Andrew Evans, Drew gerufen, hält sich für ein Geschenk der Götter an die Frauen. Ein Lächeln, ein netter Spruch und schon hat er die nächste Frau im Bett. Er und Liebe? Niemals. Daher kann es auch gar nicht sein, dass er aus Liebeskummer daheim vergeht. Nein, er hat die Grippe....redet er sich ein. Und doch muss er erkennen: Kate Brooks hat ihm den Kopf verdreht. Gehörig!

"Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?" ist das Debüt von Emma Chase und es hat mich begeistert. Die Autorin erzählt eine Geschichte, die man zwar schon öfters gelesen hat, aus der Sicht des Mannes. Endlich erfahren wir mal, wie es den Männern geht, wenn wir Frauen uns den Kopf heiß reden, was wir nur mit dem attraktiven Typen aus dem Büro gegenüber anfangen sollen.

Die Geschichte wird von Drew selbst erzählt. Der Mann, der sich als Gott schlechthin ansieht, berichtet mit viel Witz, Selbstironie und einer dicken Portion Selbstvertrauen von seinem Leben vor und nach Kate. So durfte ich Drew kennenlernen, als er sich gerade typisch männlich seiner "Grippe" hingegeben hat. Und da war ich froh, dass Bücher keine Gerüche transportieren können. Denn so selbstbewusst der Investmentbanker gegenüber Frauen ist, so männlich – wehleidig ist er, wenn er verliert.

Im Verlauf des Romans lernte ich Drew genauer kennen. Und obwohl sein Verhalten sehr einem Mistkerl gleicht, war er immer ehrlich und offen zu seinen Lesern. Das hat mir gefallen. Denn er ist schonungslos direkt, wenn es um seine Errungenschaften geht. Und er stellt auch von Beginn an klar, um was es ihm geht. Diese Eigenschaften haben mich für ihn eingenommen und ich konnte so mit ihm lachen, leiden und erobern. Und ja, Drew hat mich auch zu Tränen gerührt.

Die Story selbst ist nicht wirklich neu: Mann schwört sich, nie zu lieben, verguckt sich dann in eine Frau, die zwar will, aber nicht kann und schon beginnt das Chaos. Zwar kennt man solche Begebenheiten in vertauschten Rollen, aber das Schema ist das gleiche. Und obwohl man weiß, worauf es hinausläuft, ist es so wunderbar witzig und auch neugierig machend, wie ein Mann mit so einer Situation umgeht. Denn wie wir Frauen das machen, wissen wir aus sehr vielen Romanen und unserem eigenen Alltag.

Der Stil von Emma Chase ist sehr gut und flüssig zu lesen. Der Witz und auch die Art, wie sie schreibt, passt in meinen Augen sehr gut zu einem Mann wie Drew. Während des Lesens hatte ich nicht das Gefühl, hier eine Frau zu lesen, sondern ich konnte mich voll und ganz darauf einlassen, dass ein Mann seine Geschichte zum besten gibt.

Fazit: ein humorvolles und erst später romantisches Buch. Ich kann es sehr empfehlen!

Sonntag, 15. Februar 2015

Wahl zum offiziellen Blogger für die LLC 2015

(Quelle: http://loveletterconvention.com/ )


Hallo Ihr Lieben,

seit gestern ist es soweit:
Ihr könnt mitbestimmen, wer als offizieller Blogger zur Loveletter Convention 2015 fahren darf. Und natürlich wäre ich sehr sehr gern dabei.

Daher habe ich eine Bitte an Euch: stimmt bis zum 21.02.2015 für meinen Blog. Jede Stimme zählt und ich würde mich riesig freuen. Wenn ich fahren darf, überlege ich mir natürlich was als Dankeschön für Euch.

>>>Hier geht es zur Abstimmung<<<

Schon jetzt ein riesiges Danke an alle, die mitmachen.

Liebe Grüße
Eure Denise

Mittwoch, 11. Februar 2015

Verlagsvorstellung Egmont Lyx

Hallo Ihr Lieben,

in nicht mal mehr 3 Monaten ist es soweit: die Loveletterconvention 2015 öffnet ihre Tore. Höchste Zeit, dass ich Euch mal einen meiner Lieblingsverlage, der auch gleichzeitig Sponsor der LLC 2015, vorstelle: Egmont Lyx

Dienstag, 10. Februar 2015

Kurios? Ja. Aber leider auch eintönig

(Quelle: http://www.mira-taschenbuch.de/)

Eine Leseprobe findet ihr hier

Gerichtsvollzieher rangieren bei der Beliebtheit nicht gerade auf den vorderen Rängen. Kommen sie doch dann, wenn schon fast alles zu spät ist und bringen dann auch noch das Pfandsiegel, genannt Kuckuck, mit. Doch hat sich nicht jeder von uns schon mal heimlich gefragt, wie es dem Gerichtsvollzieher selbst dabei geht? Muss man sadistisch veranlagt sein oder reicht es einfach, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein hat? Die Vollzieherin Katja K. erzählt in ihrem Buch "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt" von ihrem Alltag.

Und der könnte abwechslungsreicher nicht sein. Die Beamtin schlägt sich in München nicht nur mit den "normalen" Fällen wie Unterhaltsforderungen oder ähnlichem rum, sondern steht auch schon mal an der Rennbahn oder im angesagten Fischrestaurant um Schulden einzutreiben. Dabei verliert sie nie ihre Freundlichkeit, wird aber dort, wo es notwendig ist, sehr deutlich und zeigt dem Schuldner den weiteren Gang auf, wenn er nicht zahlen will.

Gegenüber denjenigen, die zahlen möchten, zeigt sich Katja offen und hilfsbereit. Und so vermittelt sie auch mal Kontakte zum Sozialamt, zu Buchhaltern oder Geldgebern. Ob die Geschehnisse diesbezüglich so wahrheitsgetreu sind, lasse ich mal dahingestellt. Wenn es so sein sollte, freut mich das für die zahlungswilligen Schuldner. Auf der anderen Seite wirken die Kontakte der Beamtin doch zu gut um wahr zu sein. Aber ich möchte hier nicht spekulieren.

Die einzelnen Fälle sind in übersichtlichen Kapiteln dargelegt und werden recht kurz abgehandelt. Das fand ich schade, da ich zu manchen Fall gern mehr erfahren hätte. So weiß man oft nicht, wie es mit den Fällen weiterging oder ob die Gerichtsvollzieherin wirklich Erfolg hatte. Hier hätte ich weniger Fälle und mehr Details besser gefunden.

Auch wird für meinen Geschmack das Hauptaugenmerk zu sehr auf die High-Society von München gelegt. Die spielende Baronesse, der leidenschaftliche Fast-Sterne-Koch, der Gestütbesitzer und weitere eher erlauchte Personen sind Kunden von Katja K. Deren Fälle zu lesen, hat zwar durchaus einen gewissen Reiz, doch hätten mich auch die Fälle normaler Durchschnittsbürger interessiert. Denn dann hätte ich auch mehr Bindung zur Beamtin und ihrem Tun aufbauen können. So reiht sich ein erlauchter Kunde an den anderen und für mich blieb da der Reiz auf der Strecke.

Die Erzählungen der einzelnen Episoden sind sehr gut und flüssig zu lesen. Das Buch kann man auch kapitelweise genießen, da die Fälle in sich geschlossen sind.


Fazit: wer mal einen Einblick in den Alltag einer Gerichtsvollzieherin bekommen möchte, kann zugreifen. Allerdings sollte man nicht zu viel erwarten.


Ihr seid neugierig auf das Buch geworden? Dann schaut doch mal im Shop von Mira Taschenbuch vorbei.

Ich danke Mira Taschenbuch
für das Ebook!

Montag, 9. Februar 2015

Wenn Täter und Opfer verschwimmen...

(Quelle: www.blanvalet.de)

Eine Leseprobe findet ihr hier

Die Anwältin Rose Benninghoff wird mit durchgeschnittener Kehle in ihrer Wohnung aufgefunden. Es gibt keine Einbruchsspuren, sie muss ihren Mörder gekannt haben. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten stoßen die Beamten Waechter und Hannes Brandl auf den 14-jährigen Oliver Baptiste. Der Junge ist verstört, verletzt und an seinen Händen klebt Blut. Ist es das Blut der Toten? Warum hielt sich Oliver im Keller der Toten auf? Und wo war sein Vater?

"Kellerkind" ist das Krimidebüt von Nicole Neubauer und hat mich positiv überrascht. Gerade durch ihre für einen Krimi ungewöhnliche Sprache konnte mich die Autorin in ihren Bann ziehen.

Der Roman wird aus der Erzählerperspektive geschildert. Dabei folgt man zum Einen den Ermittlern, zum Anderen bekommt man aber auch einen Blick in die Welt von Oliver Baptiste. Und diese Einblicke sind verstörend, berührend und zeigen einen 14-Jährigen, der mit der Welt nicht klar kommen kann, weil er es nie gelernt hat. Diese Abschnitte gingen mir nahe, obwohl Oliver an sich nun kein untypischer Jugendlicher ist. Er ist trotzig, ändert seine Meinung alle 5 Minuten und hat doch so etwas zerbrechliches an sich, dass man ihn einfach nur beschützen möchte.

Ich fand es toll, dass die beiden Komissare Waechter und Brandl keine Abziehbilder bekannter Ermittlertypen sind. Zwar haben auch die beiden, wie fast jeder Ermittler, so ihre privaten Probleme, doch sind diese nicht 08/15, sondern gehen sehr tief. Mit welchen Dämonen die beiden zu kämpfen haben, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn sie spielen im Krimi selbst eine entscheidende Rolle. Nur so viel sei gesagt: die privaten Schwierigkeiten machen die beiden noch menschlicher.

Der Krimi selbst ist spannend, aber nicht nervenaufreibend rasend. Nicole Neubauer lässt sich Zeit mit den Ermittlungen und zeigt damit, wie quälend langsam manchmal alles vorangehen kann, auch wenn die Polizei es sich anders wünscht. Und obwohl die Arbeit ab und an 3 Schritte vor und 2 zurückgeht, habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Dafür war ich zu tief in der Story drin.

Das Ende war für mich passend, rund und sehr gut hergeleitet. Es gab keine klischeehaften Heldentaten, die Ermittlungen wurden konsequent zu Ende geführt und zum Schluss zeigte sich wieder mal, dass wir alle nur Menschen sind.

Der Stil von Nicole Neubauer ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist für einen Krimi außergewöhnlich, denn die Autorin erzählt sehr bildhaft, ab und an sogar poetisch und gibt dem Schrecken des Verbrechens so ein neues Gesicht. Sie ergeht sich nicht in blutigen Details oder perfiden Verhörspielen, sondern schildert auf ruhige Art und Weise, wie ihre Ermittler immer tiefer in den Fall gezogen werden. Das hat mir sehr gut gefallen.


Fazit: wer mal eine andere Art von Krimi lesen möchte, ist hier goldrichtig. Ich kann ihn nur empfehlen.

Sonntag, 8. Februar 2015

Leseflaute oder warum meine Bücher vorwurfsvoll gucken

Hallo Ihr Lieben,

wie Ihr sicherlich schon mitbekommen habt, ist seit Anfang 2015 nicht mehr so viel auf meinem Blog los wie 2014. Das hat einen einfachen, aber für mich traurigen Grund:

Ich stecke in einer Leseflaute!

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Leseflaute. Das böse Wort mit L. Ich könnte heulen...was heißt könnte, ich habe es schon. Denn bisher war mir so eine Flaute total unbekannt und nun stecke ich mittendrin. Ich hätte nie gedacht, dass Bücher vorwurfsvoll schauen können.

Und so versuche ich mich in Geduld zu üben und zu hoffen, dass meine Leselust mich bald wiederfindet.

Ging es Euch auch schon mal so?

Liebe Grüße
Eure Denise

Dienstag, 3. Februar 2015

Hör auf dein Herz!

(Quelle: Manuela Brandt)

Mia ist Anfang 20, verlobt und dennoch nicht glücklich. Sie fühlt eine innere Leere, die sie aber gekonnt verdrängt. Denn wer kann schon was an einem erfolgreichem Job, einem tollen Mann und einer rosigen Zukunft auszusetzen haben. Lisa, Mias beste Freundin und Kollegin, lädt die junge Frau zu einem Trip nach Kanada ein. Dies geschieht nicht ohne Hintergedanken, denn auch Lisa merkt, dass es Mia nicht gut geht.
In Kanada verbringen die beiden ihre Tage bei Lisas Bruder Jan in einem Dorf in den Rocky Mountains. Dort begegnet Mia Jace, einem attraktiven wie rüpelhaften Mann. Sofort ist für die junge Frau klar: Jace geht gar nicht. Doch dann geschieht etwas, womit Mia nie gerechnet hätte...

"Seelenblau" ist das Debüt von Manuela Brandt und hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt eine Geschichte mit zauberhaften Elementen, die mein Herz berührt hat.

Der Roman wird von Mia aus der Ich-Perspektive erzählt. Man begleitet die junge Frau in Hamburg zu ihrem Job und ihrem Leben mit ihrem Verlobten Thomas. Dabei ist von Beginn an zu spüren, dass Mia etwas will, was ihr Herz nicht fühlt. Und man merkt durch ihre Erzählweise, dass sie angestrengt versucht, ihr Herz von ihren Gedanken zu überzeugen.

Im Laufe des Romans konnte ich Satz für Satz erleben, wie Mia sich veränderte. Aus der beherrschten und durchgeplanten Frau wird eine Frau, die auf ihr Herz hört. Diese Wandlung hat mir sehr gut gefallen und war für mich auch nachvollziehbar.

Auch die Geschichte selbst konnte mich überzeugen. Sie hat für mich genau den richtigen Anteil an zauberhaften Elementen und nachdenklich stimmenden Punkten. Gerade das Thema Seelenpartner wird ausführlich behandelt und so bekam ich einen Einblick in eine Welt, die mir bisher verschlossen blieb. Dabei erzählt Manuela Brandt mit viel Liebe zum Detail, wirkt dabei aber zu keinem Zeitpunkt missionarisch. Das hat mir gefallen.

Die Figuren, allen voran Mia und Jace, brachte ich sofort Sympathie entgegen. Auch wenn Mia so manches Mal überreagierte, konnte ich ihre Wutausbrüche und Nachfragen sehr gut nachvollziehen. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz und so habe ich beim Lesen ab und an feuchte Augen bekommen, weil es mich einfach rührte, wie Mia und Jace miteinander umgingen.

Der Stil von Manuela Brandt ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist humorvoll, detailreich und hat den nötigen Charme, den es braucht um das Thema "Seelenpartner" gebührend rüber zu bringen.

Fazit: "Seelenblau" ist etwas für die Romantiker und Einfach-mal-die-Seele-baumeln-Lasser. Ich kann es empfehlen.

Montag, 2. Februar 2015

Gewinner "Marie zwischen den Welten"


Hallo Ihr Lieben,

die Glücksfee hat sich durch den Schnee gekämpft und 2 Gewinnerinnen ausgelost.

Das Print-Buch geht an:
Susanne von Bücher aus dem Feenbrunnen

Das ebook geht an:
Andrea

Herzlichen Glückwunsch. Bitte meldet Euch bei mir per Mail (Die Adresse findet ihr im Impressum) und dann können sich Eure Gewinne auf den Weg machen.

Ich danke allen Teilnehmern für Ihre Kommentare und Ihr dürft sicher sein, dass es bald wieder mal ein Gewinnspiel bei mir gibt.

Liebe Grüße
Eure Denise