Donnerstag, 31. Dezember 2015

Das war mein buchiges 2015 - Indies sind die neuen Bestseller!

(Quelle: YouTube)


Hallo Ihr Lieben,

2015 geht zu Ende und auch ich will zurückblicken! Aber hier geht es nicht um Menschen, Bilder, Emotionen, sondern um mein buchiges Jahr! Viel Spaß!

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Nix mit Pretty!

Pretty Girls
von Karin Slaughter

Eine Leseprobe findet Ihr hier
!ACHTUNG! Dieses Buch kann LESEN verursachen

Claire und ihr Mann Paul werden in einer Gasse überfallen und ausgeraubt. Als ihr Mann sich wehren will, wird er erstochen. Claire ist geschockt und trauert tief. Bis sie am PC von Paul brutale Snuff-Videos findet. Kannte sie ihren Mann überhaupt?

"Pretty Girls" war meine 2. Chance für Karin Slaughter, nachdem sie mich mit "Letzte Worte" ja vergrault hatte. Von dem neusten Werk hatte ich so viel gutes gehört und mich dann entschlossen zuzugreifen. Hätte ich es mal besser gelassen...

Die Geschichte wird großteilig von einem auktorialen Erzähler berichtet. Kapitelweise kommt auch der Vater der 1991 entführten Julia zu Wort, der seine Zeilen an seine verschwundene Tochter richtet. Diese Mischung fand ich gut. Denn der Schmerz des Vaters hat die Autorin so plastisch dargestellt, dass ich mit ihm gelitten habe.

Leider war es das aber schon an Mitgefühl von meiner Seite. Die anderen Figuren, seien es Claire und Lydia, die beide ein echt beschwerliches Leben bisher hatten, oder Polizisten, die mir noch nie unsympathischer waren, konnten mein Herz nicht gewinnen. Während die Ermittler wie schmierige Casanovas rüberkommen, scheinen die weiblichen Figuren im Thriller nur eins gekannt zu haben: poppen, was nicht bei 3 aufm Baum war. Dabei ist es vollkommen egal, ob der Mann zu einer anderen gehört, vielleicht sogar zur eigenen Schwester, drogenabhängig war oder der Geschäftspartner des Ehegatten ist. Das hat mich ab einem gewissen Punkt regelrecht angeekelt. Denn Karin Slaughter stellt das Ganze auch noch in so einem komisch anmutenden Kontext da, dass ich mich wie in einer Produktion a la "Warum liegt hier Stroh?" fühlte.

Emotional konnten die Charaktere auch nicht punkten. Schockierende Entdeckungen, wie zum Beispiel das Snuff-Video, werden mit der gleichen Erregung bedacht wie ein Fussel. Zudem haben ALLE Figuren Dreck am Stecken. ALLE! Ich mag es ja, wenn Charaktere nicht aalglatt sind, aber hier übertreibt die Autorin maßlos.

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Thriller klasse sein können, wenn nur die Story überzeugen kann. Kann sie aber nicht. Bis zur Mitte passiert....nichts. Also fast nichts bis auf den einen Mord. Zudem ergeht sich Karin Slaughter in Andeutungen über die dunklen Geheimnisse ihrer Personen, so dass ich das Buch mehrmals mit den Worten "Rede doch endlich" anschrie. Der Story fehlt ein roter Faden, nirgendwo erkannte ich einen brauchbaren Ansatz für mich zum Mitfiebern. Und so flog das Buch im übertragenen Sinne in die Ecke.

Auch der Stil von Karin Slaughter hat sich mächtig geändert. Konnte ich grad bei ihren ersten Werken kaum die Finger vom Buch lassen, schleppen sich nun ihre Erzählungen hin. Details werden nur noch dazu verwendet, um brutal krasse Szenen noch blutrünstiger zu machen, was vollkommen unnötig ist.

Fazit: Poor Pretty Girls. Nicht mit mir. Schade!

Dienstag, 29. Dezember 2015

Dein Leben gehört uns, Roter!

Red Rising
(Red-Rising-Trilogie Band 1)
von Pierce Brown

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Darrow ist ein Roter und Höllentaucher. In den Tiefen des Planet Mars schürft er Helium-3, damit der rote Planet urban gemacht werden kann und nachfolgende Generationen auf ihm leben können. Die Roten sind eine niedere Klasse, werden von den Goldenen regiert und diszipliniert. Als diese Darrows Frau Eo töten, rastet er vor Trauer und Wut aus. Doch damit nicht genug, er muss auch noch entdecken, dass das, was er bisher für die Wahrheit gehalten hat, eine riesige Lüge ist...

"Red Rising" ist der Auftakt der Red-Rising-Trilogie von Pierce Brown. Gern wird dieser Roman mit den Tributen von Panem verglichen. Doch während ich bei den Tributen müde gelächelt habe, hat mich der Autor mit seinem Abenteuer auf dem Mars gefangen genommen und so manches Mal schockiert durchatmen lassen.

Die Geschichte wird von Darrow selbst erzählt. Als Roter hat er nicht viele Privilegien. Im Grunde ist er ein besserer Sklave, denn seine Klasse der Roten ist die niedrigste im Weltensystem. Doch er hat eine Aufgabe, die ihn stolz macht: den Mars kolonisieren, damit die Goldenen, Grünen und Obsidianen auf ihm leben können. Das hält ihn aufrecht....bis er entdecken muss, dass der Mars längst besiedelt ist und sein Volk einfach nur schamlos ausgenutzt wird. Diese Erkenntnis durchflutete nicht nur Darrow, sondern auch mich. Und mit Wut im Bauch verfolgte ich Darrows Schicksal.

Dabei ist der junge Mann nicht nur sympathisch. Zu Beginn ist er einfach nur arrogant und ein Großkotz. Zudem ist er eingebildet und ich hätte ihm am liebsten ins Gesicht gelacht, weil er nicht erkannte, wie übel man ihm mitspielt. Lediglich bei den Szenen mit seiner Frau Eo fühlte ich mit ihm, denn dort war er gefühlvoll und ein großartiger Ehemann. Als Eo zu Tode kam, habe ich geheult und ahnte nicht, was noch auf Darrow wartet. Seine innere Zerrissenheit und auch sein Rachedurst ließen im Laufe des Romans nach. Er wurde kühl, aber nicht kalt und seine Ziele vefolgte er fokussiert. Eine grandiose Wandlung!

Die Story selbst ist fesselnd und packend geschrieben. Zu Beginn musste ich erstmal in das System, das Pierce Brown erschaffen hat, eintauchen um zu verstehen, wie es auf dem Mars läuft. Als ich das verstand, kämpfte ich mit der Hauptfigur um einen Platz an der Akademie der Goldenen. Überrascht hat mich die kalte Brutaliät, mit der der Autor teilweise gegen seine Figuren vorging. Jedoch ist diese Gewalt nicht verherrlichend oder unnötig, sie zeigt lediglich, wie abgestumpft die Menschheit geworden ist und was ihrer Ansich von Nöten war um zu überleben.

In meinen Augen gerät der Teil der ersten großen Prüfung zu weitschweifig. Ja, ich bin mit Darrow gern in diese Prüfung gegangen, jedoch hätte man so manches Ereignis kürzen oder straffen können. Denn das Ziel des jungen Roten geht dadurch unter und ich musste mich gerade im letzten Drittel immer wieder daran erinnern, wo ich bin und warum Darrow sich das alles antut. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Das Ende ist rund und lässt viel Platz für den 2. Teil. Auf diesen freue ich mich sehr, denn Darrow....nein, das verrate ich nicht.

Der Stil von Pierce Brown ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise passt zu seiner jugendlichen Hauptfigur, ist direkt, brutal und wenig emotional. In meinen Augen sehr gut für die Umgebung des Mars gewählt.

Fazit: der Mars ist nicht nur aufgrund seiner Oberfläche rot. Zugreifen!

Sonntag, 27. Dezember 2015

Lesend und blubbernd durch die Weihnachtszeit Tag 7 - FINALE!

(Quelle: Ankas Geblubber)


Hallo Ihr Lieben,

FINALE OHO!!! Heute ist schon der letzte Tag der Blubberwoche *schnief* Also auch zum letzten Mal die Tagesaufgaben

Samstag, 26. Dezember 2015

Menschen in Moll

(Quelle: Digital Publishers)

PHOBIE 
von Jens Lossau

Hannah lebt in der Nähe eines Friedhofs. Auf diesem liegt ihre Mutter, die bei einem Cessna-Unglück ums Leben kam. Hannah sitzt jeden Abend am Fenster und schaut zur letzten Ruhestätte hinüber. Eines Abends sieht sie, wie jemand ein Grablicht klaut. Schnell wie der Wind rennt sie hinüber um den Dieb zur Rede zu stellen und lernt dadurch Tom kennen. Tom ist schräg, Tom ist anders und Tom hat eine Phobienliste...

"PHOBIE" war mein erstes Buch von Jens Lossau und es hat mich begeistert. Der Autor befasst sich mit Ängsten, die allein vom Namen her schon unaussprechlich sind und lässt 2 Jugendliche ihre Erfahrungen mit Phobien und deren Bekämpfung machen. Eine grandiose Idee!

Die Geschichte wird von Hannah höchstselbst erzählt. Das junge Mädchen kämpft immer noch mit der Trauer um ihre Mutter, ist eine selbst gewählte Außenseiterin und lernt mit Tom quasi ihr männliches Pendant kennen. Der Junge ist nicht nur ungewöhnlich, er macht Hannah sogar Angst und das nicht nur mit seiner Phobienliste. Aber so verrückt er auch sein mag, die beiden verstehen sich und rufen ein Angst-Projekt aus. Herrlich! Denn diese Idee habe ich so bisher noch nicht gelesen und fand es entzückend, wie die beiden an die Sache herangegangen sind.

Zudem sind sowohl Hannah als auch Tom keine aalglatten 08/15-Figuren. Beide haben in ihrem jungen Leben schon gelitten und gehen auf ihre ganz eigene Weise damit um. Tom ist bis zum Schluss ein Charakter, den weder Hannah noch ich wirklich durchschaut haben. So manches Mal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt, getreten und dann wieder fest in den Arm genommen. Auch Hannah, die zwar durch ihre eigenen Erzählungen stark wirkt, aber ihre Grenzen kennt, hätte ich so gern mal geknuddelt oder einfach noch mehr zugehört, denn das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr.

Die Story selbst ist spannend, aufwühlend und ließ mich schon in der ersten Hälfte in Tränen ausbrechen. Das passiert mir gerade bei All-Age-Romanen eher selten. Jens Lossau versteht es mehr als perfekt, Emotionen ohne Rücksicht auf Verluste seinen Lesern vor den Latz zu knallen. Kam ich gerade noch mit Hannah nach einer Phobienbekämpfung zu Atem, musste ich mich dem nächsten Zusammenbruch stellen. Eine Achterbahn wirkt dagegen wie eine Kaffeefahrt im Grünen.

Beim Ende habe ich geheult wie ein Schloßhund. Das sagt schon alles darüber aus, wie ich es fand. Der Autor hat eine ganz besondere Saite in mir angeschlagen und ohne Erbarmen auf ihr gespielt!

Der Stil von Jens Lossau ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise passt zu einem jugendlichen Mädchen, ist direkt und emotional, wenn man gerade dachte, man hätte Zeit zum Atmen. Grandios!

Fazit: habt keine Angst und greift zu! Es lohnt sich!

Lesend und blubbernd durch die Weihnachtszeit Tag 6

(Quelle: Ankas Geblubber)


Hallo Ihr Lieben,

und schon bricht Tag 6 der Blubberxmas an. Ich rolle mittlerweile nur noch durch die Gegend ;)

Freitag, 25. Dezember 2015

Lesend und blubbernd durch die Weihnachtszeit Tag 5


(Quelle: Ankas Geblubber)

Hallo Ihr Lieben,

na, rollt Ihr auch schon durch die Gegend? Die Weihnachtsnacht war für mich eher anstrengend, das Badezimmer war mein Freund. Aber gejammert wird nicht! 

Hier kommen die Tagesaufgaben:
Ich bin neugierig! Zeige bzw. erzähle uns von deinen buchigen Weihnachtsgeschenken! Was lag unterm Weihnachtsbaum, das mit deinem Hobby Lesen zu tun hat? erledigt

Statte mind. 5 Blogs von der Teilnehmerliste einen Besuch ab, auf denen du bisher nicht vorbeigeschaut hast und hinterlasse mind. je einen Kommentar. erledigt

Heute soll auch wieder ein bisschen gelesen werden. Wie viel? Das lass jemanden aus deiner Familie oder aus deinem Freundeskreis entscheiden. Diese Person soll eine Seitenzahl nennen, bis zu der du am heutigen Tag versuchst zu lesen.

Freitag, 15.30 Uhr
Nach dem Mittagessen und einen kurzen Besuch bei meinen Katzen bin ich wieder bei meinen Eltern gelandet. Buchiges gibt es zu Weihnachten bei uns sehr wenig, leider. Denn was soll man auch dem Kind schenken, das fast in Büchern erstickt? ;) Dennoch gab es eine buchige Überraschung, nämlich die aus meinem Blind-Date
Und das Buch habe ich noch nicht! Zwar habe ich es schon auf einigen Blogs gesehen, aber mich noch wenig damit beschäftigt. Bis jetzt!!

Meine Blogrunde mache ich nachher und auch die "Festlegung" meiner Seitenzahlen schiebe ich noch ein Stück.

Update 16.15 Uhr
Ich drehe mal meine Runde. Heute war ich bei ElaEmmaEvaFranzi und Ira. Wieder sehr feine Blogs. Und ich merke, dass ich mich viel zu selten mal hinsetze und durch die Bloggerwelt reise.

Auch die Seitenzahl wurde nun genannt. Nachdem ich den ersten Vorschlag mit 15 Seiten abgeschmettert habe (also bitte!), wurden nun 100 Seiten genannt. Das nenne ich mal ein Ziel. Tschakka!

Achso, eben kamen von meiner besten Freundin noch 320 oder 607 Seiten. Da glaubt jemand sehr an mich *lach* Aber kleine Ziele sind ja auch keine Herausforderung!

Update 18.35 Uhr
Mein ebook habe ich ausgelesen und somit schon mal 56 Seiten geschafft *jubel* Die Rezension geht dann morgen online. Das nächste Buch liegt auch schon parat: Red Rising von Pierce Brown.

Update 22.10 Uhr
Abendessen und Filmabend sind dann doch Familientradition. Bisher habe ich heute 67 Seiten gelesen. Zumindest die 100 Seiten kommen in greifbare Nähe.

Update 23.50 Uhr
Soeben habe Kapitel 3 von Red Rising beendet und damit heute insgesamt 102 Seiten gelesen. Das Ziel ist also geschafft :) Eventuell werde ich noch ein wenig weiterlesen. Aber das Bett ruft schon sehr laut.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Die Templer sind zurück!

Die sieben Templer
von Guido Dieckmann


Berlin, 1314: der Orden der Templer ist von päpstlicher Seite verboten und zerschlagen worden. Doch auch nach 7 Jahren gibt es immer noch Männer, die sich treu an die Regeln des Ordens halten. In Tempelhof sitzt einer dieser Männer und er ahnt, dass eines der größten Geheimnisse der Templer in Gefahr ist. Also schickt er 7 Boten um ein letztes Mal die Templer zusammenzurufen. Kann das gut gehen?

"Die sieben Templer" ist mein erster historischer Roman von Guido Dieckmann und hat mir gut gefallen. Der Autor nimmt sich der Geschichte des Ordens nach seiner Zerschlagung an und berichtet spannend von einer Wirkungsstätte, die ich nie vermutet hätte: Berlin!

Der Roman wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man nicht nur dem Templer Thomas, der in Tempelhof die Stellung hält, sondern auch den gesandten Boten, die den eingeschworenen Kreis der 7 zusammenführen sollen. Dabei gestaltet sich die Zusammenführung schwieriger als gedacht, denn nicht jeder Ordenstempler ist noch von seinem Glauben überzeugt und verfolgt eigene Ziele. Diese Mischung fand ich sehr gut, zeigt Guido Dieckmann dadurch, dass selbst edle Herren manchmal sehr einfache Ziele verfolgen. Dadurch wirkte die Geschichte auf mich auch glaubwürdiger, als wenn alle Templer sofort und ohne Nachfrage aufgebrochen wären.

Die Figuren sind zahlreich und dadurch verwirrend. Ich musste so manches Mal überlegen, wer nun mit wem wie im Bunde steht und wer mit wem wie verwandt oder zerstritten ist. Hier wäre eine Personenliste hilfreich gewesen. Auch die gleichklingenden Titel der Charaktere halfen mir nicht unbedingt bei der Orientierung. Hier hätte ich mir mehr Klar- und Einfachheit gewünscht, auch wenn diese wahrscheinlich zu Lasten der historischen Genauigkeit gegangen wären. Ins Herz geschlossen habe ich 2 Figuren: Prisca und Primus. Beide sind recht jung, haben aber eine genaue Vorstellung, was sie mit ihrem Leben anstellen wollen. Das hat mir gefallen. Die Templer selbst blieben mir fern, was auch daran liegen könnte, dass sie schon so viel gesehen hatten, was ich mir nicht vorstellen kann. Der Autor verzichtet hier auch auf Rückblicke in die gemeinsame Vergangenheit.

Die Story selbst ist toll und auch fesselnd erzählt. So manches Mal murmelte ich "Das darf doch jetzt nicht wahr sein!", weil der Guido Dieckmann mich aufs Glatteis führte oder eine Figur in eine Richtung wandeln ließ, die ich so nicht erwartet hatte. Während der Autor beim Erzählen sehr detailreich und ausschweifend wurde, gerät das Ende leider sehr komprimiert und kurz. Hier hätte ich mir mehr Zeit gewünscht. Denn so wirkt das Finale hingehuscht.

Der Stil von Guido Dieckmann ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine detailreiche Erzählweise wirkt historisch genau und lässt wenig Emotionen zu, was ich persönlich sehr angenehm fand.

Fazit: die Templer nach ihrer Zerschlagung waren nicht so stolz, wie man vielleicht denkt. Ich kann den Roman empfehlen.

Lesend und blubbernd durch die Weihnachtszeit Tag 4


(Quelle: Ankas Geblubber)

Hallo Ihr Lieben,

zunächst: ich wünsche Euch und Euren Familien ein wundervolles und besinnliches Weihnachtsfest! Für den 4. Tag hat Anka nur zwei kleine Aufgaben, da Heiligabend ja im Zeichen der Familie steht.

Tagesaufgaben
Erzähle uns kurz, wie du den heutigen Tag verbringen wirst. Wie feierst du Weihnachten? Wie läuft der Tag traditionell bei dir ab? Was gibt es zu essen? erledigt
Hinterlasse auf 4 teilnehmenden Blogs liebe Weihnachtsgrüße erledigt

Donnerstag, 9.00 Uhr
Na, die erste Aufgabe kann ich direkt lösen ;)
Ich werde am Nachmittag zu meinen Eltern aufbrechen und dort mit ihnen und meiner Schwester samt Anhang Weihnachten feiern. Traditionell werden wir Kinder ab einer gewissen Zeit aus dem Wohnzimmer gesperrt, denn da kommt der Weihnachtsmann! 
Nach der Bescherung gibt es Essen. Hier wird es an Heiligabend einfach gehalten. Dieses Jahr gibt es Fisch.

Da ich in der Nacht noch Die sieben Templer ausgelesen habe, starte ich heute mit einem ebook. Mal gucken, wie weit ich komme.

Update 11.30 Uhr
So, ich drehe mal meine Runde. Heute war ich bei VivikaUweTinka Beere und Tiana. Und bevor ich nachher aufbreche, werde ich noch ein wenig im ebook lesen.

Update 23.00 Uhr
Beim ebook bin ich bis Kapitel 5 gekommen, bevor die besinnliche Zeit losging. Und es war ein wundervolles Fest.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Lesend & Blubbernd durch die Weihnachtszeit Tag 3

(Quelle: Ankas Geblubber)

Hallo Ihr Lieben,

Heiligabend ist nur noch eine Nacht entfernt und auch heute hat Anka wieder feine Aufgaben für uns.

Tagesaufgaben
Setze dir heute Morgen dein persönliches Leseziel für den Tag (z.B. 100 Seiten, 1 Stunde pure Lesezeit, aktuelles Buch beenden) und versuche es bis um Mitternacht zu erreichen

Besuche mind. 3 Blogs, die du auf der Teilnehmerliste findest und hinterlasse jeweils mind. 2 Kommentare unter verschiedenen Beiträgen (kein SPAM bitte, aber das versteht sich von selbst, oder?) erledigt

Hast du deine Umgebung schon weihnachtlich dekoriert? Präsentiere uns deine Lektüre in einem weihnachtlichen Setting! erledigt

Mittwoch, 9 Uhr
Guten Morgen liebe Leute! Auf gehts in den Tag. Mein Ziel für heute wird es sein, 100 Seiten zu lesen. Dann hätte ich auch über die Hälfte meines Buches geschafft. Foto und Kommentare werde ich machen, wenn ich mal richtig wach bin ;)

Update 13.30 Uhr
Die Kartoffeln stehen auf dem Ofen und ich habe noch Null Seiten gelesen. Sehr gut -.- Aber dafür habe ich Euch schon mal ein Foto gemacht
Im Hintergrund sieht man meinen Disney-Baum *-* Ja, wenn ich weihnachtlich schmücke, dann nur mit Disney.

Heute war ich zu Besuch bei DeniseDiana und Diner. Wieder sehr schöne Blogs dabei.

Jetzt wird gefuttert! Bis nachher!

Update 16.00 Uhr
Ich habe bereits 96 Seiten gelesen. Die restlichen 4 kommen dann gleich noch dran. Somit habe ich dann auch bald die letzte Aufgabe erledigt. Das macht Spaß!

Update 18.50 Uhr
Ich vermelde 186 gelesene Seiten. Damit habe ich mein Tagesziel übererfüllt. Da der Abend aber noch jung ist und ich null müde, geht es weiter.

Update 22.20 Uhr
303 gelesene Seiten. Wuuuhuuuu! Und mich trennen nur noch knapp 80 Seiten vom Ende des Buches. Ob das noch was wird?

Update 0.05 Uhr
Ich habe fertig! Die Rezension gibt es morgen. Gute Nacht Euch allen!



Dienstag, 22. Dezember 2015

Was ist das Leben deines Kindes wert?

Rattenkinder
(Tony-Braun-Reihe Band 5)
von B.C. Schiller

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Victor Maly sitzt in der geschlossenen Abteilung einer Psychatrie. Wie er dahin kommt, weiß er nicht, denn er leidet an einer Amnesie. Eines Tages will er den Chefinspektor der Polizei, Tony Braun sprechen und überreicht ihm einen Zettel. Darauf befinden sich Ziffern und eine Zeichnung. Diese führen Thomas zum Ort eines grausamen Mordes. Woher wusste Maly davon?

"Rattenkinder" ist der 5. Fall von Tony Braun und mein erster Thriller des Autorenduos B.C. Schiller. Das Ehepaar ist sehr erfolgreich mit ihrer Reihe um den Linzer Ermittler, mich konnten sie mit diesem Fall aber leider nicht überzeugen.

Die Geschichte wird großteilig von einem auktorialen Erzähler berichtet. Lediglich Victor Maly darf selbst darstellen, wie er sich fühlt und was er denkt. Auch wenn das teilweise verwirrend ist, denn er hat kaum Erinnerungen an seine Vergangenheit. Dennoch konnte ich ihm gut folgen und habe mit ihm gerätselt, woher er kommt. Bei den Erzählungen aus der auktorialen Sichtweise begleitet man nicht nur das Team von Tony Braun, sondern lernt auch die dunklen Viertel des Slums Dogcity kennen. Dort herrschen Gewalt, Drogen und Aberglaube. Diese Mischung der Gegensätze hat mich zu Beginn in den Bann gezogen und auch bei der Stange gehalten.

Auch die Figuren konnten mich anfangs begeistern. Tony Braun ist ein gestandener Ermittler, der seine eigenen Methoden hat. Franka Morgen, seine Partnerin, ist talentiert und fungiert teilweise als schlechtes Gewissen Brauns, wenn dieser mal über die Stränge schlägt. Und da komme ich auch schon zu einem der Punkte, die für mich den Thriller zu austauschbar machen: die Personen wurden mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr zu Stereotypen. Braun säuft, was das Zeug hält, ignoriert jegliche Vorschriften um an sein Ziel zu kommen und ist dann auch noch der Alleinkämpfer, als er mit den Konsequenzen seines Handelns leben muss. Franka offenbart eine dunkle Vergangenheit, die sie zu lang geheimhält, um sie dann im passendsten Moment rauszuposaunen. Das alles kommt mir zu bekannt und beliebig vor.

Die Story selbst ist ebenso ein Punkt, der für mich im Verlauf des Buches immer schlimmer wurde. War ich am Anfang noch geflasht von dem Mann ohne Vergangenheit und dem ersten Mord, so offenbarte sich ab der Mitte des Werks eine Geschichte, die ich schon zu oft gelesen habe. Der zu Beginn bereits eingeführte Kinderhandel endet genau dort, wo man ihn erwartet. Involviert sind genau die Personen, die es immer sind und das Ganze wird dann auch noch so offensichtlich dargestellt, dass ich nur noch mit dem Kopf geschüttelt habe.

Zudem gibt es an ein paar Stellen der Geschichte einfach zu offensichtliche, offene Fragen, die nicht geklärt werden, obwohl es die einfachste Polizeiarbeit wäre. Auch kritische Nachfragen bei Offenbarungen werden nicht gestellt. Da passte auch leider das Ende nur zu gut rein: zu schnell, zu berechenbar und mit zu wenig Logik, als dass ich es akzeptieren konnte. Schade! Da hatte ich echt mehr erwartet!

Der Stil von B.C. Schiller ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist rasant, fesselnd und lässt einen nicht los. Das ist auch mit der Grund, warum ich das Buch bis zum Schluss gelesen habe.

Fazit: Rattenkinder sind bekannt wie bunte Hunde. Schade!

Lesend & blubbernd durch die Weihnachtszeit Tag 2

(Quelle: Ankas Geblubber)


Hallo Ihr Lieben,

und schon starte ich in den zweiten Tag des weihnachtlichen Geblubbers!

Hier kommen die Tagesaufgaben:
Lies mindestens 100 Seiten in deinem aktuellen Buch erledigt

Besuche 5 Blogs, die du auf der Teilnehmerliste findest und hinterlasse jeweils 1 Kommentar (kein SPAM bitte, aber das versteht sich von selbst, oder?) erledigt

Such dir aus deinen 5 besuchten Blogs 1 aus, den du bisher noch nicht kennst, schau ihn dir in Ruhe an und fülle den Steckbrief aus. erledigt

Dienstag, 9:00 Uhr
Guten Morgen liebe Welt,
heute bin ich erstmal unterwegs, einige Sachen müssen noch erledigt werden. Daher werde ich kommentieren, wenn ich wieder da bin. Auch den Steckbrief werde ich später in Ruhe posten.

Da ich in der Nacht noch mit Rattenkinder fertig geworden bin, beginne ich heute Die sieben Templer
Euch allen einen guten Start in den Dienstag!

Update 12.35 Uhr
Ich bin wieder daheim. Die ersten 30 Seiten sind gelesen und bisher gefällt es mir gut. Besucht habe ich heute CaroChiaChiaraCindy und Daniela. Ich werde später mal genauer gucken, wen ich davon im Steckbrief vorstelle. Schön sind alle Blogs!
Jetzt heißt es aber erstmal ein wenig arbeiten, dann hüpfe ich in die Badewanne und dann geht es wieder zurück ins Mittelalter.

Update 19.15 Uhr
Auf Seite 103 lege ich eine Lesepause ein um Euch ein Update zu geben. Das Buch liest sich bisher gut. Ein paar mehr Emotionen wären toll, aber ich stehe ja quasi noch am Anfang. Zugleich möchte ich Euch nun meinen Steckbrief zeigen:

Blogname: Kumos Buchwolke

Name der Bloggerin: Cindy

Ich habe mich für diesen Blog entschieden, weil...: Cindy hat mich witzigerweise durch ihren bunten Header angesprochen. Der hat mich direkt für sie eingenommen. Beim Stöbern habe ich Gefallen an ihrem Stil gefunden und mag sie deshalb vorstellen.

3 Infos, die ich über den/die Blogger/in herausgefunden habe: Cindy ist 2 Jahre jünger als ich, liebt Kakao und näht (wie sie selbst sagt, mit wenig Talent, was ich aber von den Bildern her nicht bestätigen kann!)

3 Bücher, die der/die Blogger/in gelesen hat: Loveletter to the Dead (hab ich auch gelesen), Wenn du dich traust (subbt bei mir noch) und Stigmata (hab ich auch gelesen)

Das gefällt mir besonders gut auf dem Blog: Cindys Blog ist schön strukturiert und übersichtlich. Zudem ballert sie ihn nicht mit hunderten Tags und Buttons zu. Das liebe ich!

Eine Gemeinsamkeit mit der Bloggerin: Sie hat durch Disney zum lesen gefunden. Muss ich mehr sagen? ;)

Ideen/Anregungen/Vorschläge/Wünsche: Liebe Cindy, behalte deine Art bei. Und schau mal ab und an gerade bei englischen Titeln auf die Schreibweise :)

So, damit bin ich für heute schon fertig. Und das vor 20 Uhr *auf Schulter klopf* ein Update wird es aber auf jeden Fall noch geben!

Update 23.10 Uhr
Auf Seite 207 beende ich für heute meine Lektüre. Bisher empfinde ich Die sieben Templer als gut geschrieben und spannend. Mal sehen, was mich morgen erwartet. Schlaft gut!

Montag, 21. Dezember 2015

Lesend & Blubbernd durch die Weihnachtszeit Tag 1

(Quelle: Ankas Geblubber)



Hallo Ihr Lieben,

heute startet die Woche des Geblubber. Anka hat diese Aktion ins Leben gerufen. Und wie letztes Jahr, bin ich auch diesmal dabei. Wie es funktioniert, findet Ihr hier

Jeden Tag werde ich Euch nun die Aufgaben zeigen und meine Updates festhalten!

Tagesaufgaben
- Veröffentliche eine Blogbeitrag, in dem du deine Updates festhalten kannst und zeige uns das Buch,    mit dem du diese Woche beginnst (erledigt)
- Gönne dir heute mindestens 1 Stunde bewusste Lesezeit ohne Ablenkung (erledigt)
- Besuche 7 Blogs, die du auf der Teilnehmerliste findest und hinterlasse jeweils 1 Kommentar (kein     SPAM bitte, aber das versteht sich von selbst, oder?) (erledigt)

Montag, 13.15 Uhr
So, Aufgabe 1 habe ich somit schon erledigt ;) Ich starte mit Rattenkinder von B.C. Schiller in die Blubberwoche.
Aktuell bin ich auf Seite 194 und bin zwiegespalten. Ja, es ist spannend, aber die Autoren drehen auch gerne so manche Runde, die nicht notwendig ist. Mal gucken, wie es weitergeht.

Und auch die 3. Aufgabe erledige ich direkt. 7 Blogs besuchen kann ich ;) Heute war ich zu Gast bei Ally, bei Anja von Anjas Insel, Anja von Mein kleines Bücherzimmer,  AnnaAnneBackmaus und Binea von Literatwo. Damit habe ich heute endlich mal wieder kommentiert und merke: ich sollte es öfter tun!

Aufgabe 2, nämlich die eine Stunde Lesezeit werde ich wahrscheinlich erst am Nachmittag oder Abend haben. Ein Update gibt es dann :)

Update 20.40 Uhr
Vor laute Erledigungen konnte ich mir bisher nur 45 Minuten reine Lesezeit gönnen. Aber in denen habe ich gut 60 Seiten geschafft. Es fehlen nur noch 130 Seiten, dann habe ich das Buch ausgelesen. 

Update 22.15 Uhr
Man sollte nie zu laut schreien, dass man lesen will. Irgendwas ist dann immer! So, aber die letzten knapp 2 Stunden des Tages werden genutzt!

Update Dienstag 0.50 Uhr
HA, es geht doch. Ich habe nun noch knapp über 2 Stunden ohne Unterbrechung gelesen und bin mit Rattenkinder fertig. Die Rezension wird bald erscheinen! Und ich erscheine gleich in meinem Bett ;)



Samstag, 19. Dezember 2015

Blind-Date im Buchladen


Hallo Ihr Lieben,

ich war gestern in Berlin bummeln und konnte es kaum glauben, was ich in einem Thalia vorgefunden habe: 
Ein Blind-Date-Buch-Tisch

Bisher habe ich nur Bilder solcher Tische gesehen, sowohl in englischer als auch deutscher Sprache. Doch ehrlich? Ich habe sie für einen Mythos, eine Urban Legend gehalten. Bis gestern!

Was ist ein Blind-Date-Buch-Tisch?
Die Leseratten unter uns kennen es: man schleicht in einem Buchgeschäft herum, sieht tolle Cover, noch tollere Klappentexte und kann sich nicht entscheiden. Warum also nicht mal was riskieren? Bei dem Blind-Date kennt man nur das Genre, die Sprache und einen zusammenfassenden Satz. Punkt! Kein Cover, kein Autor, gar nichts. Eine geniale Idee, wie ich finde!

Und was soll ich sagen? Auch ich konnte nicht widerstehen und habe gemeinsam mit Spooks ein Buch ausgesucht:

Es klang einfach gut! Was drin ist? Nun, das bleibt bis Weihnachten geheim. Denn ich weiß es selbst noch nicht. Die Kassiererin war so freundlich und hatte mich extra gefragt, ob ich es wissen möchte. Als ich verneinte, hat sie die Anzeige zugehalten und auch meine Quittung so gefalten, dass ich es nicht direkt sehe. Toll!

Wer mal an so einem Tisch vorbeikommt, sollte unbedingt stöbern und zugreifen!

Liebe Grüße
Eure Denise

Freitag, 18. Dezember 2015

Die Grenzen verschwimmen...

Die Krone des Schäfers
von Terry Pratchett

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Tiffany Weh, Hexe des Kreideslandes, betreut ihr Revier, so gut sie kann. Als mittlerweile gestandende, wenn auch immer noch junge Hexe hilft sie, wo geholfen werden muss. Da erreicht sie eines Tages eine Nachricht, die sie aus den Socken haut und zugleich mehr Verantwortung aufzwingt. Und als wäre dies nicht genug, zieht diese Nachricht solch starke Veränderungen nach sich, dass die Grenze zwischen der Scheibenwelt und der Märchenwelt dünner wird. Was die Elfen sich zu nutze machen wollen...

"Die Krone des Schäfers" ist der Abschlussband der Tiffany-Weh-Reihe von Terry Pratchett und zugleich auch sein allerletzter Roman, den er vor seinem Tod im März 2015 verfasst hat. Ich fühlte mich sofort wieder wie zu Hause und wollte auch nach dem Zuschlagen gar nicht mehr weg von der Scheibenwelt.

Die Geschichte wird, wie man es von Terry Pratchett gewohnt ist, von einem auktorialen Erzähler berichtet. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf der Hexe Tiffany Weh, jedoch darf man ab und an auch deinen Blick in die Welt der Elfen werfen, was ich persönlich sehr spannend fand. Elfen werden hier so dargestellt, wie sie ursprünglich mal waren: gemein, fies und egoistisch bis ins Mark. Das Zusammenspiel dieser beiden Welten hat der Autor sehr gut eingefangen.

Die Figuren sind bekannt und ich habe mich wieder aufs Neue in die Hexe "verliebt". Tiffany kämpft auch in diesem Buch auf ihre Art und Weise um Anerkennung. Jedoch zeigt sie auch das erste Mal so etwas wie Selbstzweifel, was bei Hexen äußerst selten ist. Aber genau das macht die junge Weh so sympathisch. Neben Tiffany spielt auch Nanny Ogg eine größere Rolle. Bekannt aus den anderen Büchern von Terry Pratchett steht sie der jungen Hexe mit Rat und Tat zur Seite. Leider singt sie nicht das Lied vom Igel. Und ich will immer noch wissen, wie das geht!

Da die Story nahtlos an die Vorgänger anknüpft und einiges an Wissen voraussetzt, empfehle ich, die Reihe um Tiffany Weh chronologisch zu lesen. Als Einstieg in die bunte Scheibenwelt eignen sich diese Bände auch, denn man lernt einen kleinen Teil der verschrobenen Welt kennen und wird nicht direkt mit allen Kuriositäten überhäuft. Wenn man, so wie ich, dem Zauber der Scheibenwelt mal erlegen ist, begeistert einen dieses Märchen durch seinen Charme und seine Einfachheit. Denn sowohl der beißende Sarkasmus als auch die Parallelen zu unserer Welt fehlen. Dafür erzählt der Autor sein Märchen zauberhaft und mit so viel Liebe, dass ich gar nicht anders konnte, als immer weiter zu lesen.

Das Ende der Reihe ist in meinen Augen wunderbar gelungen und auch rund. Natürlich könnte sie noch weiter erzählt werden, aber Terry Pratchett hat es geschafft, vor seinem Tod seiner jüngsten Hexe einen tollen Abschluss zu geben.

Der Stil des Autors ist gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist bildreich, fantasievoll und bei diesem Märchen auch einfach gehalten. Toll!

Fazit: mit seinem letzten Buch hat Terry Pratchett nochmals bewiesen, was er konnte. Lesen!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Der Zweck heiligt die Mittel

(Quelle: dotbooks)
Das Todes-Memorandum
von Turhan Boydak

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Jason Bradley erlebt einen Höhepunkt seiner Karriere: er wird für seinen Artikel zu den Janus-Protokollen mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Ausgelassen feiert er unter anderem mit seinem besten Freund Michael Robards. Bis dieser im vollbesetzten Madison Square Garden entführt wird. Warum wird Robards gekidnappt? Wie haben die Täter es geschafft? Bradley stürzt sich in die Rettung und kommt einem Fall auf die Spur, der größer ist, als er zunächst scheint...

"Das Todes-Memorandum" ist bereits der 3. Thriller aus der Feder Turhan Boydaks, aber mein erster Roman von ihm. Obwohl ich die beiden Vorgänger nicht kenne, kam ich mit dem Thriller sehr gut zurecht und konnte kaum von dem ebook lassen!

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man sowohl dem investigativ tätigen Reporter Jason Bradley, als auch dem Entführer und einem weiteren, unbekannten Mann. Diese Mischung hat mich in den Bann gezogen. Denn obwohl ich zu Beginn erst einmal mit den vielen Personen klar kommen musste, war ich schnell in der Story und konnte mich kaum noch davon lösen.

Die Figuren sind toll ausgearbeitet, auch wenn Turhan Boydak sehr viel Bezug auf seine Vorgänger nimmt um seine agierenden Charaktere zu beschreiben. Ich denke, dass es daher besser ist, die vorhergehenden Bände zu kennen. Zwingend ist es nicht. Besonders gefallen haben mir Jason Bradley und die Hackerin Helen Miller. Während die junge Frau bodenständig, selbstbewusst, aber nicht arrogant wirkt, beeindruckte mich Jason durch seine Überlegtheit und Menschlichkeit. Der Autor hat seine Figuren sehr realitätsnah angelegt und sie auch mit Fehlern bedacht. So konnte ich besser mit ihnen mitfühlen und hatte nicht das Gefühl, einen schlechten Actionfilm zu lesen. Toll!

Die Story an sich ist von Seite 1 an spannend und fesselnd erzählt. Turhan Boydak spielt mit Zeiten, Orten und Personen sehr gekonnt und treibt den Leser über den halben Globus. Geschickt legt er falsche Spuren, denen ich auch aufgesessen bin und versäumt es dabei nicht, eine wichtige Botschaft zu vermitteln, auch wenn er dies in seiner Danksagung klein redet. Ich persönlich finde aber, dass er sie sehr gut und vor allem glaubwürdig rüber bringt, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben!

Der Stil von Turhan Boydak ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist rasant, aber nicht gehetzt und mit Details wartet er dann auf, wenn es notwendig ist. Sehr gut!

Fazit: ein spannender Thriller um Entführungen und Weltgeschehen. Lesen!



Sonntag, 13. Dezember 2015

12 bloody days of Christmas

Während du stirbst
von Tammy Cohen

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Jessica Gold ist anders: ein bisschen naiv, ein bisschen verpeilt und irgendwie nicht so ganz von dieser Welt. Warum also spricht Dominic sie an? Der attraktive Mann sieht aus, wie aus einem Hollywood-Film entstiegen und flirtet mit der Endzwanzigerin, was das Zeug hält. Völlig um den Finger gewickelt, willigt Jessica ein, mit ihm zu gehen. Und ahnt dabei nicht, dass sie sich damit auf die 12 schlimmsten Weihnachtstage ihres Lebens eingelassen hat...

"Während du stirbst" ist der erste Thriller von Tammy Cohen und ich kann nur sagen: Oh mein Gott. Ich bin ja wirklich vieles gewohnt, aber hier hat mir die Autorin den Boden unter den Füßen weggezogen. Grandios!

Die Geschichte wird aus 2 Perspektiven geschildert. Zum Einen berichtet Jessica direkt von ihrem Martyrium bei Dominic. Sie schildert, was er mit ihr tut, was er verlangt und was es mit ihr macht. Zum anderen erfährt man von einem auktorialen Erzähler von der Polizeiarbeit, die anläuft, als klar wird, dass Jessica verschwunden ist. Dabei begleitet man die Polizistin Kim, deren Karriere wichtiger zu sein scheint als ihre Familie und ihre Kinder. Diese Mischung hat mich beeindruckt, zumal Tammy Cohen die Ermittler nicht glorifiziert oder überzeichnet. Das hat mir gefallen.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Vor allem Jessica hat mich da beeindruckt. Sie muss bei Dominic die schlimmsten Erniedrigungen erleiden und auch noch brav zuhören, wenn er aus seinem mehr als verkorksten Leben erzählt. Ich hatte mit ihr Angst, habe mich mit ihr geduckt, wenn Dominic den Raum betrat und mich gemeinsam mit ihr nach einer Fluchtmöglichkeit umgesehen. Ich war so tief in der Geschichte drin, dass ich nicht merkte, wie die Zeit voranschritt. Toll!

Die Story hat mich von Seite 1 an überzeugt und gefangen genommen. An einem Punkt dachte ich: "Wie jetzt? Wie will die Autorin da wieder raus kommen?" Und sie tat es. Einfach so, mit mega viel Spannung, mit einem Einblick in die menschliche Psyche, der tiefer nicht hätte sein können und mit einer Fortführung, die selbst mich eingefleischter Thrillerleserin das Schauern lehrte. Ich bin hin und weg.

Der Stil von Tammy Cohen ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist direkt und dabei so alltäglich normal, dass die Grausamkeiten nur noch deutlicher zu Tage treten. Während ich mit Jessica mitleiden konnte, baute ich durch die veränderte Erzählweise zur Polizistin Kim eine Distanz auf. Einfach genial gemacht!

Fazit: blutige Weihnachtstage auf eine sehr harte Weise. Ich kann es nur empfehlen!

Freitag, 11. Dezember 2015

Was ist für dich das Leben?

(Quelle: Randomhouse)
All die verdammt perfekten Tage
von Jennifer Niven


Eine Leseprobe findet Ihr hier
ACHTUNG! Kann LESEN verursachen

Theodore Finch steht auf dem Glockenturm der Schule und überlegt, ob er springen soll. Immerhin hat er sich lang und breit darüber Gedanken gemacht, auch wenn ihn da oben niemand beachtet. Dann entdeckt er Violet, ein beliebtes Mädchen an seiner Highschool, das ebenso wie er springen will. Finch überredet sie, es nicht zu tun. Und von da an hat er einen Narren an ihr gefressen und zeigt ihr, wie das Leben sein kann...

"All die verdammt perfekten Tage" ist das Debüt von Jennifer Niven und hat mich umgehauen. Es wird mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" verglichen, jedoch tut man damit beiden Werken Unrecht. Jennifer Nivens Roman ist großartig, aber so ganz anders als das herangezogene Buch von John Green.

Die Geschichte wird kapitelweise von Finch und Violet erzählt. Beide berichten aus ihrem Leben. Während Violet immer noch mit dem Unfalltod ihrer älteren Schwester kämpft, sucht Finch seinen Platz im Leben. Denn in der Schule ist er der Freak, der Schläger und der komische Typ. Damit hat er sich abgefunden. Bis er auf Violet trifft. Bei ihr kann er so sein, wie er wirklich ist. Er muss keine Rolle spielen. Und genau das bringt ihn aus dem Konzept. Violet hingegen ist das nette Mädchen von nebenan, angepasst und von innerer Trauer zerfressen.

Dachte ich am Anfang noch, dass die Autorin hier versucht, wieder ein "Er war verzweifelt, bis sie in sein Leben trat" – Roman zu schreiben, wurde ich schon nach 50 Seiten eines besseren, viel besseren belehrt. Denn Jennifer Niven zeichnet ihre Figuren realitätsnah, wirklich und emotional instabil. Es gibt keinen Ritter in glänzender Rüstung und keine bezaubernde Prinzessin, die den Bad Boy zähmt. Ja, es gibt nicht mal den typischen Bad Boy. Es gibt nur Violet und Finch. Und genau das macht das Buch so bezaubernd!

Die Story hat mich von Beginn an gepackt. Während zu Anfang noch der Humor überwiegt, werden die Geschehnisse im Verlauf ruhiger, nachdenklicher und düsterer. Doch auch hier hat die Autorin in meinen Augen alles richtig gemacht. Es gibt keinen triefenden Schmalz, keinen überbordenen Pathos, es gibt nur zwei Teenager, die sich gegenseitig Halt geben. Mich hat diese Tiefe im Herzen berührt und ich wollte von den beiden einfach nicht lassen.

Mit dem Ende hat Jennifer Niven mich getroffen. Ich habe die letzten 30 Seiten nur noch schluchzend und heulend über dem Buch gehangen, vor Tränen kaum noch was gesehen und konnte dennoch lächeln. Genau das schaffen nur ganz ganz wenige.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise passt zu zwei 17-jährigen, die mehr erlebt haben, als sie sollten. Mit Humor, Tiefsinn und auch einer ordentlichen Portion Philosophie hat sie mich durch ihre Geschichte geführt.

Fazit: ein grandioses, bezauberndes, aber beileibe kein einfaches Werk. Lesen!

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Spooks meets Veronica Roth


Hallo zusammen,

hier ist Spooks. Ich bin zur Zeit Gast bei Denise und reiße ab und an die Weltherrsch....äh den Blog an mich. Normalerweise treibe ich bei Sannistyle mein Unwesen, doch heute mache ich einen Ausflug in die Welt der Bücher. Denn Denise und ich haben jemand ganz tollen getroffen! 

Dienstag, 8. Dezember 2015

Der Tod kommt nicht zu kurz

Der Tod steckt im Detail
(Kurzgeschichten)
von Martin Krist


Eine Leseprobe findet Ihr hier

Kurzgeschichten und ich, das ging bisher nicht gut. Doch wenn Martin Krist 16 Stories in einem Buch rausbringt, hüpfe selbst ich mal über meinen Schatten und gucke, ob der böse Bube des Thrillergenres auch im Kurzen überzeugen kann.

"Der Tod steckt im Detail" ist eine Sammlung von 16 Kurzgeschichten, die jede für sich nicht mehr als ein paar Seiten umfassen. Martin Krist lässt dafür alte Bekannte wie Kommissar Kalkbrenner auftreten als auch gänzlich normale Situationen des Alltags aus dem Ruder laufen.

Dabei werden die Geschichten mal aus der Ich-Perspektive, als auch von einem auktorialen Erzähler berichtet. Mal schaut man dem Täter direkt über die Schulter, mal ist man als Opfer dabei. Die etwas längeren Kurzgeschichten haben alle etwas gemeinsam: sie leben von dem für Martin Krist typischen Stil der mehreren Ebenen. Das mir mal ein Autor auf wenigen Seiten das Hirn verdrehen kann, hätte ich nicht gedacht. Martin kann es!

Bei Kurzgeschichten habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass sie mich nicht packen konnten oder ich keinen Zusammenhang herstellen konnte. Bei den Stories von Martin Krist ist das anders. Er schaffte es bei jeder Geschichte, mich sofort gefangen zu nehmen. Wie er das macht? Nun, er redet nicht lang drumherum, kommt direkt zum Punkt und schafft es selbst mit wenigen Worten einen Spannungsbogen aufzubauen, für den andere Schriftsteller Hunderte von Seiten benötigen.

Dabei sind die Stories so gut in sich abgeschlossen, dass man auf der einen Seite ruhigen Gewissens das Buch zuklappen und an der Haltestelle aussteigen kann, auf der anderen Seite aber unbedingt weiterlesen will und überlegt, wie weit es wäre, wenn man noch eine Station fährt und zurückläuft. So passierte es mir die Tage, als ich das Buch in der U-Bahn las.

Der Stil von Martin Krist ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, schonungslos und auf den Punkt. Lange Einleitungen, blumige Umschreibungen oder gar Rücksicht kennt der Autor nicht. Und das ist auch gut so.

Fazit: Martin Krist kann es auch kurz und spannend. Zugreifen!

Sonntag, 6. Dezember 2015

Blogtour "Frühstück mit Sophie" - 10 Fragen, die Autoren nicht gern beantworten


Hallo Ihr Lieben,

heute, pünktlich zum Nikolaus, macht die Blogtour zum Buch "Frühstück mit Sophie" von Jennifer Bentz bei mir halt. Meine Meinung zum Roman findet Ihr hier. Jennifer und ich haben uns auf der Frankfurter Buchmesse getroffen und hunderte, gar tausende Ideen gehabt, wie wir ein Interview machen. Typisch Frauen sind wir zu genau GAR nix gekommen. Na doch, zum Meinungsaustausch und zu der Frage "Gibt es eigentlich auch Fragen, die Autoren nicht mögen, aber immer wieder beantworten müssen?" Die offizielle Antwort: "Ach waaaaaaas, jede Frage ist für den Fragensteller wichtig und besonders". Die inoffiziellen (inklusive Erklärungen) findet Ihr hier. 
Viel Spaß!

Samstag, 5. Dezember 2015

Dating mit Deppen

Dann zeigte er mir seine Schlumpfsammlung
von Oliver Stöwing

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Dating ist in Zeiten des Internets nicht wirklich einfacher geworden. Zwar denkt man gern, dass man vorher so jede Macke seines Gegenübers erfragen kann, doch wenn man sich dann trifft, ist es immer noch aufregend und das erste Mal. Was dabei alles schief gehen kann, erfährt man von Oliver Stöwing!

"Dann zeigte er mir seine Schlumpfsammlung" hat mich aufgrund seines Titels neugierig gemacht. Und ja, ich bin schadenfroh, so dass ich mir die kuriosesten Dating-Desaster nicht entgehen lassen wollte. Allerdings hatte ich eine andere Vorstellung von der Umsetzung.

Denn ich hoffte auf witzige Erzählungen von Oliver Stöwing selbst. Das Buch besteht jedoch zum Großteil aus Faux-Pas und gescheiterten Versuchen seiner Leser. Diese haben ihm per Mail oder Brief nämlich ihre größten Desaster geschildert, die er in diesem Buch in verschiedenen Kapiteln zusammengestellt hat. Das ist zwar auch witzig, aber an sich nun keine Leistung des Autors.

Oliver Stöwing spricht in jedem Kapitel andere Aspekte eines Dates an. So erfährt der Leser zum Beispiel, warum es gut ist, bei einem Date etwas adrenalingeladenes zu tun, warum direkte Fragen hilfreich sein können und wie man am besten mit Aufschneidern oder unsicheren Menschen umgeht. Das fand ich als Rahmen für die Begebenheiten sehr gut und toll gelöst. Auch wenn ich viele Tipps schon kannte, erzählt der Autor doch in witziger und erfrischender Weise davon. Toll!

Beim Lesen habe ich jedoch gemerkt, dass dieses Werk nichts zum direkt weglesen ist. Dafür ähneln sich die Desaster, so witzig und abgefahren sie auch sind, zu sehr. Mein Tipp: pro Tag ein oder 2 Kapitel gönnen. Gerade nach einem stressigen Tag oder auch nach einem verhunzten Date muntern die Geschichten unheimlich auf. Ich konnte bei sehr vielen laut loslachen und bewundere jeden, der nach so einem Erlebnis wieder auf ein Date geht.

Der Stil von Oliver Stöwing ist echt toll und flüssig zu lesen. Er hat eine humorige Erzählweise und glänzt mit witzigen Seitenhieben. Mehr er und weniger Erlebnissen hätten das Buch runder gemacht.

Fazit: ein witziges Buch, was meine Erwartungen aber so nicht erfüllt hat. Dennoch lesenswert.

Freitag, 4. Dezember 2015

Fahr bloß nicht aus der Haut!

Der Schinder
von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler


Ein körperloser Arm weist die Polizistin Daria Storm auf den Fundort einer jahrealten Leiche hin. Schnell wird klar: der Schinder ist zurück. 2 Jahre war es still und nun mordert er wieder. Daria und ihr Partner Martin werden wieder in die Soko "Schinder" berufen und müssen feststellen, dass sie nicht weiter sind als beim letzten Mal. Da kommt der Polizistin eine Idee: sie will den Folterexperten Maxim Winterberg hinzuziehen. Er hat als einziges Opfer überlebt. Da gibt es nur ein Problem: er hat keinerlei Erinnerung mehr...

"Der Schinder" war mein erster Thriller des Autorenduos Nadine d'Arachart und Sarah Wedler und bin begeistert. Die beiden Frauen haben mir Gänsehaut verpasst und ich war sofort gepackt!

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Zum Großteil folgt man den Ermittlungen von Daria und Martin, wobei die Polizistin klar im Mittelpunkt steht. Auch der Täter kommt in ein paar Kapiteln zu Wort, was ich persönlich sehr gut finde. Zusätzlich gewähren die Autorinnen Einblicke in das zurückgezogene Leben von Maxim Winterberg, der seit dem Anschlag auf sein Leben sehr einsam an der Küste lebt. Diese Mischung hat mich sofort in ihren Bann gezogen.

Die Figuren, allen voran Daria, sind toll und liebevoll ausgearbeitet. Ich konnte die Handlungen der einzelnen Personen sehr gut nachvollziehen, wenn auch nicht immer gutheißen. So hätte ich die Ermittlerin 2x einfach nur für ihren Übermut beziehungsweise ihre forsche Art hauen können. Das hat dann im übertragenen Sinn aber ihr Partner übernommen. Was ich sehr gut fand. Denn d'Arachart/Wedler zeigen so, dass auch bei langjährigen Kollegen nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Die Story selbst konnte mich sofort überzeugen. Sie ist rasant, aber nicht hastig erzählt und überzeugte mich durch die gut beschriebenen Ermittlungsarbeiten und Taten des Killers. Obwohl ich schon bei der Hälfte ahnte, wer hinter den Morden steckt, konnte ich nicht mit Lesen aufhören und die Autorinnen konnten mich dann doch nochmal überraschen. Toll!

Allerdings hätte ich zum Ende hin gern mehr über die Beweggründe des Täters gewusst. Zwar werden diese angerissen, jedoch waren es für mich persönlich zu wenig Details.

Der Stil des Duos ist sehr gut und flüssig zu lesen. Nadine und Sarahs Erzählweise ist fesselnd, rasant, nicht überhastet und sie finden die perfekte Balance zwischen Details und Andeutungen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, ein Buch von 2 Autorinnen in der Hand zu halten. Super!

Fazit: ein Thriller, der wirklich unter die Haut geht. Ich kann ihn nur empfehlen!

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Ohne Spuren kommt der Tod

Kalter Zorn
(Mendelsohn-Thriller Band 2)
von Ilja Albrecht

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Im beschaulichen Xanten wird die übel zugerichtete Leiche einer Austauschschülerin aus den USA gefunden. Der Tatort lässt auf einen Satanskult oder ähnliches schließen. Das Team von Boko und Kiran übernimmt den Fall und stellt schnell fest, dass es dem Mörder mitnichten um irgendwelche Kulte ging. Die Recherchen fördern zwei ähnliche Morde in den USA zu Tage. Haben die Ermittler es mit einem internationalen Täter zu tun, der eine blutige Spur durch alle Lande zieht?

"Kalter Zorn" ist der 2. Fall von Boko und Kiran. Bereits mit "Sibirischer Wind" konnte mich Ilja Albrecht überzeugen. Auch Fall Nummer 2 ist spannend, wenn auch nicht die Gefühle angreifend. Damit muss man klar kommen.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man, bis auf wenige Ausnahmen, dem Ermittlungsteam um Kiran und Boko. Der Täter selbst kommt nur höchst selten zu Wort. Das fand ich schade, da ich die Perspektive der Täter in einem Thriller sehr schätze. Die Arbeit der Polizei war jedoch spannend und konnte mich fesseln, so dass ich den fehlenden Blickwinkel des Mörders verschmerzen konnte.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet, jedoch empfiehlt es sich dringend, vorher "Sibirischer Wind" zu lesen. Denn dort lernt man die Ermittler schon kennen und kann somit schneller die Gefüge und Beziehungen begreifen. Ich selbst hatte zu Beginn leichte Probleme, weil mir der Vorgänger nicht mehr so präsent war. Dies legte sich aber nach ein paar Kapiteln.

Die Story selbst ist gut und spannend erzählt. Allerdings wahrt Ilja Albrecht eine kühle Distanz zu seinen Figuren. Aus dem Privatleben erfährt man nichts weiter. Und auch die Freizeit der Ermittler wird nicht beleuchtet. Es geht rein um die Fälle und um das Finden des Täters. Das ist für mich was anderes, da ich sonst gern mit den Hauptfiguren lebe, egal ob im Job oder auch privat. Hat man sich aber mal dran gewöhnt, will man ebenso nur noch recherchieren und den Mörder finden.

Das Ende war erfrischend unspektakulär und realitätsnah. Toll fand ich die Analyse des Täters am Ende und warum er zu dem wurde, was er nun ist. Hier hätte ich mir allerdings etwas mehr davon schon innerhalb der Story gewünscht. Dies hätte mir persönlich noch mehr Spaß beim Ermitteln gemacht.

Der Stil von Ilja Albrecht ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist detailreich, nordisch kühl und aufs Wesentliche konzentriert. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase kam ich damit prima zurecht.

Fazit: ein toller, zweiter Fall um Boko und Kiran. Wer es kühler mag, sollte zugreifen!

Dienstag, 1. Dezember 2015

Geheimbünde, Illuminaten und Co [Adolescentia Aeterna – Die Neuordnung der Ewigen Jugend Blogtour]


Hallo Ihr Lieben,

heute macht die Blogtour zum zweiten Teil der Adolescentia - Aeterna - Reihe bei mir Halt. In Band 2 tauchen wir tiefer in die Bruderschaft ein. Und da stellt sich doch die Frage: was macht einen Geheimbund aus? Und gibt es sowas heute auch noch?
Diesen Fragen gehe ich auf den Grund! 

Allgemeines zum Thema Geheimbund
Was macht denn so einen Geheimbund aus? Nun ja, wie der Name schon sagt: das Geheimnisvolle. Meist sind solche Bünde mehrere Jahrhunderte alt und haben Traditionen, die für uns brutal, unangemessen oder gar verachtend wirken. Jedoch helfen genau diese Traditionen oder Aufnahmeriten den Mitgliedern, sich vor Infiltrierung zu schützen. Zumal man auch beachten muss: als die Bünde gegründet wurden, wusste die Welt noch nichts von Menschenrechten, Recht auf Unversehrtheit und Co.
Die mir bekannten Geheimbünde haben eins gemeinsam: sie sind reine Männerclubs. Doch bevor die Leserinnen nun aufschreien, möchte ich beruhigen. Denn auch hier kommt wieder das Alter der Bünde zur Sprache. Als die Statuten für die Illuminaten, Freimaurer und Co. geschrieben wurden, war die Welt männerbeherrscht und Frauen nur als Eheweiber, Mägde und ähnlichem etabliert. Eine Emanzipation der Bünde ist auch nicht abzusehen. Manches bleibt halt ;)

Illuminatenorden
Spätestens seit Dan Browns Bestseller "Illuminati" sind die Illuminaten vielen ein Begriff. Übersetzt bedeutet der Ordensname "die Erleuchteten". Offiziell ist der Orden seit 1785 verboten. Doch was wäre ein Geheimbund, wenn er nicht weiter agieren würde?

Nachweise über das Fortbestehen der Illuminaten gibt es angeblich zuhauf. Das allsehende Auge ist das berühmteste Symbol.
(Quelle: Wikipedia)

Doch wie es so ist mit Geheimnissen, gibt es zwar viele Mythen, aber nur wenig Belegbares. So sollen die Mitglieder unter anderem für die Französische Revolution verantwortlich sein. Bei näherer Betrachtung können sich aber viele Aussagen nicht halten. So bleiben die Illuminaten, was sie sind: geheimnisvoll und verboten....oder nicht?


Freimaurer
Im Gegensatz zu den Illuminaten sind die Freimaurer bekannt und sogar nach außen hin erkennbar. Durch ihre Symbole und Trachten, ja sogar bei ihren Versammlungen machen sie keinen Hehl daraus, welcher Organisation sie angehören. Doch nur, weil man weiß, dass sich Freimaurer treffen, bedeutet dies nicht, dass man weiß, wie es innerhalb der Treffen abläuft. Denn die Mitglieder haben sich zur kompletten Verschwiegenheit verpflichtet. 

Die Freimaurer stehen für ein freies Denken und sind überzeugt, dass man durch die ständige Arbeit an sich selbst die Welt verbessern kann. Ein toller Ansatz, wie ich finde! Und obwohl es zum Beispiel ein Verbot gibt, dass die Logen Frauen aufnehmen, gibt es mittlerweile sogar Frauenlogen. Hieran kann man gut erkennen, dass sich nicht jeder Geheimbund der Moderne entzieht.

Die Freimaurer haben 5 Grundsätze: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Daran kann man schon erkennen, dass die Logen mitnichten die Weltherrschaft planen, sondern einfach für eine bessere und freiere Welt stehen. 

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass große Männer ihrer Zeit wie Goethe oder Mozart diesem Bund angehörten. Das Sagenumwobene kommt bei den Freimauerern nicht durch ihr Agieren im Dunkeln, sondern durch ihre Abschottung von Nichtmitgliedern zustande.


Ku-Klux-Klan
Wenn wir über Geheimbünde reden, müssen wir uns auch der dunklen Seite zuwenden. Denn es gibt auch Bünde, die nicht für Freiheit oder ähnliches stehen, sondern ihre archaischen, sogar rassistischen Ansichten in die Welt tragen wollen. Das wohl leider berühmteste Beispiel ist der Ku-Klux-Klan.
(Quelle: Telegraph)
Bis ca. 1928 agierte der Verbund im Geheimen. Heutzutage sind die Klanmitglieder offensiv und werben auch aggressiv Mitglieder. Die Kutten, brennende Kreuze und auch die Übergriffe auf dunkelhäutige Mitbürger sind fast jedem von uns ein Begriff.
Der Klan fordert nicht nur die Rassentrennung und ist der Überzeugung, dass die "weiße Rasse" über alles erhaben ist, nein, sie setzen ihre Überzeugungen auch brutal und oft mörderisch durch. So wurden gerade in den 20er und 30er Jahren Afroamerikaner auf offener Straße überfallen, erwürgt, erhängt, erschossen und ihre Leichname geschändet. 
Das Gute: der Klan kann sich seit mehreren Neugründungen nicht richtig organisieren, es gibt viele versprengte Gruppen und diese sind auch teilweise von der Polizei unterwandert. Nichtdestotrotz darf diesem Klan keine Fläche geboten werden.


Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick in die Welt der Geheimbünde geben. 
Und dank der Autorin Bettina Kiraly gibt es auch etwas zu gewinnen:

Was müsst Ihr dafür tun?
Hinterlasst mir bis zum 06. Dezember 23.59 Uhr ein Kommentar und erzählt mir, ob und wenn ja bei welchem Geheimbund Ihr gern mal Mäuschen spielen wollt!

Ich freue mich auf Eure Ideen!

Liebe Grüße

Denise