Freitag, 22. April 2016

Steampunk meets Fantasywelt


(Quelle: Tanja Meurer)
Die Seelenlosen
(Die Stadt der Maschinenmagie Band 1)
von Tanja Meurer
(704 Seiten)


Eine Leseprobe findet Ihr hier

Gwenal ist ein Kriegsveteran. Gebeutelt von seinen Erfahrungen erhoft er sich ein ruhiges Leben als Kommandant der Garnison. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als sich vor den Augen des Kommandanten ein Händler in eine seelenlose Kreatur verwandelt und wenig später ein Mord geschieht. Wer steckt dahinter?

"Die Seelenlosen" ist Band 1 der Maschinenmagie-Reihe von Tanja Meurer und hat mich begeistert. Mit viel Liebe zum Detail und dem richtigen Auge für Kämpfe konnte sie mich in ihren Bann ziehen.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet. Dabei kämpft man nicht  nur mit Gwenal, sondern geht auch zum Beispiel mit dem Dieb Jaleel auf Diebestour. Tanja Meurer bringt nach und nach mehr Figuren ins Spiel, wirft den Leser in eine komplette Fantasywelt inklusive Gilden, Magie und Adel und verstrickt ihn dabei noch in einen Mord. Diese Menge an Informationen machten es mir zu Beginn schwer, überhaupt in den Roman zu finden. Doch je mehr ich las, desto mehr versank ich.

Die Figuren sind detailreich und -genau beschrieben, haben jeder seine Schatten- und Sonnenseiten und ich konnte mich in ihre Handlungen hineindenken. Die Gruppe um Gwenal ist nach dem typischen Fantasyquerschnitt aufgebaut, den ich persönlich auch aus MMORG-Spielen kenne. Und obwohl somit ein Klischee bedient wird, sind die Charaktere an sich liebenswert und haben sich in mein Herz geschlichen.

Die Story baut auf Detailverliebtheit. Das hat mir gerade den Einstieg etwas schwierig gemacht. Daher kann ich nur empfehlen, sich gerade für die ersten 150 bis 200 Seiten wirklich Zeit zu  nehmen und sie in einem Rutsch zu lesen. Je weiter der Roman voranschritt, desto mehr ließ er mich nicht mehr los und das Ende war für mich der Ausruf eines Aaaargh! Denn der Cliffhanger ist echt fies und verführt dazu, dass man am liebsten Band 2 sofort verschlingen möchte.

Der Stil von Tanja Meurer ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist direkt, mit einem Auge für Zusammenhänge und große Welten und sie hat etwas an sich, was zum Lesen animiert. Toll!

Fazit: Steampunk und Fantasy gepaart mit Mord. Ein tolles Buch!


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