Dienstag, 3. Mai 2016

Wissenschaft mit Humor

Warum Tätowierte mehr Sex haben
von Mark Benecke
(256 Seiten)

Eine Leseprobe findet Ihr hier

Sachbücher müssen nicht immer staubtrocken sein. Und schon gar nicht dann, wenn es um wissenschaftliche Experimente geht. Dr. Mark Benecke, seines Zeichens Kriminalbiologe, zeigt in seinem Buch „Warum Tätowierte mehr Sex haben“, zu welchen Forschungen sich Wissenschaflter hinreißen lassen, getreu dem Motto „Erst lachen, dann denken!“

Ja, der Titel hat mich als Tattoo-Trägerin angezogen. Jedoch erfolgte die Ernüchterung schon im ersten Kapitel. Es ist nicht so, wie man gerne glauben möchte. Wie es wirklich ist, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Dennoch schaffte es Mark Benecke auf humorvolle Art und Weise aufzuzeigen, wie selbst Wissenschaftler nicht gegen Vorurteile gefeit sind.

Doch weg von Tattoos hin zu den wichtigen Sachen im Leben. Habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum Spaghetti NIE in nur 2 Teile brechen? Oder wie die perfekte Formel zum Einparken lautet? Schwimmt man in Gelee langsamer als in normalem Wasser? Und wie bekommt man die perfekte Schaumkrone beim Bier hin?

Diese und andere Fragen stellten sich auch Forscher auf der ganzen Welt und haben sie unter Laborbedingungen, durch Experimente und ähnliches versucht zu lösen. Die Ergebnisse erläutert der Herr der Maden, wie Mark Benecke auch genannt wird, sehr anschaulich, mit seinem eigenen Humor unterlegt und so verständlich, dass selbst ich als Laie sowohl Versuchsanordnungen als auch die Grundlagen verstanden habe. Ein toller Einblick!

Die Kapitel sind dabei angenehm kurz und eignen sich somit auch für einen Blick zwischendurch ins Buch oder zum Besserwissen beim nächsten Kochabend mit Freunden. Jede Studie ist mit Quellen angegeben, so dass der interessierte Leser sich auch die ursprünglichen Formulierungen und Anordnungen zu Gemüte führen kann. Klasse!

Der Stil von Mark Benecke ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Schilderungen wirken locker-leicht und er erklärt die Beobachtungen der Forscher ähnlich verständlich wie es die Maus jeden Sonntag tut. Für mich eine gelungene Mischung.

Fazit: wir Bunten sind auch nur normale Menschen und Forscher haben ab und an auch mal Spaß. Ich kann das Buch empfehlen.

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