9. September 2016

Mein Bekenntnis zum Buch #buchpassion

(Quelle: kapri-zioes.de)

Hallo Ihr Lieben,

unter dem Hashtag #buchpassion lädt Janine von kapri-zioes.de Blogger und Leser dazu ein, ihre Leidenschaft für Bücher zu teilen, um so auch Nichtlesern zu zeigen, was es bedeutet, sich in einer Welt aus Buchstaben zu verlieren. Da bin ich mit Freuden dabei.

Leidenschaft fürs Lesen, warum eigentlich?
Immer wieder kommt die Frage auf: warum Lesen? Tja, nun...das ist eine wirklich gute Frage. Wenn man meine Eltern fragen würde, würden diese mit den Augen rollen und erzählen, dass ich schon als Kind lieber die Nase in einem Buch oder Comic hatte als draußen zu spielen. Während viele Eltern verzweifelt versuchten, ihre Kinder zum Lesen zu bewegen, mussten meine mich förmlich von den bedruckten Seiten wegzerren. 
So war es gang und gäbe, dass ich im Sommer, wenn ich eigentlich schlafen sollte, es aber noch hell draußen war, ein Buch vor der Nase hatte. Wie oft meine Mama rein kam, das Buch weglegen musste und mich ermahnte zu schlafen, kann ich schon nicht mehr zählen.


Mit 17 Jahren ging es dann richtig los. Meine erste große Liebe hat mich auf Terry Pratchett gebracht. Auch wenn er gegangen ist, die Leidenschaft blieb. Und so lese ich seit meinem 17. Lebensjahr mehr als regelmäßig. Neben Fantasy haben die blutigen Thriller mein Herz erobert. Noch heute kann ich bei einem guten Thriller besser abschalten als bei einem seichten Liebesroman.


Erlebnisse mit Buch
Ich gehe nie ohne Buch aus dem Haus. Egal, ob ich verabredet bin, zum Arzt muss oder zur Arbeit fahre, mein Buch ist immer dabei. Selbst wenn ich weiß, dass ich nicht zum Lesen kommen werde. So kommt es dann auch vor, dass ich bei einem 14-tägigen Strandurlaub mit 12 Büchern im Gepäck abreise und am Flughafen am Rückreisetag mir ein neues Buch zulegen muss. Oder auch, dass ich beim Tätowierer auf der Liege entspannt lese, während der Künstler neue Tinte unter meine Haut bringt.

Es ist auch schon passiert, dass ich eine Haltestelle der S-Bahn verpasst habe, weil ich so vertieft war, dass ich die Ansagen nicht mehr gehört habe.
Oder auch, dass ich mit dem Gesicht voran auf einem Buch eingeschlafen bin, weil ich mich geweigert habe, meinem Körper zu glauben, dass ich müde bin.

Während andere Frauen an Schuhgeschäften vorbeigezerrt werden müssen, hatten meine Partner immer Mühe, mich an einem Buchladen vorbei zu bekommen. Das ging teilweise so weit, dass man mit mir absichtlich (!!!) eine andere Route gelaufen ist, damit man nicht wieder "nur kurz" in einen Buchladen mit mir muss. Ja, das Leben mit einer Leserin ist nicht immer einfach ;)


Lesen ist doch schrecklich unkommunikativ
Dieses Argument sowie andere Vorurteile hat wohl jeder passionierte Leser schon mal gehört. "Dafür hätte ich gar keine Zeit" oder auch "Lesen ist doch langweilig" sind mir in meinem Leserleben oft begegnet.
Das Zeitargument ist so unsinnig wie widerlegbar. Jeder von uns hat eine Leidenschaft, ein Hobby, eine Tätigkeit, bei der er voll und ganz aufgeht. Ich lese, Freunde von mir zocken, stricken oder backen wundervolle Torten. Keinem würde es einfallen, jemanden, der gerne bäckt, zu sagen "dafür hätte ich gar keine Zeit". Wenn man etwas tun will, macht man es einfach. Alles andere sind Ausreden ;)
Um das obige Argument aufzugreifen: ja, während des Lesens rede ich nicht (was für manchen in meinem Umkreis eine Wohltat darstellt ;) ). Dafür tausche ich mich gern über das Gelesene aus, blogge und kann aus meiner Erfahrung sagen: wir Leser sind sehr kommunikativ, wenn man uns mal auf einem Haufen erlebt. Wer dieses Phänomen live erleben möchte, muss nur auf den Buchmessen nach Bloggertreffen Ausschau halten. So viel Geschnatter, Freude und Herzlichkeit ist mir selten begegnet.

Fazit
Was bleibt zu sagen? Lesen ist Freude, Leidenschaft, Abtauchen und Vergessen in einem. Für mich ist es Entspannung pur und die Aufregung, viele verschiedene Leben zu leben. Es ist aber auch Dankbarkeit, dass ich mir diese Passion gönnen und leisten kann. Traut Euch, liebe Nichtleser, und versucht es mal mit einem Buch. Es muss nicht dick sein, es muss nicht literarisch sein, es muss Euch einfach nur Spaß machen!


Kommentare:

  1. Liebe Denise,

    ich danke dir für deinen Beitrag zu #buchpassion. ;-)
    Übrigens ergeht es mir mit Buchläden genauso wie dir! Ich muss in jede noch so kleine Buchhandlung einfach mal reingehen, gucken, was es so gibt und mit dem Buchhändler vielleicht noch ein paar Sätze austauschen. Mein Freund akzeptiert das mittlerweile und sucht sich dann immer die Leseecke und setzt sich hin - er wartet sogar geduldig. Was bleibt ihm auch anderes übrig? ;-)

    Buchige Grüße,
    Janine

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    1. Hi Janine,

      da hat er aber gut gelernt ;) Bei mir kommt es dann schon vor, dass Freunde Eis essen gehen, während ich noch stöbere ^^
      LG Denise

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  2. Hey Denise,
    das mit dem raus zwingen müssen kenne ich soooo gut! :-)
    Meine Eltern mussten das mit mir auch hin und wieder machen und fanden's bestimmt merkwürdig, weil es für meine Geschwister eher drin langweilig war.
    Aber das sich in ein Buch vertiefen und in seine Welt einzutauchen ist nun mal schlecht zu toppen.
    Ganz liebe Grüße,
    Frauke

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    1. Hi Frauke,

      ja, das stimmt. Wie oft hab ich heute noch meine Mama im Ohr "liest du schon wieder?" *kicher*

      LG Denise

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  3. Das kommt mir irgendwie alles so bekannt vor, was du schilderst :D Ich habe auch schon immer die Nase in Büchern gehabt und früher auch immer ein Buch dabei gehabt. Mittlerweile nicht mehr, jetzt lese ich nur noch zu Hause oder wenn ich vorher weiß, dass ich irgendwo länger warten muss. Manche Dinge ändern sich dann doch.
    LG Lexa

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    1. Hi Lexa,

      echt? wow, das kann ich noch nicht. Außer, wenn ich dicke HC lese, dann kann ich mich überwinden, es daheim zu lassen ^^
      LG Denise

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  4. Liebe Denise,

    die Scheibenweltromane haben auch bei mir ihr ganz eigenes Regal. Einfach grandios und immer wieder zum Abtauchen gut.
    Die Haltestelle habe ich noch nicht verpasst - gehöre aber zu denen, die beim Laufen manchmal lesen. Wenn eine Geschichte mich fesselt, ...
    Danke für deinen Beitrag
    LG
    Eva

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    1. Hi Eva,

      wow, beim Laufen hab ich das noch nicht hinbekommen. Wie schaffst du das?
      LG
      Denise

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  5. Hallo Denise,
    interessanterweise begegnen mir in letzter Zeit immer mal wieder Fantasy-Liebhaber, die auch Thriller mögen. Mir geht es da genauso. Terry Pratchett konnte mich noch nicht begeistern. Vielleicht lag`s am falschen Buch? Wer weiß. Glücklicherweise ist die Fantasy-Welt riesig! Bei Liebesromanen stimme ich dir übrigens auch zu. Davon gibt es, wenn überhaupt, nur eine handvoll in meinem Regal. Das ist nicht wirklich was für mich.

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    1. Hi Auroria,

      welches Buch hattest du denn von Terry versucht? Sein Stil ist sehr eigen, das stimmt. Entweder man liebt ihn oder man lehnt es ab ^^

      LG
      Denise

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