5. Oktober 2016

Kontrolle.Macht.Tod - Der Job eines Privatdetektives [Blogtour]



Hallo Ihr Lieben,

heute stelle ich Euch im Rahmen unserer Blogtour zu Kontrolle.Macht.Tod von Klaus Schuker den Beruf des Privatdetektives vor. 

Illusion
Jeder von uns hat DAS Bild eines Privatdetektives im Kopf: ein schmuddeliges Büro, Zigarette im Mundwinkel, draußen schlägt der Regen die Fenster und der stattliche Herr sitzt mit Trenchcoat und Schlapphut am Schreibtisch. Da fliegt die Tür auf, eine blonde, verzweifelte Frau stürmt herein, fällt dem Detektiv in die Arme und berichtet atemlos von ihrem Fall.

(Quelle: n-tv)

Nachdem der Retter im Anzug den Fall angehört hat, macht er sich auf, der Frau in Not zu helfen. Dabei sind ihm alle Mittel recht inklusive Fäuste, Bestechung und Bedrohung. Doch wie ist es wirklich? Dürfen die Detektive heute Wild West spielen?


Die Realität
Die Wirklichkeit sieht da anders aus. Zunächst: Detektive genießen keinerlei Sonderrechte in Deutschland. Sie haben keine polizeilichen Befugnisse, sondern nur die Rechte, die auch ein normaler Bürger hat. Somit darf ein Detektiv zum Beispiel nur im Rahmen einer "Jedermannfestnahme" einen Verdächtigen festhalten. Und diese Art der Festnahme ist an strenge Richtlinien geknüpft: 

Gem. §127 der Strafprozessordnung (StPO) darf jeder Bürger eine tatverdächtige Person unter gewissen Umständen vorläufig festnehmen. 
Zum Beispiel, wenn eine Person auf frischer Tat ertappt wird, eine Fluchtgefahr besteht und die Identität der Person nicht ohne weiteres festgestellt werden konnte. (Zitat: Detektive online)

Und das muss beachtet werden, da man sich sonst selbst strafbar macht. Hier erkennt man schon, dass die Beauftragung eines Detektives nun nicht bedeutet, dass Indiana Jones persönlich für einen loszieht. Die Damen und Herren Ermittler bewegen sich durch die fehlenden Sonderrechte am Rande der Legalität, denn auch Durchsuchungen oder Befragungen, wie sie die Polizei vornimmt, dürfen sie nicht durchführen.

Wenn die beauftragte Detektei doch mit einem Verdächtigen spricht, ist die so, als ob sich 2 Privatpersonen austauschen. Einen Zwang zur Aussage oder gar das Recht zur Vorladung gibt es nicht.

Solltet Ihr überlegen, eine Detektei zu beauftragen, dann beachtet noch folgenden Fakt: es gibt keinerlei staatlich anerkannte Ausbildung zum Detektiv. Jeder, der sich einen Gewerbeschein besorgt, kann eine Detektei eröffnen und Aufträge annehmen. Ob die dann erfolgreich gelöst werden, steht auf einem anderen Blatt.

Was bleibt also zu sagen: Detektive können helfen, haben aber auch nur die Rechte, die jeder Bürger hat. Daher sperrt die Augen auf, wenn ihr Hilfe sucht.

Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Auf Facebook haben wir eine Gruppe für Blogtouren, vielleicht magst du ja mal vorbeischauen?
    Wir halten da alles aktuell und verlinken die Beiträge, damit man immer alles im Blick hat und nichts verpasst - bei den vielen Touren verliert man ja leicht den Überblick ;)
    https://www.facebook.com/groups/981737925190683/

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hallo Denise,
    Ich habe mich ehrlich gesagt noch nie so genau mit dem "realen" Detektiv beschäftigt. Umso mehr klärt mich dein Beitrag nun auf! :D Ich muss dir zustimmen wenn du über das Bild des "wild west Detektiv" sprichst. Ich habe immer eine Kreuzung von Sherlock Holmes und Indiana Jones im Kopf. :D

    lg
    Jamie
    Blutrot | Jamies Bücherblog
    http://blog.edgeofthewild.de

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    1. Hi Jamie,

      genau das Bild hatte ich auch immer. Und ein wenig Schimanski ^^

      LG
      Denise

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