Sonntag, 30. Oktober 2016

Smoky Barrett is back - Ein Abend mit Cody McFadyen




Hallo Ihr Lieben,

lange mussten wir auf den 5. Fall von Smoky Barrett warten. Die Meinungen zu ihrem, wie ich finde heftigsten Fall gehen weit auseinander. Ich habe ihn geliebt und als ich erfuhr, dass der Autor nach Berlin kommt, musste ich eine Karte haben. Ungeachtet dessen, dass ich an dem Abend eigentlich bei Sebastian Fitzek und seiner 10-Jahre-Fitzek-Jubiläumsshow gewesen wäre. Einen Gruß an die Verlage: DAS ist der Tod für einen Thrillerliebhaber. Zwei großartige Autoren an EINEM Abend in EINER Stadt. Doch da man bei Cody McFadyen leider nicht weiß, wie oft man noch die Gelegenheit bekommen wird, entschied ich mich für den Amerikaner. Fitzek wird es mir verzeihen.

Die Lesung fand im Kriminaltheater Berlin statt. Dieses wunderbare Theater durfte ich schon bei der Lesung von Martin Krist (den Bericht findet Ihr hier) kennenlernen. Pünktlich wie die Maurer war ich am Theater und wartete ungeduldig auf den Einlass.

Auch wenn manche es komisch finden, dass ich alleine unterwegs bin, ein gutes hat das Ganze: ich konnte mir einen Einzelplatz in der ersten Reihe sichern. Gespannt wie ein Flitzebogen saß ich dort und dann kam er, der Mann, der mir schon so manche schlaflose Nacht bereitet hat.


Durch den Abend führte Margaretee von Schwarzkopf, die auch die Lesung von Chris Carter (Bericht hier) klasse moderiert hatte. Für die Lesung der Übersetzung war Nina Petri zuständig, die mich vor allem durch ihre starke Lesestimme beeindruckt hat.

Cody Mcfadyen wirkte zurückhaltend, fast schüchtern und ich konnte nur schwer glauben, dass dieser Mann so grausame Verbrechen niederschreiben kann.

Die wichtigste Frage wurde direkt zu Beginn geklärt: warum dauerte es so lang, bis Smoky Barrett wieder ermitteln darf? Der Grund ist traurig und komplett nachvollziehbar. Codys Eltern wurden schwer krank und er pflegte sie in den letzten 5 Jahren. In dieser Zeit konnte er nicht schreiben, denn er wollte nicht, dass seine persönliche Familiengeschichte irgendwie Einfluss nimmt. Zudem hatte er verständlicherweise keinen Kopf für das Buch.


Der Autor lernte das Schreiben aus Büchern. Er hielt sich an die Empfehlungen von Jeffery Deaver und schreibt auch nach diesen Vorgaben. Während andere Autoren ihre Geschichte komplett durchplanen können, lässt sich Cody von seinen Figuren leiten.  Er recherchiert für seine beschriebenen Verbrechen in Büchern, würde allerdings nie so weit gehen, eine Obduktion oder die berühmte Body Farm in den USA zu besuchen. Diese Weigerung fand ich amüsant, denn er selbst zwingt seine Leser ja öfter in mitunter sehr eklige Situationen.

Insgesamt wirkte der Autor sehr ruhig, bodenständig und wüsste man nicht, was er schreibt, hätte man ihn auch für einen Versicherungsvertreter halten können.

Im Anschluss gab Cody Autogramme und man konnte Fotos machen. Beides habe ich ergattert und bin immer noch sehr stolz!


Ein Versprechen gab der Autor aber: jetzt wird wieder jedes Jahr ein neuer Fall von Smoky erscheinen. Ich freue mich sehr drauf!

Kommentare:

  1. Liebe Denise,

    schöner Bericht zur Lesung.
    War mit dem Freund zusammen auf der Lesung in Würzburg. Der Abend war großartig.
    Bin schon ganz gespannt, wie mir "Die Stille vor dem Tod" gefällt. Leider zwingt mich mein Monkhirn dazu zu warten, bis das Taschenbuch erscheint. Kann schließlich unmöglich ein Hardcover zu den Taschenbüchern stellen.

    Liebe Grüße
    Johanna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Johanna,

      Da bin ich auf deine Meinung echt gespannt. Hihihi das mit dem Monkhirn kenne ich auch.
      LG
      Denise

      Löschen