3. März 2017

Ist Schwangerschaft ansteckend?

Die Schwangerschaft des Max Leif
(Max-Leif-Reihe Band 2)
von Juliane Käppler
(352 Seiten)


Eine Leseprobe findet Ihr hier

Max' Leben läuft großartig. Der Musikkindergarten Kling Klang ist ein voller Erfolg, Maja und er führen eine harmonische Partnerschaft und es zeigt sich keine Wolke am Liebeshimmel. Bis...naja...bis Maja ihrem Lieblingshypochonder eröffnet, dass sie schwanger ist. 9 Monate hat Max Leif nun Zeit, sich auf das Abenteuer einzustellen. Doch wie soll das bei all den Gefahren funktionieren?

"Die Schwangerschaft des Max Leif" ist der Nachfolger von "Die sieben Tode des Max Leif" und konnte mich sehr überzeugen. Juliane Käppler knüpft nahtlos an den Vorgänger an und zeigt auf humorvolle und lockere Art und Weise, wie ein Mann eine Schwangerschaft erlebt und vor allem überlebt.

Die Geschichte wird von Max höchstselbst erzählt. Der ehemalige Musikproduzent freut sich über sein stabiles Leben und muss nach den 3 magischen Worten "Ich bin schwanger" sich wieder mit den tödlichen Gefahren des alltäglichen Lebens auseinandersetzen. Dabei beweist er so viel Herz, so viel Gutmut und auch so viel herzallerliebste Panik, dass ich beim Lesen kichern und laut lachen musste. 

Aber ich hatte auch nachdenkliche Momente, denn die Autorin zeigt sehr anschaulich, wie es einem Mann dabei geht, wenn die Liebste von 0 auf Furie in unter 5 Sekunden umschalten kann, wenn er sich an den Gedanken gewöhnt, Vater zu werden und nebenbei auch noch den Alltag meistert. Mit jedem Selbsttest, den Max durchzieht, schloss ich ihn tiefer in mein Herz. Auch wenn er vor Panik am liebsten alle Ärzte der Welt zu sich bestellt hätte, muss man ihn einfach lieben.

Für großartige, lebensbejahende und zum Lachen bringende Momente sorgte auch wieder Jekaterina Poljakow, die russische Putzfrau im Hause Leif. Ihre Lebensweisheiten gepaart mit ihrem Sturkopf und ihrem russischen Akzent versüßten mir die Lesestunden. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ich den Roman innerhalb eines Tages ausgelesen habe.

Die Story hat mich von Seite 1 mitgenommen und ich las beschwingt von Kapitel zu Kapitel. Juliane Käppler schubst ihre Figuren zwar in turbulente Situationen, entfernt sich dabei aber nie weit von der Realität. Zu keinem Zeitpunkt kam bei mir Langeweile auf. Ich wollte nach jedem Kapitel wissen, wie es weitergeht. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass mich das Finale zu Tränen gerührt hat. Zudem lässt die Autorin genügend Raum für Max Leif Part 3.

Der Stil von Juliane Käppler ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist humorvoll, ohne gewollt zu sein, locker, ohne flapsig zu wirken und einfach herzerwärmend, ohne den Kitsch herauszuholen. Grandios!

Fazit: jedem werdenden Papa sei dieser Roman ans Herz gelegt. Und jeder werdenden Mama auch. Und sowieso allen. Eine klare Lesempfehlung.

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