1. Juli 2017

Der Hüter - Stadt der Tiefe - Interview mit Hüter Alexander [Crowdfunding Kampagne]

(Quelle: Jasmin Jülcher)


Die Welt wurde durch einen Krieg unbewohnbar gemacht. Die Überlebenden bauten sich eine Welt am Meeresboden auf. In Frieden, in Gemeinschaft und ohne Gewalt. Dachten sie. Denn es taucht eine übel zugerichtete Leiche in Biota auf. Der oberste Hüter Alexander hat nur ein Ziel: herauszufinden, wer der Mörder ist und wie es sein kann, dass es in einer Gemeinschaft, die keine Gewalt mehr kennt, zu solch einem Verbrechen kommen konnte...

Klingt spannend und magisch, oder? Ich wollte nach diesen paar Information das Buch direkt lesen. Doch noch gibt es das gute Stück nicht zu kaufen, denn die Autorin Jasmin Jülcher geht einen für Neuautoren ungewöhnlichen Weg: sie möchte den Druck Ihres Debüts über Crowdfunding finanzieren. So kann man als Unterstützer von Beginn an dabei sein und darf sich, je nach Spendenhöhe, auf ein Softcover, ebook oder sogar auf eine limitierte Hardcoverausgabe freuen. Neugierig geworden? Dann klickt hier

Noch unsicher? Nun, ich hatte das große Glück, dass sich der oberste Hüter Alexander für ein Interview bereit erklärt hat. Und ich hoffe, er wird Euch genau so überzeugen wie mich.

Ich: „Guten Tag, Alexander.“ 
Alexander: „Guten Tag. Vielen Dank, dass ich heute hier sein darf.“ 
Seine warme Hand ergreift meine, schüttelt sie und wir setzen uns.

Ich: „Sehr gerne. Wir sind doch alle gespannt auf Sie, den obersten Hüter. Vielleicht plaudern Sie ja heute mal ein wenig aus dem Nähkästchen.“ 
Alexander lächelt: „Wir werden sehen.“ 

Ich: „Dann beginne ich direkt mit einer uncharmanten Frage: Sie sind recht jung, oder? Ich würde schätzen, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig Jahre?“ 
Alexander: „Dreiundzwanzig kommt ungefähr hin, ja.“ 

Ich: „Ist das nicht recht jung für einen solchen Posten? Gab es denn nicht andere Hüter, die bereits mehr Erfahrung gesammelt haben?“ 
Alexander: „Das klingt ja glatt so, als trauten Sie mir nicht über den Weg.“ Er lacht auf und lehnt sich vor. „Aber denken Sie doch nur an den Obersten, er ist auch noch sehr jung, ein Jahr jünger als ich sogar, wenn ich mich recht entsinne. Denken Sie so auch über ihn? Dass er vielleicht nicht der Richtige für den Posten ist?“ 

Ich: „So etwas würde ich nie über ihn sagen, er ist der Leiter von Biota. Und auch Ihnen wollte ich nicht zu nahe treten. Warum, glauben Sie, hat der Rat Sie zum obersten Hüter bestimmt?“
Alexander: „Die Obersten wissen, was das Beste für Biota ist. Und zu meinem Glück bin das wohl ich, natürlich nur, was den Posten der Hüter angeht.“ Der oberste Hüter lehnt sich im Stuhl zurück und hebt die Hände. „Es geht darum, den Einwohnern ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Außerdem habe ich im Bereich der Beobachtungsgabe bei den Tests für den Beruf sehr gut abgeschnitten. Aber letztendlich weiß ich nicht, was den Ausschlag gegeben hat bei meiner Wahl. Auch wenn ich den Obersten zu gerne danach fragen würde.“ Er grinst breit und schaut mich direkt an.

Ich: „ Ja, das glaube ich Ihnen. Aber es gibt ja nicht nur Ihren Beruf, nicht wahr? Sie sind jung und gutaussehend. Dürfen sich die weiblichen Leser noch Hoffnungen machen oder ist Ihnen schon eine Partnerin zugewiesen worden?“ 
Alexander: „Mit solchen privaten Fragen hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Es sollte doch um meinen Posten als Hüter gehen.“ 

Ich: „Touche. Dennoch bin ich furchtbar neugierig.“ Verlegen lächele ich ihn an.
Alexander: „Nun gut. Nein, mir ist bisher keine Partnerin zugewiesen worden. Offensichtlich ist meine DNS nicht so kompatibel, wie ich es gerne hätte.“ 

Ich: „Soso. Oder hat die Verzögerung der Zuweisung etwas mit der Dame zu tun, mit der Sie in letzter Zeit öfter gesichtet worden sind? Sie ist eine Botania, richtig?“ 
Alexander: „Ja, Sie ist eine Botania. Und sie wurde ausgewählt, um mir bei Fragen in Bezug auf die Biosphäre zur Seite zu stehen, sonst nichts. Wie Sie vielleicht wissen, gehört auch die Biosphäre zu meinen täglichen Pflichten und glauben Sie mir … Wenn ich alleine dort hinein gehe, finde ich sicher nicht wieder heraus. Ich brauche Botania Nic.“ Er presst für einen kurzen Moment seine Lippen fest aufeinander.

Ich: „Jetzt wissen wir ja schon einiges über Ihre Arbeit, gibt es denn auch etwas, das Sie gerne in Ihrer Freizeit tun?“ 
Alexander: „Wenn ich frei habe, dann gehe ich gerne zu Sportveranstaltungen ins Delectarium oder ins Arboretum. Ich mag die Stille, die zwischen den Bäumen herrscht, da kann man sich entspannen. Ansonsten versuche ich gerade Kochen zu lernen.“ 

Ich: „Sie wollen Kochen lernen? Das klingt ja vielversprechend.“ 
Alexander: „Es klingt wohl besser, als es ist. Ich bin unglaublich schlecht. Mir ist letztens sogar Suppe angebrannt.“ Der Hüter verdreht die Augen.  „Mein Lehrer hat es wirklich nicht leicht mit mir. Aber ich bin fest entschlossen es zu lernen, und irgendwann bekomme ich das auch noch hin.“ 

Ich: „Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg und danke Ihnen, dass Sie trotz Ihrer vielen Aufgaben Zeit für mich hatten."
Alexander: "Sehr gerne."

Der oberste Hüter marschierte nach dem Interview zielstrebig aus dem Raum und ließ mich fasziniert zurück. Ich durfte ihn schon einige Kapitel lang bei seiner Arbeit begleiten und bin mehr als gespannt, wie er den Mord aufklären will.

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