26. Juli 2017

Ernüchternder Nachfolger von Divergent








Titel:
 Rat der Neun - Gezeichnet
Autor: Veronica Roth
Übersetzer: Petra Koob-Pawis, Michaela Link
Reihe: Rat der Neun
Seiten: 608
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570164983









Ich war von der Divergent-Reihe sehr angetan. Daher war meine Freude groß, als ich den neuen Roman "Rat der Neun - Gezeichnet" von Veronica Roth in Händen hielt. Durch verschiedene Faktoren kam ich erst jetzt zum Lesen. Nun ja, hätte ich es früher getan, hätte ich mir viel Kummer erspart.

Veronica Roth hat für ihren neuen Roman eine komplette Galaxie inklusive verschiedener Völker erschaffen. Zudem verwebt sie die raue Umgebung des Alls mit übernatürlichen Phänomenen wie Weissagung, vorherbestimmten Schicksalen und Orakeln. Diese Mischung hat viel Potenzial, doch die Autorin verzettelt sich so sehr, dass ich als Leserin nicht mehr mithalten konnte.

Schon die Namensgebung gerät zum Fiasko. Ich habe nichts gegen ungewöhnliche Namen, sind sie doch meist Ausdruck verschiedener Volkszugehörigkeiten. Doch Veronica Roth übertreibt in meinen Augen maßlos. Ihre Namen gleichen sich, sind nicht einprägsam und die Familienverhältnisse sind vor lauter Tanten, Geschwistern, Eltern und Großeltern mehr verwirrend als aufklärend.

Ich mag Geschichten mit komplexen Hintergründen. Die Autorin jedoch versteht es leider nicht, diese Hintergründe klar und nachvollziehbar zu beschreiben. Ich saß beim Lesen verwirrt und desorientiert da. Von der schieren Größe und Verworrenheit des erschaffenen Universums erschlagen, konnte ich mich nicht mehr auf den Inhalt konzentrieren. Das ist sehr schade, denn die Story birgt viel Potenzial. 

So bleibt mir nur zu sagen: Wer mal wieder richtig Lust hat, mit einer Geschichte zu kämpfen, sollte zugreifen. Ich habe aufgegeben.


Neugierig geworden? Eine Leseprobe findet Ihr hier


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