15. Januar 2018

Das Geld kennt keine Grenzen








Titel: Söldner des Geldes
Autor: Peter Beck
Verlag: Emons
Seiten: 480
ISBN: 978-3954511341









Winter ist Sicherheitschef einer privaten, schweizer Bank. Sein Geschäft läuft dann am besten, wenn man ihn nicht bemerkt. Bei einem Helikopterabsturz kommen seine rechte Hand und ein hochrangiger Kunde der Bank ums Leben. Winter glaubt nicht an einen Unfall und stellt Nachforschungen an. Doch das gefällt dem Attentäter gar nicht....

"Söldner des Geldes" war mein erster Thriller von Peter Beck und konnte mich nicht überzeugen. Der Autor legt einen sehr gut recherchierten Finanzmarkt-Thriller vor, dem es aber an Tempo und Ideenreichtum mangelt.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei ist man jedoch immer Seit an Seit mit Winter, der als Sicherheitschef einer Privatbank alle Hände voll zu tun hat, das Vermögen und dessen Besitzer zu schützen. Als bei einem Absturz ein arabischer Kunde ums Leben kommt, ist für den ehemaligen Polizisten klar: Hier sind Attentäter am Werk. Schon bald ist man mit Winter in der ganzen Welt unterwegs und versucht, die Hintergründe aufzudecken.

Diese Jagd um den Globus empfand ich als gute, wenn zugleich altgediente Idee. Peter Beck beweist mit den vielen Reisen Winters nicht nur ein Gespür für tolle Schauplätze, sondern zeigt auch, dass Geld keine Grenzen und Länder kennt. Toll!

Auch die finanzmarkttechnischen Zusammenhänge sind meines Empfindens nach sehr gut und tiefgründig recherchiert. Beck lässt diese immer wieder in die Geschichte einfließen, ohne dabei den Leser zu überfordern. Das fand ich sehr gut. Jedoch konnte mich der Thriller trotz dieser Stärken nicht überzeugen.

Denn das Werk ist so, wie man es von Schweizern gern behauptet: Gemächlich und abwägend. Obwohl Winter die Welt bereist, sind die Vorgänge immer wieder die gleichen: Ankunft, Beschattung/Schießerei, Erkenntnis, Weiterreise. Dieses Konzept zieht sich durch die gesamte Story und langweilte mich so nach der dritten Wiederholung. Zudem konnte ich zu dem Sicherheitschef keine Bindung aufbauen. Er blieb für mich glatt und ohne besondere Kanten. Schade!

Das Finale war rund und passend zur gesamten Geschichte. Die losen Fäden wurden konsequent zusammengeführt.

Der Stil des Autors ist nach einer kurzen Eingewöhnung gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist nüchtern und durchzogen mit schweizer Begriffen, die sich aber im Kontext immer erklären.

Fazit: Der Strom des Geldes konnte mich nicht mitziehen. Für Freunde der ruhigen Spannung ist das Buch aber eine gute Empfehlung.


Neugierig geworden? Eine Leseprobe findest du hier

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