25. Februar 2018

Die Vergangenheit holt dich ein






Titel: Die Namen der Toten
Autor: Sarah Bailey
Übersetzer: Stefan Lux
Reihe: Richard Vega
Band: 1
Verlag: Penguin
Seiten: 464
ISBN: 978-3328101741








Detective Richard Vega wird zu einem Mordfall gerufen. Ein Jugendlicher wird in einem Wald gefunden. Getötet mit einem Bolzenschussgerät. Vega überkommt sofort die Erinnerung an einen sechs Jahre alten Fall. Doch der damalige Täter wurde gefasst und verurteilt. Haben sie damals etwas übersehen? Oder sogar den Falschen ins Gefängnis gesteckt?

"Die Namen der Toten" ist das Debüt von Sarah Bailey und lässt mich zwiegespalten zurück. Die Autorin erzählt einen interessanten und durchaus soliden Krimi mit den passenden Elementen, jedoch wollte bei mir großteilig keine Spannung aufkommen. Echt schade.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man kapitelweise Detective Vega und seinem Team, das die Ermittlungen aufnimmt. In anderen Kapiteln erfährt man etwas über das Umfeld des Opfers, über dessen Familie und die Geheimnisse, die es gibt. Diese Mischung fand ich spannend und Sarah Bailey legt genau die richtige Art von Spuren, um ihre Leser bei der Stange zu halten.

Mit Richard Vega hat die Autorin eine sympathische, aber nicht glatt geleckte Figur erschaffen. Der Detective birgt selbst so manche Überraschung in sich. Zum Einen wäre da seine Mitbewohnerin Cherry, die er wie eine Tochter liebt. Zum Anderen ist da sein gespaltenes Verhältnis zu seiner Vorgesetzten, welches viel Raum für Spekulationen lässt.

Alles in allem bietet der Krimi alle nötigen Elemente um mich zu begeistern. Und doch schaffte er es nicht. Denn obwohl die Figuren interessant und neugierig machend angelegt sind, der Plot spannend klingt und auch der Stil Sarah Baileys super zu lesen ist, fehlte mir einfach der nötige Wow-Effekt. Die Geschichte plätschert teilweise vor sich hin, es gibt immer wieder leichte Spannungshöhen, doch nichts, was mich über mehrere Kapitel hinweg vollständig fesseln konnte. Zwar mochte ich die Charaktere, fühlte mich jedoch keinem so verbunden um mich mit ihrem Schicksal zu beschäftigen.

So bleibt der Krimi für mich ein Paradebeispiel aus dem Bereich "Gute Grundlagen, verbesserungswürdige Umsetzung". Schade!

Fazit: Wer ruhige, englische Krimis mag, wird das Debüt lieben. Für mich war es zu wenig Spannung.



Neugierig geworden? Eine Leseprobe findet Ihr hier


Kommentare:

  1. Wir haben das Buch ganz ähnlich empfunden. Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass mir Informationen fehlen, was mich ehrlich gesagt verwirrt hat. Ansonsten wars ganz ok, hat mich aber auch nicht vom Hocker gerissen. Wenn es für Dich ok ist, würde ich Deine Rezension gerne bei mir verlinken?! Liebe Grüße Kerstin

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    1. Hi Kerstin,

      danke dir für dein Kommentar. Stimmt, ich habe auch zwischendurch Fragezeichen im Gesicht, was diese oder jene Andeutung bedeuten soll.
      Du darfst gern verlinken :)
      LG
      Denise

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