2. Februar 2018

Es gibt Dinge, die sind schlimmer als der Tod







Titel: Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen
Autor: James Carol
Übersetzer: Wolfram Ströle
Reihe: Jefferson Winter
Band: 1
Verlag: dtv
Seiten: 384
ISBN: 978-3423215503







Profiler Jefferson Winter nimmt nur Fälle an, die ihn interessieren. Es sind die grausamsten Verbrechen der Welt. Sein neuster Fall führt ihn ins winterliche London. Dort wurden über einen längeren Zeitraum 4 Frauen aufgegriffen, alle lobotomiert und mit Wunden übersät. Der Täter geht organisiert vor. Und hat sich bereits Opfer Nummer 5 geschnappt....

"Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen" ist der Auftakt der Serie um den Profiler Jefferson Winter. James Carol entführt seine Leser in die dunklen Abgründe der menschlichen Psysche. Und auch wenn ich gerade seinen sehr eigenwilligen Profiler mochte, konnte mich der Thriller nicht überzeugen.

Die Geschichte wird abwechselnd von Winter selbst und einem auktorialen Erzähler berichtet. Während der Profiler Einblicke in seinen Alltag bietet, begleitet man in den anderen Kapiteln das Opfer durch sein Martyrium. Diese Mischung fand ich grandios und spannend, denn durch die Perspektivwechsel wirkten die Schilderungen lebensnaher.

Mit Jefferson Winter hat James Carol einen für mich sympathischen Profiler erschaffen. Mit Abstand betrachtet ist Winter ein Arschloch, leicht arrogant, hochintelligent und mehr als nur von sich überzeugt. Im wahren Leben hätte ich ihn wohl das ein oder andere Mal am liebsten geschlagen. Doch für seinen Job sind seine Charakterzüge genau passend. Zudem hat der Autor das richtige Maß zwischen Arroganz und Können gefunden. Klasse.

Die Story selbst wirkt zwar interessant, konnte mich aber bis zum Schluss nicht in seinen Bann ziehen. Winter war für mich der Hauptträger, doch auch er war kein Garant für Schnappatmung oder nervenaufreibenden Lesestunden. Ich hatte das Gefühl, dass der Roman vor sich hindümpelt. Lediglich durch Winters Geistesblitze ging es stückchenweise weiter. Und während ich bei der ersten Idee noch gestaunt habe, kam ich sehr bald hinter das Konzept und war enttäuscht, dass sich James Carol dieses einfachen Kniffes bediente.

Der Stil des Autors ist gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, schnörkellos und kommt ohne zu blutige Details aus. Das fand ich gut.

Fazit: Eine tolle Hauptfigur, eine mäßige Story. Für mich war es nichts.


Neugierig geworden? Eine Leseprobe findet Ihr hier



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