4. Februar 2018

The Rule of One







Titel: Sektenkind
Autor: Chris Jordan
Übersetzer: Hannsdieter Loy
Reihe: Randall Shane
Band: 3
Verlag: Mira Taschenbuch
Seiten: 400
ISBN: 978-3899416886







An einer Grundschule in einer amerikanischen Kleinstadt ereignet sich ein Geiseldrama. Zum Glück können alle Kinder gerettet werden. Alle bis auf Noah Corbin. Dessen Mutter Haley ist außer sich vor Sorge und glaubt nicht an die Version, die ihr von der Polizei erzählt wird. Sie engagiert den Ex-FBI-Agenten Randall Shane und dieser deckt ein Geheimnis auf so dunkel wie die Nacht...

"Sektenkind" war mein erster Roman von Chris Jordan und hat mir recht gut gefallen. Der Autor nimmt seine Leser mit in ein weit verzweigtes Netz aus  Macht und geradezu fanatischem Glauben an das Geld. Ein Thriller ist der vorliegende Roman nicht, dafür bietet er aber ruhiges Lesevergnügen mit so manchem spannenden Moment.

Die Geschichte wird sowohl von Haley selbst als auch von einem auktorialen Erzähler berichtet. Gerade diese Mischung hat es mir angetan, denn Haley wirkt, obwohl sie gerade ihren Sohn verloren hat, geerdet und nicht übetrieben hysterisch. Ihre Gedankengänge fand ich spannend und im Zusammenspiel mit dem Ex-FBI-Agenten Randall Shane wirkt sie intelligent und kämpferisch. Das hat mir gefallen. Auch Randall Shane ist ein Ermittler nach meinem Geschmack: Er ist bodenständig, verspricht nicht zu viel und stellt erst Fragen, bevor er seine Kraft einsetzt. Klasse.

Die Story selbst startet fulminant, ebbt dann allerdings ab der Hälfte etwas ab. Es ist immer noch interessant zu lesen, wie Shane und Haley versuchen, hinter die Machenschaften der Sekte zu kommen, die etwas mit dem Überfall auf die Schule zu tun hat, zu kommen, aber es ist nicht mehr so spannungsgeladen wie zu Beginn. Dafür lernt man die Machtstrukturen und Skrupellosigkeit der Sekte kennen. Für mich persönlich bot das zu wenig Nervenkitzel, kann aber gerade für Liebhaber von ruhigeren Thrillern hochspannend sein.

Der Stil von Chris Jordan ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, schnörkellos und bietet genau das richtige Maß an Details. Klasse.

Fazit: Die Macht des Geldes reicht weit. Für mich schon zu ruhig, dennoch ein solider Roman.




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