15. Februar 2018

Verwirrend wie ein Art-Movie








Titel: Rekorder
Autor: John Darnielle
Übersetzer: Tobias Schnettler
Verlag: Eichborn
Seiten: 280
ISBN: 978-3847900290








Jeremy arbeitet in einer Videothek in einer amerikanischen Kleinstadt. Der Job ist eintönig, aber der junge Mann hat Spaß daran, bis eines Tages mehrere Kunden von verstörenden Szenen auf den Videokassetten berichten. Jeremy schaut sich die Szenen an und ist ebenso verstört wie geschockt. Woher kommen die Szenen? Was soll er tun?

"Rekorder" ist mein erster Roman von John Darnielle und wird auch mein letzter gewesen sein. Der Klappentext hat mich angezogen, denn er versprach einen Thriller mit Horrorelementen. Bekommen habe ich ein experimentellen Roman, der viel offen lässt, wenig erklärt und vor allem verwirrt.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man Jeremy und seinem Alltag zwischen Videothek und den Filmabenden mit seinem Vater. Mit dem Auftauchen der ersten seltsamen Filmschnipseln ist es jedoch vorbei mit der Ruhe und Jeremy befasst sich widerwillig mit den Szenen.

Seine Nachforschungen sind wage beschrieben. Man erfährt kaum, was wirklich los ist. Es bleibt vieles im Dunkeln und der Fantasie des Lesers überlassen. Zu Beginn fand ich das anziehend, doch schon mal merkte ich, dass der Autor nicht daran denkt, seine Andeutungen zu vertiefen. Dies hat mich frustriert. Denn John Darnielle schreibt fesselnd und ich konnte dem Roman bis zu einem bestimmten Punkt gut folgen. Doch dann sprang die Geschichte, der rote Faden ging für mich verloren, ich wusste nicht mehr, was das eine mit dem anderen zu tun hat und gab schlussendlich auf.

Fazit: Der Roman ist kein Thriller, kein Horror, er ist ein literarisches Experiment. Ich bin daran gescheitert. Für Fans des Ungewöhnlichen kann ich diesen Roman jedoch sehr empfehlen.



Neugierig geworden? Eine Leseprobe findet Ihr hier





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