14. April 2018

Gott muss zum Psychologen








Titel: Und Gott sprach: Wir müssen reden!
Autor: Hans Rath
Reihe: Jakob Jakobi
Band: 1
Verlag: rowohlt
Seiten: 288
ISBN: 978-3499259814







Jakob Jakobi ist ein eher erfolgloser Psychotherapeut, der auf den guten Willen seiner Ex-Frau angewiesen ist. Eines Tages begegnet er Abel Baumann, der sich ihm als Gott höchstpersönlich vorstellt. Der Therapeut ist verdutzt, aber nicht überrascht, hat er doch jeden Tag mit psychisch angeknacksten Menschen zu tun. Doch je mehr er Abel kennenlernt, desto größer werden seine Zweifel...

"Und Gott sprach: Wir müssen reden!" war mein erster Roman von Hans Rath und ich fand ihn vergnüglich. Der Autor erzählt mit Charme und Witz, wie ein Therapeut und Gott aufeinander treffen und zeigt dabei, dass selbst der Schöpfer ganz normale Probleme hat. Herrlich.

Die Geschichte wird von Jakob selbst erzählt. Der Therapeut ist kein Erfolgsmensch. Seine Ehe ist gescheitert, seine finanzielle Situation mehr als klamm und seine Familie blickt auf ihn herab. Dass er an diesem Punkt in seinem Leben Gott begegnet, passt wie die Faust aufs Auge. Und obwohl Gott in Gestalt von Abel sich große Mühe gibt, bleibt Jakob ein Zweifler an Gottes Fähigkeiten. Diese Skepsis und die vielen, teils witzigen, teils nachdenklich stimmenden Begebenheiten zwischen den beiden haben mich sehr gut unterhalten.

Hans Rath versteht es sehr gut, seine Leser zu unterhalten und sie dennoch zum Nachdenken anzuregen. Gerade die Gespräche zwischen Abel und Jakob haben mich so manches Mal innehalten lassen. Zwar besprechen die beiden keine neuen Fragen, jedoch erörtern sie das Ganze auf eine humorvolle Art mit ernstem Unterton. Diese Herangehensweise hat mich sowohl laut lachen lassen als auch nachdenklich gestimmt. Klasse.

Die Story selbst ist locker leicht und auf Unterhaltung ausgelegt. Die Antworten auf große philosophische Fragen wie "Gibt es Gott?" "Warum bin ich hier?" und ähnliche werden nicht gegeben. Aber das muss auch gar nicht sein.

Der Stil von Hans Rath ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist locker humorig, ohne schnodderig oder gezwungen witzig zu sein. Klasse!

Fazit: Mit Gott aufs Therapiesofa. Ich kann das Buch empfehlen.



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